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Im Bildarchiv geblättert: Der eisige Januar 1997

Die Lahn bei Fronhausen Mitte Januar 1997
Die Lahn bei Fronhausen Mitte Januar 1997

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Die Lahn zwischen Fronhausen und Odenhausen im Januar 1997 (1)
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Kommentare zum Beitrag

Tara Bornschein
7.125
Tara Bornschein aus Reiskirchen schrieb am 28.01.2013 um 07:46 Uhr
Hammer, kaum zu glauben!
Jutta Skroch
11.635
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 28.01.2013 um 09:29 Uhr
Wo bitteschön ist die Lahn ??? ;-)
Friedel Steinmueller
2.462
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2013 um 10:45 Uhr
Genau in Bildmitte!
Zugefroren und gleichzeitig zugeschneit. Das sieht man nur ganz selten.
Ingrid Wittich
18.898
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 28.01.2013 um 11:01 Uhr
Haben Sie auch Wetteraufzeichnungen vom Januar 1963? Ich habe gelesen, es soll der kälteste Januar des 20. Jahrhunderts gewesen sein. Ich ging damals in Grünberg zur Schule und musste mit dem Zug nach Nieder-Ohmen fahren. Ich erinnere mich an einen Tag, als wir im fast eingeschneiten Grünberger Bahnhof standen und auf den verspäteten Zug warteten.
Friedel Steinmueller
2.462
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2013 um 12:16 Uhr
Hallo Ingrid!
Von 1963 habe ich keine detaillierten Aufzeichnungen, kann mich aber noch an den besonders langen Winter 1962/63 erinnern. Dieser fing Mitte November 1962 an und dauerte mit kurzer Unterbrechung Anfang/Mitte Dezember bis in den März hinein. Noch im April sah man die Reste von Schneeverwehungen an sonnen abgewandten Hanglagen.

Der Januar 1963 jedoch war bei weitem nicht der kälteste.
Es war der Januar 1940.
Aber der Winter 1962/63 über alle drei Wintermonate gemittelt, ist in weiten Teilen Europas der kälteste im 20. Jahrhundert gewesen und zeichnete sich durch seine große Dauerhaftigkeit aus; und es war der letzte Winter in dessen Verlauf der Bodensee vollständig zufror.

Ich kann mich noch sehr gut an die Schneemassen erinnern, welche die Landschaft begruben. Es lag wohl mehr Schnee noch als im Dezember 2010.

Die Infrastruktur war damals stark betroffen. Bei der Bahn froren die Weichen fest und so manche Strassen blieben unpassierbar wegen Schneeverwehungen.
Aber ich bin froh darüber, das ich einen solchen Winter in einem Alter erlebte, wo das Erinnerungsgedächtnis bereits gut ausgeprägt war.
Darüberhinaus befand ich mich im ersten Schuljahr und weiß noch, das die Arbeiten am Bau der neuen Wilhelm-Leuschnerschule in Heuchelheim gut vier Monate lang ruhten.

Wie würde sich ein Winter wie 1962/63 in der Gegenwart auf das öffentliche Leben auswirken?
Wir erinnern uns noch an die Folgen im schneereichen Dezember 2010.
Aber diese Lage vier Monate am Stück? und dann Frost von wiederholt unter minus 20 Grad? Da würde das öffentliche Leben auf eine harte Probe gestellt werden.
Andrea Mey
9.759
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 28.01.2013 um 13:12 Uhr
Brrr, da mag ich gar nicht drüber nachdenken!
Man hat ja letzte Woche schon gesehen, wie sich der Eisregen auf das öffentliche Leben ausgewirkt hat.
In Ffm kamen die alten Straßen-Bahnen wieder zu Einsatz -
da mußte ich wirklich schmunzeln - die modernen Fahrzeuge hatten Probleme mit den gefrorenen Oberleitungen, die historischen Fahrzeuge haben es geschafft!
Der Flugverkehr wurde teilweise lahmgelegt - wenn man dann die Bilder im TV von den Enteisungs-Maschinen sieht - da drängt sich mir die Frage auf: ob das gut für die Umwelt ist? Wohl kaum!
Dein obiges Foto hätte auch in Sibirien entstanden sein können - da friert´s mich schon beim Anschauen!
Ingrid Wittich
18.898
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 28.01.2013 um 14:07 Uhr
Danke, Friedel, für den ausführlichen Kommentar. Ich war zwar im Winter 1962/63 schon etwas älter als Du - 17 Jahre - aber Wetteraufzeichnungen finden sich in meinen damaligen Tagebüchern (kleine Notizkalender) nur wenige. Am 31. 1. 1963 habe ich notiert: "viel Schnee. Triebwagen 1 1/2 Stunde Verspätung." Wenn wir in diesem Jahr so viel Schnee hätten wie damals, hätten die Züge der heutigen Vogelsbergbahn sicher ähnlich viel Verspätung.
Friedel Steinmueller
2.462
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2013 um 15:17 Uhr
Danke Allen für die Resonanz!
Die obige Aufnahme entstand am Sonntag, 20.Januar 1997.
An Weihnachten 1996 ging es los. Vorerst Sonne pur und sehr kalt ohne Schnee. Dann am 29. Dezember kam der Schnee. Die Lahn musste daher schon an dieser Stelle dicht gewesen sein. Nach dem 29. Dezember 1996 schneite es vorerst nicht mehr.
Am 2. Januar 1997 zeigte mein Minimum-Thermometer minus 20,4°C.
Am 26. kam dann nochmals reichlich Schnee und anschließend Tauwetter.
Der Februar 1997 brachte drei größere Sturm-Ereignisse und später Hochwasser. Dabei war es meist sehr mild.
Fazit: Das war eine Kurzform des Strengwinters 1962/63
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von:  Friedel Steinmueller

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Friedel Steinmueller
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