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Gebaeude mit Geschichten oder Sagen- Schule am Diebsturm in Gruenberg

Schule am Diebsturm Gruenberg  abfotografiert
Schule am Diebsturm Gruenberg abfotografiert
Heuchelheim | Die Schule am Diebsturm in Gruenberg hat gleich 3 Gebaeude die unter Denkmalschutz stehen zu bieten. Kaum zu glauben aber der im wilhelmischen Stil gebaute rote Backsteinbau mit seinen strengen geraden Linien ist der aeltere Bau. Bevor mit dem Bau im Jahr 1887 begonnen werden konnte gab es aber heftige Streiterei um den Standort. Bis hin zur Androhung von Zwangsenteignung wurden alle Hebel in bewegung gesetzt um das Schulwesen in Gruenberg zu Zentralisieren. Die Behoerde hat sich durchgesetzt und der rote Backsteinbau wurde im Jahr 1888 als einfache Volksschule und erweiterter Volkschule unter einem Dach eingeweiht. Der Backsteinbau steht auf einem dicken Sockel aus Lungsteinquadern die mit einem profilierten Gesims verziert ist. Strenge Linien zeigen das Prinzip der Zucht und Ordnung. Das Besondere an diesem Bau ist die originale Bausubstanz die unveraendert noch heute als Grundschule genutzt wird. Im Jahr 1897 bekam die erweiterte Volksschule ein eigenes Gebaeude auf der anderen Strassenseite. Dieser Bau ist von einer foellig anderen Bauart. Verspielt und mit Rundboegen versehen durfte sich dieser Zweig der Schule nun hoehere Buergerschule nennen. Bereits 1904 war das Gebaeude zu klein und der ,,Spreenskasten,, wurde hinter dem Backsteinhaus gebaut. Man kann sagen die Schule wuchs stehtig. Aber zurueck zum Backsteinhaus. Neben dem normalen Schulunterricht wurde der au am Abend von den Gruenberger Vereinen genutzt. Sonntags fand die Sonntagschule ihren Platz in den Raumen. Heute findet man Abends die Volkshochschule im Backsteinbau. In den Kriegen kam der Unterricht oft zum erliegen. Die Schueler mussten zu Ernteeinsaetzen usw. Die laengste Unterrichtspause war vom 13.03.1945 bis zum 28.03. 1946. Man Startete den Unterricht mit gerade mal 3 Lehrern. Einer fuer die 7. und 8. Klasse, einer fuer die 4.-6. Klasse und einer fuer die 1.-3. Klasse. Einige Gruenberger werden sich an die Einschulung im Jahr 1946 erinnern. Die erste Zeit mussten die Schueler auf Brettern sitzen. Jedoch beklagten die Lehrer eher die Zustaende auf der Schuelertoilette. Manche Verhaltensweisen werden sich wohl ueber Generationen nicht aendern. Das 1897 gebaute Gebaeude auf der anderen Strassenseite wurde nach dem 2. Weltkrieg zum staatlichen Gymnasium und bekam den Namen ,,Theo- Koch- Schule,, Wieder wurde der Platz zu klein und im Jahr 1970/71 wurde die jetzige Theo-Koch -Schule eingeweiht und das alte Gebaeude wurde ebenfalls zur Grundschule . Ich bedanke mich bei meinem ehemaligen Grundschullehrer und heutigen Stadtfuehrer Herr Friedel Hedrich fuer die nette Zusammenarbeit.

Schule am Diebsturm Gruenberg  abfotografiert
Schule am Diebsturm... 
Schulgebaeude von 1897 1
Schulgebaeude von 1897 

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von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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