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Interview mit PSt Dr. Helge Braun MdB

Foto:Stefan Görnert
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Heuchelheim | "Wir haben es wirklich geschafft. Wir scheinen wirklich Erfolg mit LS.talk zu haben." Diese Worte schwirrten wohl in den Köpfen aller Mitglieder der Video-AG der Gießener Liebigschule, LS.NET, umher, als einer der mächtigsten Politiker der Region die schuleigene Mediathek verließ und ein fast einstündiger Film voll mit Interviews und Gesprächen zurückblieb.

Die Gruppe startete vor Kurzen eine Interview-Reihe bei der die Nachwuchsreporter mit Funktionären, Freunden, Förderern und Ehemaligen der Schule sprechen möchten und den Anfang machte eben er; Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung und Mitglied des deutschen Bundestages. Beim Besuch am 23.01 sprach der Bundespolitiker über Bildungspolitik des Bundes, die unzähligen verschiedenen Schulsysteme der Länder und über seine eigene Karriere.

Auf die Frage, was das BMBF und die Bundesregierung denn täten, um Deutschland auch zukünftig wettbewerbsfähig zu machen, antwortete Braun, man müsse mehr auf den Einzelnen eingehen und mehr Akademiker ausbilden, auch wenn natürlich nicht jeder in Deutschland Spitzenwissenschaftler sein kann.

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Als kurz darauf der Spiegel mit dem Worten "Wer in ein anderes Bundesland umzieht, muss mit Bildungs-Kleinstaaterei kämpfen" zitiert wurde, stellte Braun nicht nur klar, dass die Bundesregierung dieses System massiv kritisiere, sondern erläuterte auch: "in dem was gleich heißt muss nicht unbedingt das Gleiche drin sein."

Nachfolgend erzählte der Bundestagsabgeordnete, wie er Staatssekretär geworden sei und dieser Moment stellte sicherlich den Abstrusesten in dem knapp einstündigen Gespräch dar: Er habe gerade in einer Schlange vor der Kasse eines heimischen Supermarktes gestanden, als er telefonisch davon unterrichtet worden sei, die Bundeskanzlerin möchte ihn sprechen. Während des Gespräches in der immer länger werdenden Schlange, stand Braun jedoch eine Kassiererin zur Hilfe, die die wütende Menge mit den Worten "Es ist wirklich wichtig" beschwichtigte. Und so war es vielleicht auf der Druck, der den damals gerade erst neu gewählten Abgeordneten dazu brachte, über sein Angebot ganze 2-3 Sekunden nachzudenken und dann dankend einzuwilligen.

Am Ende wandte sich Dr. Braun noch mit einem Statement an seine WählerInnen, in dem er klar machte: Um seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können, sei er auf das Direktmandat dringend angewiesen.

Das Interview wird in Kürze auf dem LS.NET-YouTube Channel publiziert werden.

Foto:Stefan Görnert
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
25.495
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.01.2013 um 20:04 Uhr
Gut so an die Politiker ranzugehen, aber abwägen vor einer Wahl
Ilse Toth
34.337
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 27.01.2013 um 23:42 Uhr
Guter Artikel Walther! Aber sei nicht zu euphorisch, es sind bald Wahlen!
Walther Süßkind
1.143
Walther Süßkind aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2013 um 14:15 Uhr
Sehr geehrter Herr Herold,

Sicherlich haben sie recht, dass eine zu große Annäherung an eine bestimmte politische Interessengemeinschaft bzw. Partei auch negative Auswirkungen haben kann - gerade auch vor einer Wahl, jedoch haben wir den Abgeordneten nicht als CDU-Mitglied geladen, sondern als Mitglied der Bundesregierung und als ehemaligen Absolventen unserer Schule.

Auch sieht das Konzept LS.talk vor, mit zwei Politikern der CDU zu sprechen (Dr. Helge Braun MdB und Dr. Lars Witteck) und mit Zweien der SPD (Dietlind Grabe-Bolz und Egon Fritz), um der Bevorzugung einer einzelnen politischen Gruppierung entscheiden und vehement entgegenzuwirken.

Mit freundlichsten Grüßen

Walther(Dies ist der Kommentar von der Öffentlichkeitsarbeit von LS.Net denen ich nicht verfasst habe)
Peter Herold
25.495
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.01.2013 um 14:24 Uhr
Danke für die Erläuterung und weiter Spass bei der Arbeit
Walther Süßkind
1.143
Walther Süßkind aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2013 um 14:28 Uhr
Bitte sehr
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Walther Süßkind

von:  Walther Süßkind

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Walther Süßkind
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