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Katzenfamilie unversorgt in Wohnung zurückgelassen - alle vermittelt-

Heuchelheim | Bereits zum zweiten Mal hat das Veterinäramt in einer Wohnung zurückgelassene Katzen sichergestellt und bei Katzenreich e.V. untergebracht. Es handelt sich dieses Mal um eine kleine Katzenfamilie, einen Kater, eine Katze und zwei Katzenkinder. Die Tiere verblieben beim Auszug der Besitzer in der Wohnung – wohl mit einer Schale Wasser, aber ansonsten unversorgt – und wurden damit einfach ihrem Schicksal überlassen.
Die vier Katzen, besonders die zwei Kleinen, waren völlig abgemagert und extrem ausgetrocknet. Sie waren derart geschwächt, dass sie sich kaum noch auf dem Beinen halten konnten. Wären sie noch ein oder zwei Tage länger unversorgt in der Wohnung geblieben, wären sie wahrscheinlich nicht mehr zu retten gewesen.
Die Katzenfamilie wurde sofort der Vereinstierärztin vorgestellt, die sie mit Infusionen und Aufbauspritzen behandelte und von Flöhen befreite. Die größte Sorge war, dass die Kleinen die Nacht nicht überstehen.
Die Tiere zeigten in den ersten Tagen massive Verhaltensstörungen und machten einen völlig traumatisierten Eindruck. Sie waren durch die lange Zeit ohne Nahrung nur auf das Fressen fixiert, saßen ständig vor den Futterschüsseln und bettelten. Zeitweise waren sie fast apathisch. Die Kleinen ignorierten das Katzenspielzeug und waren sehr ängstlich. Versuche sie zum Spielen zu animieren waren vergeblich. Die weibliche Katze zeigte sich teilweise aggressiv, knurrte und fauchte. Eine Schwellung am linken Hinterbein direkt über der Pfote ist auf einen alten Bruch zurück zu führen, der nicht behandelt wurde und schlecht verheilt ist.
Spezielle Aufbaukost und intensive Betreuung haben geholfen, dass es den Katzen nach wenigen Tagen bereits besser ging. Mittlerweise haben sie zugenommen, das Fell fängt an zu glänzen und sie sind ausgesprochen anhänglich und dankbar. Die Kleinen spielen und werden immer mehr zu fröhlichen Katzenkindern.
Sobald der Zustand der Katzenfamilie stabil ist, werden verantwortungsvolle und liebevolle Zweibeiner gesucht, die den Katzen ein neues Zuhause geben, in dem sie ihre leidvollen Erfahrungen vergessen können.
Tel. 0641/9605406
www.katzenreich.net

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
34.926
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.02.2013 um 19:45 Uhr
Es macht mich zornig und wütend, was sich solche Menschen eigentlich denken. Ich hoffe, dass die Familie zur Rechenschaft gezogen wird. Wirklich schlimm! Für die kleine Familie alles Gute und nette Katzenmenschen, die sie adoptieren.
Birgit Hofmann-Scharf
10.042
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 17.02.2013 um 19:46 Uhr
Selbst wenn man kein Katzenfreund ist -
aber das ist ja nun die absolute Härte.
Sie werden den Namen dieses Tierquälers sicher kennen und Maßnahmen einleiten.
Peter Herold
26.331
Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.02.2013 um 19:50 Uhr
Solche Menschen werden immer mehr habe ich das Gefühl. Tiere sind denen irgendwelche Dinge, keine Lebewesen. Ich könnte so einem richtig weh tun wollen, solchen Zorn habe ich.
Christine Weber
7.321
Christine Weber aus Mücke schrieb am 17.02.2013 um 20:01 Uhr
Wir regen uns auf, über die Tierquäler im Süden Europas. Und was ist hier mit diesen Tierquälern? Um wievieles sind wir besser als die Südländer? Wir brauchen auf andere nicht herabzuschauen. Es macht mich zornig, wenn ich überlege, dass die Tiere vor dem Gesetz nur eine Sache sind und wie die Strafen für solche Menschen ausfallen. Für die Katzenfamilie wünsche ich alles, alles Gute.
Brigitte Matuschek
711
Brigitte Matuschek aus Gießen schrieb am 18.02.2013 um 22:14 Uhr
Wenn ich solche Berichte lese,und es häufft sich leider,denke ich natürlich an die armen Tiere.Ich denk aber auch an die Ängste ,Sorgen und uneingeschränkten Bemühungen der Tierschützer,die täglich manchmal rund um die Uhr,mit unglaublichem Einsatz für das Tierwohl kämpfen.Mir ist es ein persönliches Bedürfniss,einfach mal : " Ihr seit sowas von Klasse!!!" in die Runde zu rufen.Eine dicke Portion Mut,Kraft und Zuversicht für Eure Arbeit.
Ilse Toth
34.926
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.02.2013 um 23:56 Uhr
Das haben Sie sehr nett gesagt, liebe Frau Matuschek! Aber auch den Menschen, welche Tierschutztiere adoptieren sei an dieser Stelle ein Dankeschön ausgesprochen.
Christine Weber
7.321
Christine Weber aus Mücke schrieb am 19.02.2013 um 09:37 Uhr
Ja, denn ohne diese Menschen könnten wir keinen Tierschutz machen.
Ilona Kreiling
2.273
Ilona Kreiling aus Heuchelheim schrieb am 19.02.2013 um 16:08 Uhr
Solche Geschichten häufen sich leider wirklich und man ist immer wieder entsetzt, was Menschen den Tieren antun. Leider werden sie viel zu wenig, oft sogar gar nicht bestraft. Das ärgert mich immer am meisten.
Ilse Toth
34.926
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.02.2013 um 16:19 Uhr
Das ist die eine Seite, wo man verägert ist, dass Menschen gewissenlos sind und Tieren viel Leid antun.
Sie gehen ungestraft aus dieser Missetat und haben nach kurzer Zeit neue Tiere. Bestraft werden sie in den seltensten Fällen. Trotz Verfassungsrang scheint Tierquälerei noch immer ein Kavaliersdelikt zu sein.
Die andere Seite, die auch bedacht werden muss ist, dass der ehrenamtliche Tierschutz viel Geld kostet. Oft müssen hohe Summen inverstiert werden, bis ein Tier vermittlungsfähig ist. Wenn dann die Menschen schimpfen, dass sie Geld für die Adoption eines Tieres bezahlen müssen, dann kann man nur den Kopf schütteln.
Christine Weber
7.321
Christine Weber aus Mücke schrieb am 19.02.2013 um 16:43 Uhr
Die Leute wollen gesunde, voll geimpfte und versorgte Tiere adoptieren. Da ist es doch nur Recht und Billig, dass diese Kosten übernommen erden müssen. Wer sollte es denn sonst tun? Alle Tierschützer, die Tiere zu Hause zur Vermittlung bereit halten, haben eh noch genug Kosten, die niemand ersetzt. Das wird ehrenamtlich gemacht.
Brigitte Matuschek
711
Brigitte Matuschek aus Gießen schrieb am 19.02.2013 um 20:32 Uhr
Es ist ja auch die Zeit,die zb.ein traumatisiertes Tier in Anspruch nimmt,bis es vermittelt werden kann.Als ich am WE noch mal bei Luna war,hat mir eine MA auch erzählt,das es vor einem Jahr nicht denkbar war,einfach in das Hundezimmer zu gehen.Nur durch ihre Hundebegleiterin und ihren ehrenamtlichen Einsatz,gepaart mit Engelsgeduld,konnte aus ihr wieder ein liebendswerter freundlicher Hund werden.Werde dort auch in Zukunft im Ehrenamt tätig sein und hoffe auf diesem Weg noch viel zum Thema Tierschutz lernen zu dürfen.
Christine Weber
7.321
Christine Weber aus Mücke schrieb am 20.02.2013 um 09:22 Uhr
Das werden sie bestimmt. Aber leider nicht nur Positives, sondern auch viel zu viel Negatives.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Ilona Kreiling

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