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Der "fiedele Owwerhesse" begeisterte den "Treff ab 60"

Die Stimmung war heiter und „fidel“, bei Publikum, Organisatoren und Künstler.  V.L. Hans Mühl, Christel Zörb und Jochen Rudolph
Die Stimmung war heiter und „fidel“, bei Publikum, Organisatoren und Künstler. V.L. Hans Mühl, Christel Zörb und Jochen Rudolph
Hüttenberg | Wenn sich die Mitglieder des Seniorenkreises „Treff ab 60“ zu ihrem monatlichen Treff in einem ihrer sechs Hüttenberger Ortsteile zusammenfinden, gibt es immer viel zu erzählen, zuhören und Neues zu erleben. Dass bei der Zusammenkunft im April, 70 Senioren im Dorfgemeinschaftshaus von Volpertshausen anwesend waren, erfreute das Orgateam um Christel Zörb (1. Vorsitzende) und Hans Mühl (Schriftführer) und den „special guest“ Jochen Rudolph alias „der fidele Owwerhesse“ im Besonderen. Finden doch seine Konzerte und Lesungen in der Regel auf kleineren Bühnen, vor überschaubarem Publikumskreis statt. Nach kurzer Begrüßung durch die Vorsitzende Christel Zörb, stärkten sich die angereisten Senioren erst einmal am großen Kuchen- und Kaffeebuffet, welches die noch Aktiven vom „Treff ab 60“ vielfältig und lecker angerichtet hatten.

Dass bei diesem Treff nur zwei Lieder aus ihrem 42 Titel umfassenden Lieder Heft gesungen wurden, war dem „fidelen Owwerhesse“ geschuldet, den Schriftführer Hans Mühl kurzfristig verpflichtet hatte, weil eine geplante Tanzgruppe absagen musste. Mit dem gemeinsam gesungenen Auftaktlied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, begleitete Jochen Rudolph mit seiner Gitarre, die sich in Stimmung schwingenden Senioren. Damit leitete er dann von seiner „Vogelsberger Moddersproch“ in den Hüttenberger „Dialektsound“ über.

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Mier verstieh noch Platt!
Dass die anwesenden Hüttenberger noch „Platt verstieh“, merkte man gleich beim deren mucksmäuschenstillem zuhören und ihren oft losbrechenden Lachsalven. Bereits hier war klar, heute ist der richtige Mann am richtigen Ort. Dass Rudolph auch ein „alter Fuchs“ ist, bewies er gleich zu Beginn, indem er den „Hüttenbergern“ aus Hochelheim, Hörnsheim, Groß-Rechtenbach, Kein-Rechtenbach, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen, ihre lokalen „Vokalunterschiede“ heiter ins Gedächtnis rief. Hierzu verlas er "Das Landexamen", ein Zwiegespräch, in dem ein Bewerber aus Frankfurt 1907 beweisen musste, ob er überhaupt nach Volkartshain in den Vogelsberg ziehen kann. Darin fragte der alte Schulrat von Volkartshain den Bewerber auf seine erlernten Sprachkenntnisse ab und stellte fest; "Der hot aach die Ärwet net e´fonne" (der hat auch die Arbeit nicht erfunden). Wer bereits hierbei die Augen schloss und dem Vokalsound und den Inhalten lauschte, glaubte sich in die Jahrhundertwende in den alten Schulsaal von Volkartshain versetzt, in dem der alte Schulrat mit dem Bewerber aus Frankfurter "zackerte".
Jochen Rudolph mit seiner Gitarre und Text im Einklang
Jochen Rudolph mit seiner Gitarre und Text im Einklang
Ob dabei die "Geschichten" oder "Storys" erzählt, gelesen oder gar mit Gitarrenspiel bekleidet von Rudolph gesungen wurden, war unerheblich. Er verstand es gekonnt mit den unterschiedlichsten Themen die Senioren zu begeistern. Ob von einer verschluckten „Nohle“ (Nadel), dem „Dappes“ und seinem Hühnerstall oder vom „Maiausflug in Ulrichstein“, er machte seinem Namen alle Ehre. Im begeisterten Publikum liefen manch Einem bei den Lachsalven die Tränen über die Wangen. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Auf du frohe Wandersmann“ klang der vierte Hüttenberger Seniorentreff in 2017 aus. Dabei war es dem „fidelen Owwerhessen“ gelungen, den „Treff ab 60“ in „fidele Hüttenberger“ zu verwandeln.

Am 18. Mai findet der nächste „Treff ab 60“ im Bürgerhaus Rechtenbach statt. Zum Kaffee werden dann Waffeln gebacken und das Programm wird mit Beiträgen aus den eigenen Reihen gestaltet.

Die Stimmung war heiter und „fidel“, bei Publikum, Organisatoren und Künstler.  V.L. Hans Mühl, Christel Zörb und Jochen Rudolph
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Jochen Rudolph mit seiner Gitarre und Text im Einklang
Jochen Rudolph mit... 
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