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Information über die Fliegerschicksale im heimischen Raum.

Zeitzeugen erzählen von ihren Erlebnissen.
Zeitzeugen erzählen von ihren Erlebnissen.
Hüttenberg | Seit drei Jahrzehnten kümmern sich die Mitglieder der „Initiative Fliegerschicksale Hessen e.V.“ um Flugzeugabstürze des Zweiten Weltkriegs. Bisher haben die Hobbyhistoriker in dieser Zeit 260 Absturzstellen und acht vermisste Piloten lokalisiert. Ziel sei es, weiterhin vermisste Flieger zu finden. „Dabei gab es viele Zufallsfunde“, erklärte der Mirko Mank am Donnerstag bei seinem Vortrag in Hüttenberg. Zudem gehe es darum, Zeitzeugen zu befragen und verbanntes Wissen zu erforschen. In der Dokumentation arbeiteten die Hobbyhistoriker mit vielen Organisationen wie dem Kampfmittelräum-dienst zusammen. Durch die menschlichen Überreste bekomme das Anonyme eine persönliche Note, ergänzte er. „Uns geht es darum, welche Schicksale stehen hinter den Namen. So entstehen und bewahren wir regionale Heimatgeschichte – auch für die jungen Leute.“ Das Buchprojekt „Vergilbte Akten – Verglühtes Metall“ solle als Mahnung vor einem weiteren sinnlosen Krieg dienen, den Mensch zum Nachdenken anregen und den gefallen Fliegern ein Gedenken bewahren. Auf 250 Quadratmeter Ausstellungsflächen gebe es im Flugzeugwrack-museum im
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Ebsdorfergrund eine große Auswahl von Gegenständen aus alliierten und deutschen Flugzeugwracks. Anschließend erläuterte Mank konkrete Fliegerschicksale, wie etwa dass des australischen Fliegers Henderson. Sein Flugzeugwrack war auf dem Schiffenberg, als Folge des Luftangriffs auf Gießen am 6. und 7. Dezember 1944, gefunden worden. Ebenfalls in der gleichen Nacht schlug bei Niederweimar in der Höhe des Kieswerkes eine Bf 110 von der 12. Staffel des Nachtjagdgeschwaders 6 auf. „In der Rückschau sieht man, wie ohnmächtig die deutsche Luftwaffe in diesen Jahren schon war.“ Im Zuge von Straßenbauarbeiten 2007 wurden die Wrackteile geborgen. Die Großbergungen würden oft mit großen Gerätschaften durchgeführt. Die tiefste jemals geborgene Absturzstelle lag bei 8 Metern. Die Absturzstellen wurden zwar immer sehr schnell abgesperrt, aber die damalige Jugend habe sich auch viele Andenken mitgenommen und aufbewahrt, die bei der Aufklärung helfe. Danach traten Mank und sein Kollege Andreas Dort in den Dialog mit den Anwesenden, die sehr lebhaft und interessiert davon erzählten, wie sie als Kinder und Jugendliche die Flugzeugabstürze in der heimischen Region erlebt haben. Dabei tauschten sie sich aus über drei Fliegerschicksale in der Nähe von
Mirko Mank vom Flugzeugwrackmuseum.
Mirko Mank vom Flugzeugwrackmuseum.
Hüttenberg. Am 12. Mai 1944 sei in der Nähe von Hochelheim ein Flugzeug abgestürzt, am 11. September zwischen Rechtenbach und Klein-Rechtenbach und am 20. Oktober 1944 in Hörnsheim. Das am Donnerstag erworbene Wissen wollen Mank und Dort nun mit den Zeitzeugen noch in Einzelinterviews vertiefen. Klaus Viehmann und das Team von der Seniorenwerkstatt hatten die Veranstaltung unter Mithilfe der Seniorenbeauftragten der Gemeinde Hüttenberg Andrea Misterek vorbereitet. Hüttenbergs Ehrenbürgermeister Dr. Manfred Schmidt hatte die 40 Zuhörer begrüßt. Er berichtete, dass es um Vorfälle in einer Zeit gehe, in der der Krieg längst verloren war und viele unnötige Opfer forderte. Auch nach dem offiziellen Ende hatten die Hüttenberger die Möglichkeit gemeinsam mit dem Referenten und den anderen Zeitzeugen ihr Wissen noch auszutauschen.

Zeitzeugen erzählen von ihren Erlebnissen.
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Mirko Mank vom Flugzeugwrackmuseum.
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von:  Klaus Viehmann

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Klaus Viehmann
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