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Norwegen von der schönsten Seite, 4012 Kilometer Natur die man nie vergisst

Hüttenberg | Liebe Leserinnen und Leser der Gießener Zeitung, schon vor vielen Jahren hatte ich den Wunsch einmal das Nordlicht, Polarlicht (Aurora Borealis) zu sehen. Dieses besondere Licht kann man nur von Ende September bis Ende März, wenn es über dem Polarkreis früh dunkel und morgens spät hell wird, zu sehen. Auch muss der Kameraplatz, wenn man dieses Phänomen vor die Linse bekommen will, möglichst dunkel sein, die Kameraeinstellung muss stimmen und ein Stativ muss auch sein. Dann muss das Wetter, in Norwegen nicht immer wolkenlos, so wie der Naturfotograf es wünscht, mit spielen. Unser örtliches Reisebüro (Reiseagentur Rafalzig Hüttenberg) bot im August 2017 genau diese Reise an, wie ich sie mir wünschte. Sofort nahm ich Kontakt auf und machte einen Termin zur Buchung. Ich fühlte mich sofort aufgehoben und sicher, eine geführte Reise, bei der man sich um nichts zu kümmern musste, dass machte alles die Gesellschafterin der Agentur die auch selbst mitfuhr. Die Reise war gebucht und ich hatte noch 14 Monate Zeit um mich richtig dafür vor zu bereiten. Was brauche ich noch für Kleidung, wie muss die Kamera bei Nordlicht
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eingestellt werden und wie sieht es auf dem Schiff aus, das kann man alles aus dem Internet erfahren. Der große Tag, der 9. Oktober war da, los ging es mit dem Bus, der 19 Mitfahrer in Wetzlar und Gießen abholte und zum Flughafen Frankfurt brachte, von dort mit Zwischenlandung in Amsterdam, landeten wir in Bergen und vom Flughafen Bergen brachte uns ein Bus zu unserem Schiff, MS Finnmarken von Hurtigruten. Es ist ein neueres der Flotte, Baujahr 2002 mit 617 Betten und knapp 1000 Personen mit Besatzung, auch das einzige mit Schwimmbad und Whirlpool. Um 20:00Uhr legte das Schiff ab und es ging auf große Tour. Schon der erste Morgen, ein Rundgang auf dem Oberdeck, es ist unbeschreiblich diese Natur zu erklären, für jemand der mit offenen Augen alles wahr nimmt, da gibt es alle paar Minuten ein neues Bild welches auch noch von der Sonne durch Schattenspiele begünstigt wurde. An diesem Tag legte das Schiff an 7 Häfen an, in Alesund und Urke gingen wir von Bord und erkundeten diese Orte. Der dritte Tag, Kristiansund, Trondheim und Rörvik. Am vierten Tag überquerten wir den Polarkreis, Neptun vollführte die Polarkreistaufe mit einer Kelle Eiswürfel. Die zweite Nacht 23:30Uhr bescherte uns Polarlicht, wer es wollte bekam von der Brücke
die Info, dass Polarlicht zu sehen ist. Um 4:00Uhr morgens die zweite Info, aufstehen, anziehen, die Kamera und alles was noch benötigt wurde lag schon fertig gepackt auf dem Sofa und es ging vom warmen Bett in die stürmische Nacht. Am fünften Tag waren es wieder 7 Häfen die angelaufen wurden, in Tromsö gingen viele von Bord, es ist die größte Stadt Nordnorwegens, mit vielen Sehenswürdigkeiten. Ich konnte an der Stadtführung wegen einer Erkältung nicht teilnehmen. In der Folgenacht, es war 23:30Uhr schaute durch mein Kabinenfenster, Polarlicht mit bloßem Auge zu sehen. Schnell die Kamera zur Hand, durch das Fensterglas der Kabine habe ich die schönsten Fotos vom Nordlicht gemacht und das im Schlafanzug. Um 23:45Uhr war dann schon wieder alles vorbei, so kurz, dass die Brücke es nicht meldete. Der nächste morgen 5:15Uhr Hammerfest, aufstehen, ich möchte doch nichts verpassen, eine schöne Stadt mit vielen Lichtern animierte mich zu einigen Fotos. Um 11:15Uhr sind wir in Honnigsvag, von wo wir mit Bus zum Nordkap fahren. Wie sollte es anders sein, das Wetter war wieder auf unserer Seite. Einige Mitfahrer waren schon dreimal da, hatten aber die Nordkap Kugel noch nicht gesehen. Einen wunderschönen Tag am Nordkap mit toller Aussicht.
Der siebte und letzte Tag nordgehend bricht an, Varde, Vadse und Kirkenes an der russischen Grenze, welches auch der Wendepunkt unserer Reise ist. In Kirkenes wurde das Wetter schlechter, einige Ausflügler brachen ihre Wanderung ab und kamen zurück an Bord. Der achte Tag mit 8 Häfen unter anderem Hammerfest und zur Mitternacht Tromsö. Hammerfest mit Ausflug und Stadtbesichtigung, Tromsö mit Eismeerkathedrale zur Mitternacht. Der neunte Tag 8:10Uhr am Kai von Harstad, eine Busfahrt durch die Inselwelt der Vesteralen, nördliche Lofoten, bis nach Sortland wo die Ausflügler wieder an Bord gehen. Weitere 9 Häfen liegen noch vor uns, Brönöysund und Rörvik konnten nicht angelaufen werden, weil zu viel Sturm, das nicht ermöglichte. Die zwei letzten Nächte waren nicht ohne, Windstärke 10 und in der letzten Nacht Wellen und Gischt bis an Deck 7. Am Morgen danach waren einige Gesichter sehr blass. Elfter Tag Trondheim, hier müssen wir das Schiff verlassen, nach einer sehr informativen Stadtrundfahrt mit einem grandiosen Ausblick von der Festung Kristiansten Fortress über Trondheim und einem Gruppenbild, geht eine Reise, die ich nie vergessen werde zu Ende. Bei meinen Recherchen, vor der Reise, haben viele, die diese Reise auch gemacht haben, einvernehmlich gesagt, zuerst mit eigenen Augen alles aufnehmen und dann erst zur Kamera zu greifen. Das kann ich jetzt auch bestätigen, einfach nur unbeschreiblich schön. Ich persönlich möchte mich noch bei Frau Kirsten Meckbach herzlich bedanken die eine super Reiseleitung gemacht hat, sie war für jeden und für alle ansprechbar.

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
13.230
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 04.12.2018 um 11:21 Uhr
Einen tollen Reisebericht hast du da verfasst. Das glaube ich dir, dass das unbeschreiblich schön war, eine Bekannte von mir hat eine ähnliche Reise, aber mit Wohnmobil gemacht.
Otmar Busse
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Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 04.12.2018 um 12:22 Uhr
Beeindruckende Bilder und eine Reisebeschreibung die einen die Eindrücke in ihrer Einmaligkeit erahnen lässt.
Das bleibt dir für immer in Erinnerung - Klaus.
Bernd Zeun
10.894
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 04.12.2018 um 12:48 Uhr
Muss ich auch sagen, das wird aus dem Bericht deutlich, wie beeindruckend die Reise war. Prima Landschaftsaufnahmen. Das Polarlicht würde ich auch gern noch mal sehen.
Ingrid Wittich
20.520
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 04.12.2018 um 16:25 Uhr
Wir haben Norwegen immer im Sommer erlebt. Aber im Herbst, das hat was. Tolle Reise, tolle Eindrücke. Danke fürs Mitnehmen.
Klaus Viehmann
1.204
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 04.12.2018 um 16:50 Uhr
Danke für die Kommentare, es war wirklich so, man kann es nicht beschreiben. Die Motive änderten sich alle paar Minuten, es ist wie ihr schreibt, ein Erlebnis welches ich nicht vergessen kann. Ich habe mit vielen Personen auf dem Schiff gesprochen, die schon drei bis vier mal mit den Postschiffen unterwegs waren, alle sagten so eine Reise muss man zu allen Jahreszeiten einmal machen, @ Frau Wittich im Sommer hat man die Mitternachtssonne, das hat was, zur Jahreswende bei Eis und Schnee ist bestimmt auch schön. Mir war das Phänomen Polarlicht wichtig, deswegen musste ich erst einmal im Herbst fahren.
Edeltraud Kuhl
919
Edeltraud Kuhl aus Hüttenberg schrieb am 04.12.2018 um 18:45 Uhr
Der Bericht ist ja echt beeindruckend! Da möchte man sofort losfahren! Vielen Dank!
Irmtraut Gottschald
6.859
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 05.12.2018 um 08:29 Uhr
Da hast du ja eine tolle Reise gemacht. Diese Landschaft hat schon was. Polarlichter habe ich auch noch nicht in Realität gesehen. Mein nördlichster Punkt war der Polarkreis in Schweden im Sommer mit Mitternachtssonne.
Elke Jandrasits
935
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 08.12.2018 um 11:18 Uhr
Sehr interessanter und informativer Bericht, als wär' man fast dabei! Vielen Dank!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Klaus Viehmann

von:  Klaus Viehmann

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Klaus Viehmann
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