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In der Aue ist immer was los

Graugans
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Hungen | Die „Mittlere Horloffaue“ ist ein artenreicher Landschaftsraum voll landschaftlicher Schönheit und damit Bühne für spannende Landschaftserlebnisse. Wir Menschen brauchen Natur, um in der Welt daheim zu sein. Und wir brauchen dafür schöne Natur, so die Landschaftsästhetikerin Angelika Krebs von der Uni Basel. Wer einmal das Glück hatte, dem charismatischen Vogel, dem Kiebitz, bei seinen Balzflügen zuzuschauen oder sogar rastende Kraniche zu beobachten, weiß diesen Landschaftsraum zu schätzen. Viele Tausend Personen besuchen jährlich diese Auenlandschaft um sich daran zu erfreuen, sich zu erholen und um die Vogelwelt zu beobachten, so der Arbeitskreisleiter Heinz Weiss. Deshalb bietet die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) schon seit zig Jahren Vogelexkursionen an. Bei herrlichem Vor-Frühlingswetter konnte der AK-Leiter 62 Naturinteressierte auf dem Parkplatz an der Kläranlage in Hungen-Utphe begrüßen.
Die ornithologische Führung übernahm der Vogelexperte Horst Scherer. Gut zu beobachten
war das Balzverhalten der Störche. Dabei müssen Weibchen und Männchen erst einmal zusammenfinden.
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Ein nicht ganz einfaches und vor allem konfliktträchtiges Unterfangen, so der Exkursionsleiter. Auf den Wiesenflächen und in den flach überstauten Bereichen konnten vom Viehtriebweg aus hunderte von Gänsen beobachtet werden. Da Gänse sehr scheue Tiere sind konnten sie nur aus großer Distanz mit dem Spektiv bestimmt werden. Anhand von einigen Merkmalen, wie Körper- und Kopfgröße und Schnabelfärbung konnten Grau-, Bläss- und Saatgänse, Nonnen- und Rothalsgans sowie vier Weißwangengänse gesichtet werden. Zur Freude
der Gruppe überflog ein Rotmilan sowie ein Trupp von 100 Kiebitzen, die aus ihrem Winterquartier wieder bei uns eingetroffen sind, die große Schar Besucher. Es ist schon erstaunlich, so der Exkursionsleiter, welche Tricks so manche Tiere im Laufe ihrer Evolution erfunden haben. Da ist zum Beispiel das „Fußtrillern“ des Kiebitzes. Der Watvogel trommelt während der Nahrungssuche mit einem Bein auf die Erde. Er simuliert damit Regentropfen, die auf den Boden fallen. Dies lockt Regenwürmer an die Oberfläche, die der Kiebitz darauf aus den Löchern zieht. Selbst die wenigen Tage alten Jungvögel beherrschen schon das „Fußtrillern“. Einige Teilnehmer der Gruppe konnten sich noch gut an die Exkursion zum Vogel des Jahres 2013, die Bekassine, mit ihrem „Meckernden“ Balzruf des Männchens erinnern und wie es der Zufall will, meldete sie sich mit ihrem rätschenden Ruf. Erstaunt waren die Teilnehmer darüber, dass keine Enten anwesend waren. Die haben sich wohl lieber auf dem Knappensee aufgehalten, den die Gruppe nicht besucht hatte. So mancher Naturfreund schaute schon ungeduldig auf die Uhr, „wo bleiben nur die Kraniche“. Und tatsächlich, nach einiger Zeit kamen einige Trupps um eiligst ihre Brutgebiete zu erreichen. Die Gruppe war ein wenig enttäuscht denn sie hatte gehofft, dass einige Vögel vielleicht in der Aue rasten und sie so besser zu beobachten wären.

Graugans
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Graugänse
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von:  Heinz Weiss

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Interessensgebiet: Hungen
Heinz Weiss
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