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Gebaeude mit Geschichte oder Sagen- Stadtkirchturm und das Wuermchen vom Tuermchen

Turm der Stadtkirche Giessen
Turm der Stadtkirche Giessen
Heuchelheim | Es war einmal , zu einer Zeit als eine Buergerreporterin neugierig auf die Geschichte ihrer Heimat wurde. Die Neugier war so gross, das sie ihre Angst vor grosser Hoehe ignorierte. Eine gute Freundin sollte ihr beistehen den alten Kirchturm der Stadtkirche in Giessen zu erklimmen. Die beiden Frauen machten sich auf den Weg zum Wallenfelschen Haus wo sie den Schluessel vom Tuermchen gegen Pfand ausgehaendigt bekamen. Bewaffnet mit Fotokamera und guten Willen schritten beide mutig dem Turm entgegen. Am Eingang des im Jahr 1484 erbauten , schon immer als Solitaerbau errichteten Turms der Stadtkirche befand sich ein Schild. Darauf konnten sie die Geschichte des Turmes nachlesen. Diese Geschichte der Tuermer die auf diesem Turm nach Braenden in der Stadt Ausschau hielten liess die beiden Frauen erahnen auf was sie sich einlassen wollten. Sie oeffneten die schwere Eisentuer und bekamen den ersten Schreck. Eng und Steil war die gewendelte Treppe mit ihren abgenutzten Stufen. Wie ihnen geheissen worden schlossen sie hinter sich die Tuer. Ein Gefuehl als wurden die Waende ploetzlich noch naeher kommen schuppste die beiden mutigen Frauen die Stufen nach oben. Die gute Freundin der Buergerreporterin beichtete nun von ihrer Angst vor Hoehe und Enge. Klasse aber wir schaffen das ! Nach gefuehlten endlosen Stufen trafen die beiden auf eine Tuer. Sie dachten sie haetten es geschaft aber als sie die Tuer oeffneten gelangten sie nur in den Glockenturm. Wenigstens war es jetzt nicht mehr so furchtbar eng. Doch was sie dann zu sehen bekamen raubte ihnen die Luft. Treppen und weitere Podeste aus Stahl erwarteten sie. Solche wo man durchgucken kann. Ok weiter gehts aufs Tuermchen bis zur naechsten Tuer. Als sie diese oeffneten durfen sie eine Ebene erreichen in der man wieder ,, festen Boden,, unter den Fuessen hatte. Jedoch erkannten sie das man noch nicht in der Tuermerstube angekommen war. Die Treppe aus Stahl fuehrte weiter nach oben. Sie wurde enger und gab einen tollen Blick auf die 4 Glocken des Turmes frei. Die aelteste Glocke im Turm stammt aus dem Jahr 1883 so stand auf einem Schild. Es handelt sich um eine c Glocke. Die anderen Glocken wurden im Jahr 1955 ersetzt, so ein Text auf den Glocken. Kurz darauf erreichten die Frauen die Tuermerstube. Erleichtertes Lachen erfuellte den Raum. So Jetzt gehts aber auf die Aussichtsplattform. Mutig
am Eingang
am Eingang
oeffnete die Buergerreporterin die Schiebetuer um genauso schnell mit einem oh wieder zurueck zu weichen. Wieder ein Lachen im Raum. Niemand hat da was von einem Absatz gesagt. Beide Frauen nahmen allen Mut zusammen und betraten die Plattform. Jetzt kam der Kinderreim in meinem Kopf.,, Es war einmal ein Wuermchen, das klettert auf ein Tuermchen. Da kam ein Stuermchen da flog das Wuermchen vom Tuermchen.,, Ja so fuehlten sich die Frauen. Unbedeutend wie ein Wuermchen vor diesem Ausblick.
Auf dem Kirchplatz konnte man nun deutlich die Grundmauern der im Jahr 1944 zerstoehrten Stadtkirche sehen. Schwarzer Lungdenstein markiert die Umrisse der Kirche die im Jahr 1810 erbaut wurde. Sie stand auf dem gleichen Gelaende wie das gotische Kirchenschiff aus dem 14. Jahrhundert. Der Turm der Stadtkirche steht nun als Mahnmal gegen den Krieg und seine Folgen unter Denkmalschutz. Nach einer Runde auf dem Tuermchen erkannten die Wuermchen das es wieder nach unten gehen musste. Wackelknie und Angstschweiss begleiteten die Beiden bis sie den Turm wieder von unten ansehen konnten. Die Aussicht ist es wert !

Turm der Stadtkirche Giessen
am Eingang
In dem kleinen Turm ist die enge Wendeltreppe versteckt
kaum Platz fuer die kleinen Fuesse
1
nicht nach unten gucken du eule
du auch nicht !
es sind 4 Glocken im Turm
keiner hat was von einem Absatz gesagt.
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.489
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.09.2013 um 11:40 Uhr
Nicole, Du bist geeignet, Märchen zu schreiben! Die Geschichte des Stadtkirchdomes ist allerdings kein Märchen.
Unser Stadthaus steht gegenüber des Turmes. Vor 40 Jahren haben wir da gewohnt. Uns hat auch nie das Glockengeläut gestört.
Man könnte den Platz, der alles andere als gepflegt oder schön ist, phantasievoll umgestalten. Da gibt es viele Ideen. Es gibt dort viele Veranstaltungen , Rasen ist ungeeignet. Mit farbigen Steinen könnte man die Konturen der ehemaligen Kirche nachbilden. Einheimischen Bäume und Gewächste könnten für grün sorgen. Es fehlen Sitzmöglichkeiten, die auch für Passanten und Besucher da sein sollten und nicht für Leute, die Krach machen, trinken und ihren Unrat verteilen.
Übrigens ist meine Tochter im Stadtkirchturm getauft.
Nach dem Krieg und während des Aufbaues der Stadt war dieser Platz unser Spielplatz.
Ingrid Wittich
19.028
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 06.09.2013 um 13:44 Uhr
Schöne Geschichte, Nicole.
Nicole Freeman
7.430
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 06.09.2013 um 19:18 Uhr
Ja Ilse ,dieser Platz sollte so gestalltet werden das man die alte kirche immer erkennt. Das immer an diese nacht vom 6.12.1944 gedacht wird und keiner wegsehen kann.
Nicole Freeman
7.430
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 06.09.2013 um 19:31 Uhr
die aussicht auf die stadt zeigt dem Besucher des Turmes wie wenig alte gebaeude uebrig geblieben sind. wirklich nur einzelne punkte im stadtbild haben alte gebaeude. auf dem turm kommt man sich so klein und unbedeutend vor.
Ilse Toth
33.489
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.09.2013 um 20:16 Uhr
Der 6. Dezember war für viele Giessener eine grauenvolle Nacht der Zerstörung. Auch meine Großeltern haben alles verloren, was sie besessen haben. Nur wenige Bilder konnten sie retten. Mein Großvater hat es geschafft, alles wieder aufzubauen , obwohl er nicht mehr jung war.
Andrea Mey
9.896
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 06.09.2013 um 23:04 Uhr
Sehr schön geschrieben und tolle Fotos!
Nicole Freeman
7.430
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.09.2013 um 08:01 Uhr
danke andrea. so langsam komme ich mit meinem geburtstagsgeschenk klar. die kamera ist eigendlich idiotensicher klein und handlich und erkennt welches programm gebraucht wird. bei den panoroma aufnahmen vom turm hat sie aber wegen meinem zittern stehts auf sport schalten wollen. angelehnt am gelaender gings dann auf landschaft panorama. der turm ist nichts fuer menschen mit hoehenangst
Ilse Toth
33.489
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 07.09.2013 um 14:56 Uhr
Der Turm "stählt" Dich für Deinen Flug! ;-))
Andrea Mey
9.896
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 07.09.2013 um 21:59 Uhr
Ich möchte ihn auf jeden Fall auch mal besteigen!
Nicole, Du wirst ganz sicher viel Freude mit Deinem Geburtstagsgeschenk haben!
Andrea Mey
9.896
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 09.09.2013 um 23:33 Uhr
@ Peter, da war ich schon und stimme Dir voll und ganz zu!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
7.430
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