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Bieberbach im Muendungsbereich im neuen Bachbett

rechts die neu angelegte flutwiese mit der trittsteinen zur bruecke
rechts die neu angelegte flutwiese mit der trittsteinen zur bruecke
Heuchelheim | Jedes Jahr im Fruehling das selbe Bild. Die Bachstrasse in Heuchelheim steht unter Wasser und die Strasse nach Dutenhofen und Linden ist wegen Hochwasser gesperrt. Dies soll sich nun aendern. Im Fruehling hat man bereits die Kleingaerten am Bachufer rueckgebaut, damit die Bieber das Gelaende als Flutwiese zurueck bekommt. Der gerade eingefasste Bach bekam im laufe des Fruehsommers einige veraenderungen zu spuehren.
Das Bachbett wurde verbreitert und einige Windungen eingebaut um die Fliesgeschwindigkeit zu beeinflussen. Dicke Steine und Holzstaemme leiten die Bieber bei hoeherem Wasserstand auf die Flutwiesen. Teilweise erkennt man noch das alte schmale und gerade Flussbett das ebenfalls als Ausweichmoeglichkeit fuer das Hochwasser erhalten geblieben ist. Jedoch hat die Bieber nun viel mehr Platz um das Wasser zu verteilen. Im Muendungsbereich kann der Bach nun durch Trittsteine ueberquert werden. Die Bieber hat zur Zeit ein schoenes kuehles und klares Wasser. In den flachen Stellen kann man kleine Fische beobachten und auch Libellen sind reichlich am Ufer. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Natur ihre Lebensraeume wieder komplett zurueckerobert hat.
Ein anfang ist auf jeden Fall gemacht. Manchmal ist Hochwasserschutz durchaus mit der Natur zu vereinen.

rechts die neu angelegte flutwiese mit der trittsteinen zur bruecke
rechts die neu angelegte... 
hinter den dicken steinen links ist das alte enge bachbett
hinter den dicken... 

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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
9.747
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 18.07.2013 um 17:17 Uhr
Das sieht doch ganz gut aus.
Die Menschheit hat wohl aus den vergangenen Hochwassern gelernt, die Flüsse und Bäche bekommen wieder mehr Platz und werden aus ihren engen Flussbetten "befreit".
Während des Vogelzuges könnte in den Flutwiesen eine weitere Rastmöglichkeit für Wasservögel entstehen.
Peter Herold
24.447
Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.07.2013 um 18:42 Uhr
Renaturierung ist das Schlagwort dazu. Es verändert die Natur wieder zurück zu ihrem Ursprung und es werden Fehler der Vergangenheit beseitigt.
Peter Herold
24.447
Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.07.2013 um 22:49 Uhr
Ist ja wie Hundesch... Überall wo man hingeht, tri(ff)tt man auf Sie;-)
Nicole Freeman
7.225
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.07.2013 um 23:21 Uhr
Die Bieber verlaeuft direkt am Naturschutzgebiet Lahnaue entlang. Ich denke auf Wasservoegel brauchen wir nicht lange warten. Die Flutwiesen werden nur spaerlich bewirtschaftet . Ich bin gespannt welche Pflanzen sich ansiedeln und wie weit die Fische wieder in die Bieber zurueck kehren.
Wie geschrieben erste Tiere habe ich bereits gesehen , sehr kleine Fische aber sie sind da. Ich wuerde mich freuen wieder Forelle und co zu sehen.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.11.2013 um 20:25 Uhr
Danke für die interessanten Artikel. In der ist Hochwasserschutz nur sinnvoll im Einklang mit der Natur und nicht gegen die Natur zu leisten bzw. zu bekommen. Die Begradigung der Flüsse seit Mitte des 19. Jh. und die Vernichtung von Retentionsflächen war eine großen Sünden der Menschheit, die sich gerächt hat und vielerorts immer noch rächt.

> "Die Menschheit hat wohl aus den vergangenen Hochwassern gelernt, die Flüsse und Bäche bekommen wieder mehr Platz und werden aus ihren engen Flussbetten "befreit".

Es wäre schön, wenn sich die Erkenntnis überall durchsetzen würde, aber nach wie vor gibt es auch in Deutschland noch Pläne Flüsse zu begradigen und auszubauen (z.B. Elbe oder Donau).
Friedel Steinmueller
2.459
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 31.12.2013 um 22:45 Uhr
Herr Momberger!
Soeben erst auf diesen Artikel gestossen, möchte ich anmerken, das man die Auswirkungen von Begradigungen an den großen Strömen durchaus kompensieren kann; indem man die Nebenflüsse durch hinreichende Renaturierungsmassnahmen ausbremst, bzw. drosselt.

Dann zeigt sich nämlich wie wichtig es ist bereits bei den Zuflüssen mit dem Hochwasserschutz zu beginnen.
Führen diese ihre Wassermassen langsamer den großen Flüssen zu, werden ihre Pegel auch langsamer ansteigen, bzw. nach Passage des deutlich niedrigeren Hochwasserscheitels auch langsamer fallen.
Hochwasserschäden werden dadurch gemildert.

Ob die geplanten Massnahmen zur abschnittsweisen Begradigungen an Elbe und Donau ohne Risiken und Nebenwirkungen sein werden, muss dennoch hinterfragt werden. Gut sind sie gewiss nicht.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.01.2014 um 05:40 Uhr
Danke für die Ergänzungen, denen nichts hinzuzufügen ist.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Nicole Freeman

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