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Frauenfussball gestern und heute

Heuchelheim | Bereits 1920 trafen sich die ersten Damen zum gemeinsamen Ballspiel. Noch im Rahmen des ebenfalls fuer Damen dieser Zeit unschicklichen Turnens kickten sie sich das runde Leder zu.Eine katastrophale Sache die die Maennerwelt erschuetterte. Das ging soweit das Turnvereine Frauen nicht akzeptierten und Gynaekologen vor Fussball warnten. In der NS Zeit galten Fussball spielende Frauen als entartet . Nach dem Krieg begannen die Frauen wieder mit ihrem Sport. 1955 wurde der Frauenfussball im DFB verboten. Sogar vor dem Bundestag sollte ueber ein Bundesweites Frauenfussballverbot entschieden werden. Die Begruendung:
,, Diese Kampfsportart ist der Natur des Weibes im wesendlichen fremd. Koerper und Seele erleiden unweigerlich Schaden. usw.,, Zum Glueck wurde dieser Antrag des DFB vom Bund abgelehnt und Frauen durften weiter spielen. Aber bitte nicht auf den Plaetzen des DFB. Die Frauen kaempften um ihren Sport. Sie begannen eingene Liegen auf zu Bauen. Die meisten Damenmannschaften tummelten sich im Ruhrgebiet. Nachdem selbst Stadionraeumung durch den DFB nicht halfen uns Frauen vor unserem Leiden dem Fussball
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zu erretten wurde das Verbot am 31.Oktober 1970 wieder aufgehoben. Selbst die kleinsten Vereine hatten ploetzlich IHRE Damenmanschaft. 1977 wurde beim JSV Lehnheim z.b. die erste Damenmannschaft gegruendet. Diese war auch recht erfolgreich . Ebenso hatten der VFB Giessen und Schwarz Weiss Giessen erfolgreiche Damen und Maedchenmannschaften. Beim JSV Lehneheim wurde sogar eine 2. Damenmannschaft im Jahr 1982 eroeffnet. Selbst vor einem gross angelegtem Internationalen Damenfussballtunier schreckte der kleine Verein nicht zurueck. Damenmannschaften aus Daenemark, Schottland, Frankreich, Holland, Ungarn und natuerlich auch Frauenmannschaften aus der Region waren zu Gast. 90 % der Gaeste wurden Privat untergebracht oder fanden einen Platz zum Zelten. Man war Stolz auf seine Frauen. Herausragende Spielerin des JSV Lehnheim ist wohl immer noch Frau Tanja Walther-Ahrens http://www.frauinbewegung.de/Artikel/Unterstuetzerinnen-Expertinnen/DAS-MULTITALENT-Tanja-Walther-Ahrens die vom JSV Lehnheim zu Borussia Berlin und dann zu Turbine Potzdamm in die Bundesliga wechseln konnte. Unsere Region hatte mit Lehnheim, Hungen,Heuchelheim und Giessen sehr starke Mannschaften. Leider sind seit Ende der 90er immer mehr Manschaften gezwungen zu Spielgemeinschaften zu werden. Es werden kaum noch Maedchenmannschaften am laufen gehalten. Herrausragende Vereine wie der VFB Giessen und auch Hungen haben keine Frauenfussballmanschaft mehr. Lehnheim kaempft ums Ueberleben in einer Spielgemeinschaft mit Merlau und Nieder- Ohmen. Es fehlt an allen Ecken in den Vereinen an Nachwuchs. Noch immer werden Auswahltraining der Damennationalmanschaft in Gruenberg abgehalten. Unsere Region ist immer noch stark wenn es um den Frauenfussball geht. Jedoch haben wir den Glanz und die Vielfalt der 80 er verloren. Wer interesse hat Die Spielgemeinschaft Lehnheim-Merlau- Nieder Ohmen zu unterstuetzen kann sich gerne bei Bernd Greb melden. Die Adresse finden sie auf der Homepage des Vereins. http://jsv-lehnheim.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30&Itemid=53

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
11.635
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 01.03.2013 um 19:10 Uhr
Hallo Frau Freeman,
diese Infos waren mir neu. Danke für den ausführlichen Bericht. Ich hätte auch liebend gern Fußball gespielt, aber das war zu meiner Jugendzeit unmöglich und mein Vater hätte es mir auch nicht erlaubt. Ich war ihm schon Bub genug. Da ich aus einer Hockeyfamilie stammte, habe ich eben Hockey gespielt.
Im Schwimmbad habe ich allerdings, mit damals schon erwachsenen Mannsbildern, kräftig mitgemischt. Den Lederball, den ich mal an den Kopf bekommen habe, habe ich nicht vergessen, das tat saumäßig weh.
Da ich sehr früh geheiratet hatte, musste ich auch den Hockeysport früh aufgeben. Das würde heutzutage kein Mann mehr mit mir machen und junge Frauen von heute würden sich das auch nicht mehr gefallen lassen.
Nicole Freeman
7.248
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 01.03.2013 um 23:27 Uhr
die aktive fussballzeit war auch fuer mich echt toll. erst in den Maedchenmannschaften des jsv lehnheim. dann in der damen mannschaft bis ich dann mit 17 meine knie op hatte. danach hatte ich zu viel angst um wieder wirklich aktiv zu werden. gerade die zeit in denen wir die tuniere hatten ;-) in zeiten von zumba und videospielen haben es die vereine immer schwerer jungs und maedchen fuer den fussball zu gewinnen. auch bei den maennermannschaften sieht man die geier kreisen. schade um den schoenen sport. bin gespannt wann es wieder berg auf geht.
Nicole Freeman
7.248
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 02.03.2013 um 14:19 Uhr
so habe korregiert und ergaenzt
Margrit Jacobsen
8.452
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 02.03.2013 um 14:43 Uhr
Ja, Nicole, ich kann mich auch noch an die Anfangszeiten erinnern und wie sehr die Frauen verspottet/belächelt wurden. Glücklicherweise ticken heute die Uhren anders, und nicht nur im Sport. Es ist noch gar nicht so lange her, da durften verheiratete Frauen nur mit Zustimmung ihres Angetrauten berufstätig sein. Bin mir nicht sicher, aber gab es nicht auch irgendein Limit bei Einkäufen, die ne Hausfrau alleine entscheiden durfte und darüber hinaus nicht, oder hab ich da was verkehrt im Koppe? Vielleicht weiß das ja jemand...
Peter Baier
9.084
Peter Baier aus Gießen schrieb am 02.03.2013 um 16:00 Uhr
Nichts gegen Frauenfussball, im Gegenteil sehr interessant
Wie schon bei Europa /Weltmeisterschaften oder Olympia
konnte man sehen das Mannschaften welche schon 6:0
führten immer noch weiter gerannt sind um möglich noch ein
oder zwei Tore zu schießen.
Stellenweise sogar spannender sind als Herrenfussball.
Jeder Verein sollte froh sein wenn er auch eine Frauenmannschaft vorweisen kann.
Nicole Freeman
7.248
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 03.03.2013 um 19:20 Uhr
ja herr baier, bei den damen ist ein spiel zuende wenn der schiedsrichter es beendet. genauso der umgang mit den verletzungen. teilweise zeigen maenner ein echt schauspielerisches talent wenn es gegen spielzeit ende geht. bei manchen spielen der maenner bin ich sowas von grrrrr. am spielfeldrand kann ich mich kaum zurueck halten. egal ob beim frauenfussball oder bei den maennerspielen. traurig auch die fittness mancher schiedsrichter die die unteren klassen pfeifen. am tv schaltet mein mann manchmal ab wenn ich zu laut schimpfe. ,, wenn du wieder runter kommst mach ich wieder an,, ist sein liebster satz bei fussball gucken. gerade in wm und em zeiten geht er teilweise sogar fluechten ;-)
koenig fussball regiert die welt.
Karl-Ludwig Büttel
3.228
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 04.03.2013 um 16:38 Uhr
Der TSV Utphe hatte auch schon 1970 eine Frauenmannschaft. Leider nur eine paar Jahre. Einige Spielerinnen gingen dann nach Hungen.
Auf einigen Freizeitturnieren habe ich immer im Tor bei einer Frauenmannschaft gespielt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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