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Nicht den Helden spielen bedeutet nicht gleich weg sehen !

Heuchelheim | Zur Zeit wird viel ueber Zerstoehrung , Beschaedigung von Eigentum gesprochen. Schnell wird darueber berichtet . Warum wird nicht ueber Beschaedigung der Menschlichen Seele durch Gewalt gesprochen ? Warum schauen wir weg wenn jemanden Gewalt angetan wird? Ist die Angst selbst zum Opfer zu werden so gross ,das man lieber sich selbst in Sicherheit bringt und weg schaut ? In der Vergangenheit kam es oft dazu das die Helden zum Opfer wurden. Einige haben ihre Hilfe mit ihrem Leben bezahlt. Eines koennen wir aber tun ohne uns in Gefahr zu bringen ! Fast jeder besitzt ein Handy. Wenn man keinen finden kann, der mit einem gemeinsam gegen den Gewalttaeter vorgehen kann, hat man immer noch die Moeglichkeit den,, Freund und Helfer ,,unsere Polizei zu informieren. Niemals sollte man alleine versuchen den Helden zu spielen. Das kann wirklich boese enden. Meist sind es nicht die Ueberfaelle auf der Strasse die Menschen in Not bringen. Oft ist es Haeusliche Gewalt bei der niemand einschreitet. Unsere Pflicht ist es aber zu helfen wenn wir Schreie aus der Nachbarwohnung hoeren. Wir sollten nicht versuchen alleine in
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die Wohnung des Nachbarn zu gehen aber den Anruf bei der Polizei sollte jeder schaffen ! Die Polizisten kuemmern sich um den Verletzten und koennen der betroffenen Person helfen ein neues Leben an zu fangen. Auch wenn wir nicht verstehen warum eine gepruegelte Person immer wieder zurueck zum Pruegelnden geht duerfen wir nicht beginnen weg zu sehen. Es ist nicht Normal das in einer Beziehung gepruegelt wird ! Das kommt eben Nicht in jeder Beziehung mal vor, was sich die Opfer oft einreden. Genauso der Spruch ,, Ich habe ihn oder sie eben gereitzt. Da ist eben die Hand ausgerutscht !,, Der Besuch der Polizei kann manchem Betroffenen helfen den Schritt aus der Pruegelbeziehung zu finden. Auch dem Pruegelnde wird Hilfe angeboten. Mit einem kleinen Anruf kann man sehr viel erreichen ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Fassen sie ihren Mut zusammen um Nicht wie die 3 Affen ,, Nichts sehen, nichts hoeren, nichts reden,, zu handeln. Riskieren sie nicht ihre eigene Gesundheit oder Leben, suchen sie sich Mitstreiter um Einzugreifen. Das kann auch ihr Handy sein ! Wer nicht Hilft ist selbst ein Taeter . Finden sie ihren Weg gegen Gewalt und schauen sie nicht weg. Manchmal bekommt man sogar ein,, Danke ! ,, zurueck. Ich versichere ihnen dieses Danke wirkt wie ..... es tut gut !

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.02.2014 um 08:27 Uhr
Ich denke, dass die meisten Zeugen von Gewalt auf der Straße irgendwie und beherzt einer Meldung nachgehen, eingreifen würde ich nie.
Die Sache mit der häuslichen Gewalt ist eine Andere. Leider leugnen ja die Opfer oft ( natürlich wiederum aus Angst ), wie will und soll man da vorgehen.
Eben : " Treppe herunter gefallen" oder so.
In wie weit die Polizei einer Betroffenen, die sich doch Helfenden öffnet, beitragen kann, das Leben der Leidtragenden zu ändern, kann ich nicht nachvollziehen.
H. Peter Herold
27.990
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.02.2014 um 08:29 Uhr
Ich habe die Polizei - Nr. von Gießen im Handy eingespeichert. Muss ja nicht unbedingt immer 110 sei.
Habe mich mal quasi eingemischt und hatte Glück. Der Schnitt etwas tiefer und ich wäre verblutet.
Nicole Freeman
10.072
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.02.2014 um 08:48 Uhr
die polizei ermittelt und trennt fuer einen gewissen zeitraum. in dieser zeit kann eine unterbringung in einem frauen/ maennerhaus erfolgen. die polizei spricht wunderbar mit den betroffenen , das habe ich gesehen. teilweise kommen auch immer wieder die selben beamten und irgendwann vertraut sich das opfer dem beamten an. @ Peter gute idee mit der nummer der Polizeistation einspeichern ! Selbst und dann auch noch alleine einmischen ,, den Helden spielen,, kann wirklich boese enden. du hattest glueck im unglueck.
H. Peter Herold
27.990
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.02.2014 um 09:00 Uhr
Damals war es ein Angriff, den musste ich abwehren
Nicole Freeman
10.072
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.02.2014 um 09:07 Uhr
In sachen Haeusliche Gewalt. Wer bei hilferufe weg hoert begeht unterlassene Hilfeleistung ! Natuerlich ist es frustrierend wenn dann gesagt wird ,, war doch gar nicht so, ich bin die treppe runtergefallen.,, Die polizei kann an hand der verletzungen jedoch gut beurteilen ob das moeglich gewesen sein kann. sie versuchen den betroffenen die angst zu nehmen. wenn in der nachbarwohnung etwas sehr schlimmes passiert ist wird man als nachbar sowieso befragt. Waren sie nicht zuhause oder wie sie haben das nicht gehoert !
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.02.2014 um 09:17 Uhr
Entschuldigung Nicole, aber das scheint mir alles unrealistisch.
Die Polizei hat doch gar nicht die Kapazitäten, sich so ausführlich mit Eventualitäten / Leugnen der Betroffenen zu beschäftigen. Oder etwa doch ?

Ganz wichtig finde ich allerdings, wenn jemand regelmäßig weinende Kinder bis Kinderschreie, hört, das muss gemeldet werden !!!!!!
Selbst da hat die Polizei und auch das Jugendamt keine leichte Aufgabe der Beweis- und Handlungsfähigkeit - hört man leider immer wieder.
Nicole Freeman
10.072
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.02.2014 um 09:29 Uhr
doch das hat sie ! bisher ist sie immer gekommen und jetzt hat eine nachbarin den mut gehabt ihren pruegelnden partner anzuzeigen und ein neues leben zu beginnen. sie hat mir berichtet das die besuche der polizei ihr die augen geoeffnet haben. das die polizisten ihr geholfen haben . wie oft sind bei haeuslicher gewalt kinder zeugen ! es handelt sich um straftaten , koerperverletzung ! das letzte eingreifen hat laut meiner nachbarin wohl ihr leben gerettet, sie war ueber eine woche im krankenhaus. haette man die schreie ignoriert weil , normal aus der wohnung, wuerde sie heute nicht mehr unter uns sein. so hat sie NUR einen bleibenden schaden am rechten arm der sie immer wieder an diese zeit erinnern wird. Die Polizei kuemmert sich um mehr als wir denken !
Jutta Skroch
13.405
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 13.02.2014 um 09:50 Uhr
Vorneweg mal ein guter Spruch, den ich mal gelesen habe:

WIR SIND NICHT NUR VERANTWORTLICH FÜR DAS, WAS WIR TUN, SONDERN AUCH FÜR DAS, WAS WIR NICHT TUN.

Die häusliche Gewalt ist ein schwieriges Terrain, die Betroffenen befinden sich meist in einer Abhängigkeit, aus der sie nicht herausfinden. Die Polizei kann weitere Schritte veranlassen, dazu gehören dann ärztliche Untersuchungen, woher die Verletzungen wirklich kommen, Einschaltung von Psychologen, Hinweise auf Beratungsstellen, usw. Solange das Opfer den Täter deckt, aus Angst, erneut Verletzungen zu erleiden, ist es nicht so einfach. Erst wenn der Druck unerträglich wird, werden sich die Opfer anderen Personen anvertrauen.

Vor vielen, vielen Jahren unterhielt ich mich mal mit einer Frau, deren Mann an Alkoholismus gestorben war, sie hat viel erdulden müssen, anstatt froh zu sein, dem Martyrium entronnen zu sein, war sie traurig, nun wäre sie ganz allein. Das war anscheinend noch schlimmer für sie. Das ist für die meisten von uns sicher schwer nachvollziehbar.

Den Helden spielen sollte man sicher nicht, aber einen Notruf absetzen oder weitere Personen um Hilfe bitten, das kann jeder. Die meisten Helden handeln intuitiv, denen wird erst später klar, dass sie sich in Lebensgefahr begeben haben. Es steht ohne Zweifel fest, dass die Gewaltbereitschaft stark gestiegen ist und schon bei Kleinigkeiten zugeschlagen wird.
Martin Wagner
2.539
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.02.2014 um 12:10 Uhr
Schwieriges Thema!

Vor ein paar Jahren hat der Hessische Rundfunk ein Experiment dazu in einer S-Bahn in FFM gemacht. Nachgestellt wurden Pöbeleien / Anfangsstadium von Tätlichkeiten gegen Ausländer. Nur "Täter" und "Opfer" (und das nicht sichtbare Filmteam) waren eingeweiht.

Bestürzend, wie viele Mitbürger nicht eingegriffen haben. Aber auch - quasi als Gegenstück - wie schnell ein Bauarbeiter sein Messer raus geholt hat und laut sagte: Jetzt ist aber Ruhe hier! (nachdem der Arbeiter keine Hilfe von Mitreisenden erhalten hat) Nichts passiert, denn der Redakteuer war blitzschnell da und hat die Situation "aufgeklärt".

Das ist doch das Problem. So lange du nur alleine agierst (und kein Kampfsportler bist) gehst du ein sehr großes Risiko ein. Ich war - obwohl bald 60 Jahre alt - nie in meinem Leben in eine Schlägerei verwickelt. Ich habe ehrlich gesagt davor Angst. Aber wenn ich mir sicher sein könnte, dass - im Falle des Falles - andere Passanten mir sofort handgreiflich zur Hilfe eilen würden, so - mag etwas grossspurig klingen - dürfte ich meine Angst schon überwinden und einschreiten.

Und genau da "taucht das nächste Problem" auf (das wurde damals in der nachgestellten Situation in der S-Bahn auch deutlich): Wie erkenne ich als potentieller "Beisteher" eigentlich, dass andere Passanten eventuell auch eingreifen?

Also, ich gebe zwar persönliche Schwächen ungern zu, aber "mit Menschenkenntnissen habe ich es nicht so ...".

Die Empfehlung von Fachleuten in der damaligen Sendung war: Verbal bei Mitpassanten Unterstützung einfordern (das soll in der Regel genug Eindruck auf potentielle Gewalttäter machen) und sollte es zu Handgreiflichkeiten kommen nur so viel riskieren, wie frau / mann sich wirklich zutraut (d.h. im Umkehrschluss auch - eventuell garnichts). Die parrallel laufende Benachrichtigung von Sicherheitspersonal (privat oder öffentlich) ist dabei selbstverständlich.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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