Bürgerreporter berichten aus: Heuchelheim | Überall | Ort wählen...

Vom Augustiner Jungfrauenstift zum Ausgezeichneten Museum im Spital Gruenberg

Heuchelheim | Heute habe ich fuer euch die Geschichte eines Gebaeudes bei dem man sagen kann ,, Gelungene Sanierung und Wiederbelebung,, Link zur Aufnahmehttp://www.gruenberg.de/inhalt/Panorama2_Museum_im_Spital.html. Aus dem Jahr 1377 stammen die ersten Gebaeude des im Jahr 1457 gegruendete Augustinerinnen Klosters. Im Jahr 1720 wurde die alte Klosterkirche Baufaellig. Nachdem sie abgetragen wurde hat man mit einem Neubau begonnen. Hierzu fehlte das Geld. Selbst nachdem der Landgraf eine grosszuegige Kollekte erbrachte reichte das Geld nicht um der Kirche einen Turm zu bauen. Noch heute steht die Hospitalskirche ohne Turm auf dem alten Friedhof in der Neustadt. Eine Glocke aus dem 14. Jahrhundert ist heute noch in der Hospitalkirche zu finden. Das Augustiner Kloster in Gruenberg war ein Nonnenkloster das sich die Pflege unheilbar Kranker Menschen und Altenfuersorge sowie Bestattungen zur Aufgabe gemacht hatte. Auch die Betreuung eines Armenhauses lag in den Haenden des Bettelordens dem auch Martin Luther angehoerte. Wichtig
Mehr über...
Museum im Spital (8)Grünberg (1627)Augustinerkloster (1)
fuer das Kloster war auch der Kraeutergarten der jetzt , im Rahmen des Museums im Spital, wieder angelegt wurde. Auch nach der Reformation die durch Landgraf Philipp dem Grossmuetigen eine Schliessung der anderen beiden Gruenberger Kloster zur Folge hatte, blieben die Augustinerinnen in Gruenberg. Jetzt nannte sich das Kloster einfach nur noch,, Neues Hospital,, und stand unter staedtischer Leitung. Die Nonnen leisteten weiter ihren Dienst an den Armen und Kranken auch wenn das Kloster von ueber 20 Nonnen auf 12 Nonnen schrumpfte. Ein Teil der Nonnen blieb bis zum Tod in Gruenberg.1853 erfolgte der Umbau des Hospitals. Im unteren Stockwerk wurden zwei
Wohnungen eingerichtet, eine für den Hospitalmeister
und eine für die Lehrerin der Industrieschule, hinzu kamen ein grosserer Raum fuer gottesdienstliche Versammlungen und eine Grosskueche die fuer die versorgung des Spitals und des Armen- Altenhauses zustaendig war. Unter einer Industrieschule kann man sich eine Art Schule fuer Kinder der armen Arbeiter vorstellen. In Gruenberg wurden dort hauptsaechlich Maedchen im Katechismus und Hauswirtschaft Unterrichtet. Waerend den Weltkriegen wurde das Hospital und die Hospitalskirche als Feldlazarett genutzt. Man kann davon ausgehen das dieses Kloster auch waerend den Kriegen davor seinen Dienst als Lazaret tat.
Erst im Jahr 1952 wurde das Hospital aufgegeben, das Gebaeude als Wohngebaeude umgebaut. Jetzt fanden sozial schwache Familien Gruenbergs ein Zuhause in den Notwohnungen im Inneren der Klostermauern. Nach wenigen Jahren wurden die Wohnungen aufgegeben und die Stadt lagerte dort Akten und Dokumente vergangener Zeiten ein. Ein ungeordnetes Stadtarchiv mit denkbar schlechten Lagerbedingungen. Heute befindet sich das Stadtarchiv im Obergeschoss des Schwimmbad und die Urkunden werden heute auch besser behandelt. Lange stand das Gebaeude leer. Die Idee eines Museum der Stadtgeschichte wurde im Magistrat der Stadt Gruenberg beraten und eine Museumskommision gegruendet.
Bereits im Jahr 1988 wurde das Spital als Standort des Museums vorgeschlagen. Das Gebaeude war jedoch sehr stark Sanierungsbeduerftig. Es Begann ein steiniger Weg der Beratung , Genehmigung und Sanierung nach Denkmalschutzrichtlinie . Schliesslich sollte das neue Museum nicht nur die Geschichte der Stadt zeigen sondern auch fuer jeden Besucher geeignet sein. Barrierefreiheit im denkmalgeschuetzten Augustinerinnen Kloster war ein grosses Thema der Planer. Man einigte sich fuer einen modernen Glasvorbau an das historische Gebaeude als Eingangsbereich um die Barrierefreiheit zu erreichen. Im Jahr 1999 wurden die Grundmauern isoliert und getrocknet. Die Innenbaumassnahmen wie Freilegung und Teilentkernung starteten im Jahr 2002 und wurde 2003 beendet. 2004 konnte das Museum im Spital eroeffnet werden. Bereits im Jahr 2010 gab es fuer das noch junge Museum die Auszeichnung Museumspreis 2010. Das Museum ist einen Besuch wert. Nicht nur die Mischung aus Neu und Alt in der Architektur und die Dauerausstellung zum Thema Theo Koch machen das Museum zu einer Perle der Fachwerkstadt. Schauen sie vorbei und geniessen sie den Kraeutergarten ! Hier der Link zum Museum http://museen-in-hessen.de/museum/?id=356
http://www.gruenberg.de/inhalt/Tourismus+Freizeit/Kultur/Museum_im_Spital.html

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Gegen Chemnitz bestritt Hanna Reeh ihr erstes Bundesliga-Spiel. Foto: Melanie Schneider
Interview mit Hanna Reeh und Kim Winterhoff
Hanna Reeh und Kim Winterhoff stehen meist nicht so im Mittelpunkt...
Inhaber Adrian Horst, Silke Arbeiter-Löffert, Bürgermeister Frank Ide, Anne Mohr, Astrid Mekelburg und Sybilla Bansen.
Tombola des Edeka Horst nimmt auf dem Gallusmarkt 4.000 Euro ein
Das neugegründete Familienzentrum dankt der Grünberger Markthalle...
Keine Lust auf völkisches Gedankengut
Hat das Netzwerk für Demokratie und Toleranz aus dem Lumdatal....
Lauritz Ingram trainiert seit dieser Saison Zweitligist Bender Baskets Grünberg
Bender Baskets Cheftrainer Ritz Ingram im Interview
Bevor am kommenden Sonntag für die Bender Baskets Grünberg mit dem...
Marburgs Svenja Greunke (weiß) laboriert noch an einer Verletzung aus dem Spiel gegen Saarlouis. Foto: Melanie Schneider
„Bei uns muss halt alles stimmen“
Planet-Photo-DBBL: TSV 1880 Wasserburg – BC Pharmaserv Marburg...
Bv Hungen 1 erobert Tabellenspitze der Verbandsliga
Ein sehr erfolgreiches letztes Wochenende verbrachten die Hungener...
Bernhard Milner (9. Dan, links ), Kiana Schaefer (1. Dan), Christian Bonsiep (5.Dan) und Detlef Herbst (7. Dan)
Neue „Meistergrade“ beim Karate Dojo Lich e. V.
Am letzten Wochenende absolvierten zwei Mitglieder des Karate Dojo...

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
7.430
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Sonntagsspaziergang in der winterlichen Lahnaue
Sonntagmorgen nach dem Schneegestöber beginnt der Tag mit einem...
3.1.2016
Ein Jahr in Bildern
Die Lahnaue im verlauf eines Jahres

Veröffentlicht in der Gruppe

Ausflugstipps

Ausflugstipps
Mitglieder: 52
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Der Blick in Gießener Land mit der Richtung Dünsberg
Wintereindrücke im Gladenbacher Bergland
Der 16. Januar war ein ganz toller Wintertag, da war für uns wieder...
Sonntagsspaziergang in der winterlichen Lahnaue
Sonntagmorgen nach dem Schneegestöber beginnt der Tag mit einem...
Weitere Gruppen des Beitrags:

Weitere Beiträge aus der Region

Peter, wo bist Du?
Margrit hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Du nicht mehr in der...
Sonntagsspaziergang in der winterlichen Lahnaue
Sonntagmorgen nach dem Schneegestöber beginnt der Tag mit einem...
" Bob der Streuner " der Kinotip für alle Katzenfans
Endlich ist der Film am Donnerstag in den Kinos angelaufen. Die...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.