Bürgerreporter berichten aus: Hungen | Überall | Ort wählen...

Schneereichster Ort Europas : Warth-Schröcken

Dorf Warth, vom Gegenhang aus
Dorf Warth, vom Gegenhang aus
Hungen | Hier die Lösung des Schneerätsels : Die Region Warth-Schröcken ist mit durchschnittlich 10,70 m Schnee die naturschneereichste Gegend Europas. Dies wurde durch die Statistik über die letzen 40 Jahre so ermittelt. Die Wetter- und Messstation steht am Körbersee. Dieser und das dort befindliche Hotel sind im Winter nur mit Ski über den Skilift Salober, der folgenden Abfahrt, dem Falkenlift und einer weiteren Abfahrt zu erreichen. Außerdem gibt es einen durchaus mühsamen Fußweg dorthin. Der Spitzenwert für die Schneemenge wurde im Winter 1989/90 mit 16,49 m gemessen. Warth-Schröcken liegt im östlichen Teil Vorarlbergs, hart an der Grenze zu Tirol. Der Begriff "Schneegarant am Arlberg" ist hier sogar noch fast eine Untertreibung. Der mondäne Nachbarort Lech liegt mit 10,40 m knapp darunter. Auch der Ort Damüls (ca. 10 km Luftlinie westlich der Messstation) liegt bei ähnlich großer Schneemenge.

Dorf Warth, vom Gegenhang aus
Dorf Warth, vom... 
Warh mit der neuen Dorfbahn, hinten Lechleiten
Warh mit der neuen... 
Bergstation Salober
Bergstation Salober 

Mehr über

Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

Kurt Wirth
1.697
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 13.02.2019 um 17:36 Uhr
Das ist schon erstaunlich. Würde man doch auf so manchem 4.000-er der Alpen mehr vermuten. Oder ist mit Ort hier eben die bewohnte Ortschaft gemeint? Aber die Zugspitze mit fast 3.000 m kann auch nur mit 7,90 m aufwarten. Die Gipfel ragen oft über die niederschlagführenden Wolken hinaus bzw. der Schnee wird dort auch vom Wind verweht. Dazu spielt bei Warth-Schröcken wahrscheinlich die Lage am "Alpenrand" zum Bodensee hin eine Rolle. Die feuchte Luft kommt vom Atlantik angeströmt, wird hier zum Aufsteigen gezwungen und regnet bzw. schneit ab. Das schneereichste und -sicherste Gebiet im Allgäu liegt ebenfalls nicht weit davon an der Grenze zu Vorarlberg: Balderschwang, Riedbergerhorn etc.
Klaus-Dieter Willers
7.419
Klaus-Dieter Willers aus Hungen schrieb am 14.02.2019 um 10:28 Uhr
Das ist schon geografisch und meteorologisch treffend erklärt. Die Nordstaulage bewirkt, dass in dieser Region so viel Schnee fällt. Die Zahlen sind an der Schnee- un Messstation am Körbersee ermittelt. Diese liegt auf dem Ortsgebiet Warth-Schröcken. Jeden Morgen ermittelt Fritz Schlierenzauer auf einem abgesteckten Schneefeld die Schneehöhe und den Neuschnee. Gemeinsam mit weiteren Wetterdaten tragen diese zum täglichen Lawinenlagebericht bei.
Friedel Steinmueller
3.449
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 14.02.2019 um 10:31 Uhr
Das ist wirklich sehr interessant!
Darauf muss man erst einmal kommen.
Sensationell ist auch die Tatsache, das sogar ausgerechnet einer der wärmsten Winter der letzten 200 Jahre den absoluten Schneerekord zustande brachte. Dieser Sachverhalt ist aber leicht erklärt.
Im Extremen Wärmewinter, wo entlang des Oberrheins im Dezember 1989 und Februar reihenweise die 20-er Gradmarke - plus! - überschritten wurde, war im Alpenraum und in Süddeutschland extrem nass. Es gab viele schwere Unwetter mit Starkregen. Und diese gewaltigen Niederschläge fielen oberhalb von ca. 1500 Meter trotz Winterwärme als Schnee.
Möglicherweise hat hier der katastrophale Unwettertag vom 15. Februar 1990 mit beigetragen. Alleine an diesem Tag fielen verbreitet 100 bis 150 mm Niederschlag.
Und danach kamen ja die Stürme Viviane und Wiebke mit weiteren extremen Niederschlägen.
Friedel Steinmueller
3.449
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 14.02.2019 um 10:46 Uhr
Dieser Winter zeigt es uns ähnlich, der bisher viel zu mild war in Lagen unterhalb von ca. 500 Meter.
In den Mittel - und Hochgebirgsregionen, vor allem in Teilen Süddeutschlands und dem Alpenraum fielen hohe Niederschläge meist als Schnee.

Es gibt einige Beispiele der Vergangenheit mit extrem milden Wintern und sehr schneereichen gleichzeitig im Alpenraum:
1974/75, 1987/88, 1989/90 - der genannte - 1993/94, 1994/95, 2001/02.
Christian Momberger
11.127
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.02.2019 um 23:02 Uhr
Sehr interessanter Beitrag. Danke! Mal wieder was gelernt, als studierter Geograph. ;-)

Auch ein absolutes Schneeloch ist Obertauern. Ich war von 1991 bis 2001 insgesamt 10 mal über Ostern dort und es hatte bis auf 1991 immer 3-5 m Schnee laut den Schneehöheninfos die man damals so hatte. Und selbst als Ostern nur eine Woche vor dem 1. Mai war, war es ja schon sehr warm mit 10 Grad plus oder so, aber es lag immer noch sehr viel Schnee.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Klaus-Dieter Willers

von:  Klaus-Dieter Willers

offline
Interessensgebiet: Hungen
Klaus-Dieter Willers
7.419
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Vorne Eis, hinten Wasser
Sonne und See
Herrliches Sonnenwetter ist seit einigen Tagen, und so präsentiert...
Viel, viel Schnee
Winterrätsel
Heute ein Rätsel ohne vorgegebenen Lösungsmöglichkeiten : Wo fällt...

Weitere Beiträge aus der Region

Vorne Eis, hinten Wasser
Sonne und See
Herrliches Sonnenwetter ist seit einigen Tagen, und so präsentiert...
Die Nacht des Figaro im Stadttheater Gießen
Ein angeschrägtes hölzernes Rund ist der Schauplatz mit sparsamen...
Suche Rollstuhl Begleitung-Biete freien Eintritt
Die Veranstaltungen die ich bislang besucht habe und mit Lesern der...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.