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Gebaeude mit Geschichten oder Sagen - Die Teufelsmuehle Ilbeshausen

Fachwerkkunst von 1691
Fachwerkkunst von 1691
Heuchelheim | Gebaeude die unter Denkmalschutz stehen gibt es bei uns viele. Bei den meisten geschuetzten Bauten ist die Geschichte der Gebaeude bekannt. Bei anderen alten Denkmalschutzobjekten ranken sich Sagen und Geschichten und fuer die Historiker und Architekten ware Raetzel um die Gebaeude. Das erste Objekt mit Sagenanhang das ich ihnen Vorstellen moechte ist die Teufelsmuehle in Ilbeshausen im Vogelsberg. Bereits am Anfang des 19. Jahrhundert wurde diese Muehle zum schuetzenswerten Objekt der Denkmalpflege. Das aufwaendige Fachwerkgebaeude faellt einem direkt ins Auge. Die meisten Fachwerkgebaeude im Vogelsberg sind im Einhausstil gebaut. Stall, Wohnraum und Scheune befinden sich unter einem Dach. Nur in den seltensten Faellen erreicht die Deckenhoehe ueber 2 Meter. Das Fachwerk ist in den meisten Faellen schlicht und funktional. Die Teufelsmuehle hat im gesammten Untergeschoss eine Deckenhoehe weit ueber 2 Meter. Die Stallungen sind vom Wohnhaus getrennt erbaut. Teilweise ist der Kratzputz erhalten. Die Wetterseite ist durch fuer den Vogelsberg Typischen Holzschindeln geschuetzt. Untypisch sind die auffaelligen Schnitzereien an der Eingangstuer sowie die unterschiedlichen Bauelemente wie Andreaskeuz, Rauten und Kreisen. Die Stockwerke unterscheiden sich auch in der breite was fuer die Fachwerkbauten aus dieser Zeit untypisch ist. Die im Jahr 1691 erbaute Teufelsmuehle zeigt starken thueringischen Einfluss. Das mag daran liegen das der Baumeister Zimmermann Hans Muth lange als Wandergeselle im Thueringischen taetig war oder vielleicht doch weil der Teufel seine Hand im Spiel hatte. Der Sage nach wurde die Muehle im Wettstreit zwischen Teufel und Mueller erbaut.
http://www.youtube.com/watch?v=Pj9JD4JILng
Sicher ist nur eins, die Muehle steckt noch heute voller Geheimnisse fuer Architekten und Historiker. Erst im August 2013 wurde die Teufelsmuehle von Denkmalschuetzern mit Erlaubniss der Besitzer auf Herz und Nieren Kontrolliert und Vermessen. Seit vielen Generationen ist die Muehle immer im Familienbesitz und steht zur Zeit zur Vermietung frei. Sie wurde nach allen Richtlilien des Denkmalschutzes saniert und wartet auf neue Bewohner die sich ihrer Geschichte bewusst sind. Der Vulkan Wander und Radweg fuehrt direkt an diesem besonderen Gebauede vorbei. Noch immer Funktioniert das Muehlrad und der kleine Bach laeuft fast unveraendert in seinem Bachbett hinterm Haus. Hoffen wir das dieses Gebaeude mit seiner Sage uns noch viele Generationen erhalten bleibt.

Fachwerkkunst von 1691
Fachwerkkunst von 1691 
Nach Denkmalschutzrichtlinien Saniert
Nach... 
rechts die Muehle, liks die Stallungen mit Kratzputz
rechts die Muehle, liks... 
KunstSchnitzerei an der Eingangstuer
KunstSchnitzerei an der... 
das Muehrad dreht sich fleissig
das Muehrad dreht sich... 
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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.496
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 27.08.2013 um 11:07 Uhr
In dieses schöne Gebäude werden sicherlich die richtigen Menschen Einzug halten.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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