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Schach: SSG Hungen/Lich steigt in die Landesliga auf

von Gerd Euleram 13.05.20181022 mal gelesenkein Kommentar
Hungen | Nun ist es passiert. Die unvorsichtige Aussage von Vereinspräsident Klaus Jakob, er wolle noch mindestens einmal im Leben Landesliga spielen ist Realität geworden. Das brennende Piratenschiff steigt nach einer durchwachsenen Saison einigermaßen überraschend auf. Andererseits, so überraschend ist es nicht. In der Bezirksoberliga nach Niederlagen gegen Braunfels in der 3.Runde und Herborn in der 5.Runde längst abgeschlagen, punktete sich die kampfstarke Truppe mit Glück und Verstand und manchmal auch ohne durch die letzten Runden, während die eigentlich fast als Aufsteiger feststehenden SK Herborn mit Niederlagen gegen Biebertal und Braunfels in der 7. und 8.Runde hart auf den Boden der Realität zurückgeholt wurden. Dafür setzte die SSG Hungen/Lich, die in der Schlußrunde spielfrei war, im letzten Mannschaftskampf in der 8. Runde mit einem knallhartem 8:0 am Brett in Battenberg ein Zeichen. Mannschaftsführer Björn Stiller, im Vorjahr einer der Topscorer, dieses Jahr mit durchwachsener Leistung, wechselte sich selbst für diesen Mannschaftskampf gegen Zockerkönig Michael Brockmann aus, der von Stiller bis an die Zähne
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mit Eröffnungstheorie bewaffnet auch das letztlich entscheidende 8:0 holte. Die SSG stand auf 1, und konnte nur darauf hoffen, daß die anderen Aufstiegskandidaten nicht hoch genug gewinnen, Herborn gelang kein 8:0 gegen Butzbach (5,5), Braunfels kein 7.5:0,5 gegen Echzell (5,5) und Biebertal kein 5,5:2,5 gegen Marburg IV(5) zum Stichkampf. Letztlich reichte ein halber! Brettpunkt zum Aufstieg. Hervorragend die Leistungen von "Anand" Marco Hofmann, "Karpow"Christoph Soppa, Zockerkönig Michael Brockmann, Dr. der Physik Manuel Hölß, Computerfreak Michael Ranft, "Soldier of Fortune" René Gabel, solide wie ein Panzer Joachim Lehwalder an den Spitzenrettern, aber auch Mannschaftsführer Björn Stiller, der letzte Saison eine beeindruckende Punktausbeute geholt hatte, und bei dem es diese Saison schlecht lief, hatte durch die Errichtung von Trainingssessions einiges zur Verstärkung der Spielstärke beigetragen. Dazu punktete Silas Hölß erstmals in der ersten Mannschaft und auch Ralf Seibert checkte wieder beim Kultclub ein. Punkte durch die Galionsfigur waren einkalkuliert.
Die zweite Mannschaft konnte nach verzichtetem Aufstieg letzte Saison die Klasse halten, im Anschluß an das letzte Spiel wurde eine gediegene Meisterschaftsfeier im Deutschen Haus in Hungen veranstaltet. Nächste Saison wird interessant, wie wird das brennende Piratenschiff diesmal den Abstiegskampf gestalten? Für Tabellenführer ist Hungen traditionell Hartplatz.
Gründe für die Spielstärkesteigerung sind sicher einerseits die Trainingssessions, aber auch die verstärkte Teilnahme an Turnieren. So spielten Hungener Spieler wieder verstärkt auf offenen und offiziellen Turnieren der Region und in Deutschland mit.

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