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Nummer 7 auf dem Adventkalender

Heuchelheim | Die Nikolausgeschenke sind schon genascht oder Beiseite gelegt. Ich habe wieder eine Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen fuer euch.

Es war einmal ein kleines Eselchen

Es war einmal ein kleines Eselchen,das lebte auf einem Bauernhof mitten auf dem Lande zusammen mit einer Kuh, einem Schaf, einem Hahn und einem Schwein in einem gemuetlichen Stall.
Jedes Jahr um die gleiche Zeit, stellte Eselchen fest, dass die Bauernleute geschaeftig hin und her liefen. Der Hof wurde sauber gemacht, die Fenster festlich geschmueckt, der Bauer holte einen Tannenbaum aus dem Wald.
Für die Gans Frieda war es auch jedes Mal ein Stress. Sie wurde zuerst gejagt, dann auf einen Holzpfosten gesetzt. Dann kamen die Bauernkinder und heulten und dann brachte der Bauer Frieda wieder zurueck in ihren Stall. Das geschah jedes mal so, schon seit vielen, vielen Wintern. An einem ganz bestimmten Abend kamen dann viele Freunde, Verwandte und andere Gaeste und brachten lustig verpackte Paeckchen mit.
Als Eselchen feststellte, dass es wohl mal wieder soweit war und dieses geschaeftige Treiben auf dem Hof wieder einsetzte, sagte es zu seinen Freunden im Stall: "Ich wuerde auch so gerne einmal so viele Freunde haben und so viele Geschenke bekommen - und vor allem einen riesengrossen Sack Mohrrueben."

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Die Freunde, die Eselchen sehr mochten, weil es eigentlich die haerteste Arbeit am Hof verrichten musste - naemlich die schweren Karren mit dem Futter in den Stall zu fahren - berieten sich, als Eselchen einmal unterwegs war und beschlossen, ihm in diesem Jahr eine grosse Freude zu machen. Jeder ueberlegte, was er Eselchen schenken koennte und stob dann davon, um es zu besorgen.
Es war wieder einmal Abend, die Lichter im Bauernhaus wirkten vom Schnee auf dem Hof noch heller. Viele Gaeste kamen, und brachten, wie in jedem Jahr viele schoene Sachen mit. Seufzend stand Eselchen an der Stalltuere und sah dem lustigen und bunten Treiben zu.

Ein Traenchen kullerte ueber das struppige Fell und gefror gleich, als es in den Schnee fiel.

Ploetzlich hoerte es, wie im Stall heftig gescharrt und gewispert wurde und als es sich umdrehte, standen seine Freunde alle um einen großen Berg Geschenke herum und strahlten. "Die sind alle für Dich, Eselchen. Weil Du uns das ganze Jahr ueber immer unser Futter in den Stall bringst und so lieb zu uns bist."
Eselchen war ueberwaeltigt. "Alles für mich?" fragte es und fing schon an, die Geschenke auszupacken. Da gab es einen Kamm vom Schwein, einen Schlitten vom Schaf, eine Dose mit Linsen von der Kuh und einen Sack Morrueben vom Hahn. Sie hatten alles auf dem Hof gefunden und fuer Eselchen schoen verpackt in Saecken mit Schleifchen versehen.
Eselchen freute sich riesig und konnte gar nicht genug "Danke" sagen.
Danach sassen Sie alle beisammen und hoerten dem Gesang aus dem Bauernhaus zu.
Dabei dachte Eselchen so fuer sich: "Was soll ich mit einem Kamm, ein Eselchen kaemmt sich doch nicht. Und was soll ich mit einem Schlitten, ich kann doch gar nicht Schlitten fahren. Was mache ich mit der Dose Linsen, schmecken wuerde es mir vielleicht schon, doch wie soll ich die Dose aufbekommen. Und wenn ich so die ganzen Morrueben auf einmal esse, wird mir schlecht.
Etwas nachdenklich und auch ein bisschen traurig ging Eselchen schlafen.

Mitten in der Nacht kam die Gans Frieda in den Stall und legte sich neben Eselchen zum schlafen. "Du, Frieda, ich habe heute viele Geschenke bekommen, aber irgendwie so richtig froh und gluecklich bin ich trotzdem nicht. Was kann das bloss sein?"
Frieda, die sehr klug und erfahren war sagte daraufhin: "Eselchen, Du hast dich blenden lassen und dabei das allerwichtigste am Weihnachtsfest vergessen".

"Was denn?" fragte Eselchen. "Dass Du gute Freunde hast, die Dich lieben und die alles für Dich tun wuerden. Und Liebe, Liebe, Eselchen, das ist der Sinn des Weihnachtsfestes!" erwiderte Frieda.

Das Maerchen habe ich in einem Kinderbuch gefunden. Leider habe ich keinen Schimmer wer das tolle Maerchen geschrieben hat. Wenn ihr helfen koennt wuerde ich mich freuen.

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.448
Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.12.2013 um 10:27 Uhr
Du machst Dir viel Mühe Nicole. Danke
Brigitte Matuschek
709
Brigitte Matuschek aus Gießen schrieb am 07.12.2013 um 19:54 Uhr
Ist das schön!!! Danke für die täglichen " Türchen ".
Nicole Freeman
7.227
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.12.2013 um 20:36 Uhr
:-) Schoen das euch meine idee des Adventkalenders gefaellt.
Das Maerchen fand ich so schoen das ich es einfach nehmen musste. Leider hab ich immer noch keine Ahnung von wem das ist. Die Info haette ich euch gerne noch gegeben.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 08.12.2013 um 20:35 Uhr
Hier ist die Antwort:

http://www.weihnachtsstadt.de/Geschichten/besinnliches/Ein_kleines_Eselchen.htm

Das abgebildete Eselchen habe ich heute live auf dem Grünberger Weihnachtsmarkt erlebt. ;-)
Peter Herold
24.448
Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.12.2013 um 22:47 Uhr
Das ist sicher das, was in Schlitz beim Umzug mitmarschieren sollte
Nicole Freeman
7.227
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 09.12.2013 um 06:37 Uhr
Danke Jutta , ueber die Autorin kann ich leider nicht finden. scheint jemand zu sein der noch nicht viel veroeffendlicht hat. aber wenigstens ist da ein Name . Danke
Ja Peter das ist wieder das Maexchen.
Peter Herold
24.448
Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.12.2013 um 08:25 Uhr
Ich bin noch auf der Suche Nicole
Peter Herold
24.448
Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.12.2013 um 11:21 Uhr
Gefunden: Geschichten zu Weihnachten

http://www.weihnachtsstadt.de/Geschichten/besinnliches/Ein_kleines_Ese...

27. Sept. 2013 ... Wie der kleine Weihnachtsengel glücklich wurde ... Jedes Jahr um die gleiche
Zeit, stellte Eselchen fest, dass die Bauernleute geschäftig hin ...

Der angegebene Link funtioniert nicht, aber mit "Die Weihnachtsgeschichte vom kleinen Eselchen" kommt u. a. >Geschichten zu Weihnachten< und dort findet sich die Geschichte von Anja Wörner.
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von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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