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Ein Afrikaner auf Reisen

Baumfalke,                                 Franz Wierer
Baumfalke, Franz Wierer
Hungen | Jetzt ziehen sie wieder, die Zugvögel, zu Millionen aus den nördlichen Brutgebieten südwärts in den Mittelmeerraum und bis nach Südafrika.
Zu einer Abend-Exkursion hatte die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), Arbeitskreis Gießen, eingeladen. Treffpunkt war, wie immer, der Parkplatz an der Kläranlage in Hungen-Utphe. Exkursionsleiter Horst Scherer, exzellenter Kenner der Horloffaue, konnte zwanzig Naturinteressierte begrüßen. Gleich zu Beginn präsentierte sich zur Überraschung der Gruppe ein Baumfalke mit seinen typischen rostroten Hosen und dem schwarzen Backenstreif. Lt. Scherer ist er ein Zugvogel, der uns jetzt im September/Oktober verlässt und erst ab Mitte April wieder bei uns erscheint. Er ist mehr Afrikaner als Europäer, denn er verbringt zwei Drittel des Jahres in Afrika. Die meisten Störche haben die Horloffaue auch schon verlassen, nur ein Storch konnte noch beobachtet werden. Sie fliegen in Gruppen miteinander in ihr Winterquartier und die Jungen sind schon vor ihren Eltern gen Süden abgezogen. Da kann man nur hoffen, so Horst Scherer, dass sie nicht in schlechtes Wetter kommen und dass sie ganz alleine den Weg nach Afrika finden!
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Der Star, Vogel des Jahres, brachte mit seinem Schwarmverhalten am Himmel die Teilnehmer zum Schwärmen. Die Schafstelzen suchten unter den Füßen der Rinder nach Futter und ein Trupp von fünfzig Kiebitzen ließ sich auf einem naheliegenden Acker nieder. Ein einsamer Mauersegler überflog die Gruppe und wollte sich damit von den vielen engagierten Naturschützern verabschieden. Denn die meisten seiner Art sind schon seit einigen Wochen on Tour. Auf den Auwiesen konnten unter den vielen Graugänsen zwei mit gelben Halsmanschetten markierte Vögel entdeckt werden. Mit dieser Maßnahme, so Scherer, will man mehr über das Ausbreitungs- und Wanderverhalten der Tiere erfahren. Auf dem Knappensee waren einige Hauben- und Zwergtaucher und natürlich viele Entenarten zu sehen. Der Haubentaucher ist der größte und bekannteste Lappentaucher mit schlankem Körper und langem, dünnen Hals. Auch eine Großmöwe, die Mittelmeermöwe, flog knapp über das Wasser. Lt. Horst Scherer sind vor allem die Bewohner von Feuchtgebieten auf nachhaltig geschützte Rastgebiete, wie die „Mittlere Horloffaue“, angewiesen, weil sie wenig Ausweichmöglichkeiten haben. Damit die ziehenden Arten in der sich rasch veränderten Welt überleben können, sind Anstrengen von lokal bis international notwendig.

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von:  Heinz Weiss

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Heinz Weiss
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