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Gesamtschule Hungen im Sepulkralmuseum in Kassel

Hungen | Eine Urne mit dem Vereinsemblem des HSV? Nein, sie ist nicht den aktuellen Abstiegssorgen der Hamburger geschuldet, sondern bis in den Tod ergebene Fans können darin ihre Asche beisetzen lassen. Und woher kommt der Ausspruch, „das letzte Hemd hergeben“?
Diese und andere mit Sterben und Tod behaftete Fragen konnten sich die Hungener Zwölftklässler der beiden Religionskurse von Renata Soczynska und Hartmut Roeschen im Sepulkralmuseum in Kassel beantworten lassen.
Hier werden nicht nur historische Grabsteine und Särge aus Europa, sondern auch Bestattungsriten aus nichtchristlichen Religionen gezeigt: Hindus verbrennen ihre Toten, die Parsen hingegen - ebenfalls in Indien - legen ihre Verstorbenen auf hohe Türme, wo sie von Geiern verzehrt werden (Luftbestattung). Und im Judentum darf die Totenruhe niemals gestört werden.
In Europa wurde der Tod oft als Sensenmann bildnerisch dargestellt. Wie ein Schnitter keinen Unterschied zwischen Gräsern, Blumen und anderen Pflanzen macht, so raffte der Tod beim Ausbruch von Seuchen unterschiedslos Arme wie Reiche dahin. Und wenn man früher gezwungen war, seinen kompletten Besitz verkaufen, sein Totenhemd behielt man bis zuletzt. Wenn es aber ganz besonders schlimm gekommen war, dann musste man sogar dieses, „das letzte Hemd“, hergeben.

 
 

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von:  Hartmut Roeschen

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Interessensgebiet: Laubach
Hartmut Roeschen
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