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Der Bauernhof im Wandel der Zeit

Heuchelheim | Einige Kommentare zu einem meiner letzten Berichte haben mich veranlasst etwas ueber die Landwirtschaft zu schreiben.
Leider gibt es viele Menschen die immer noch das Bild des Bauernhofes mit Kuehen , Schweinen, Ziegen und Huehnern in ihren Koepfen haben wenn sie an Landwirtschaft denken. Die Zeiten in denen ein Bauernhof nicht spezialisiert war sind lange vorbei. Der Vollerwerbslandwirt von heute ist ein Grossbetrieb der entweder auf Ackerbau oder Viehzucht spezialisiert ist um auch die noetige Menge des jeweiligen Produktes produzieren zu koennen, die ein Ueberleben des Betriebes ermoeglicht. Nehmen wir das Beispiel der Milchproduktion. War es vor 20 jahren noch ueblich das die Kuehe an Ketten in ihrem Stall angebunden waren und Stroh als Einstreu benutzt wurde, so ist es heute so das die Tiere in meist luftigen Laufstaellen gehalten werden. Heute gibt es kaum noch Kuehe die keine Wiese kennen denn man hat erkannt das die Tiere gesuender sind wenn sie Bewegung und sozialen Kontakt zu ihren Artgenossen haben. Galt eine Kuh vor 20 Jahren mit einer Milchleistung von 10 Liter am Tag als Leistungstier wuerde
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man sich heute ueberlegen ein solches Tier nicht weiter zur Zucht zu benutzen. Ja Milch gibt eine Kuh nur wenn sie ein Kalb hat ! Die Liegeplaetze der Kuehe wurden damals mit Stroh ausgelegt , heute liegt Kuh auf einer gepolsterten und leicht zu reinigenden Flaeche den bei den Stueckzahlen der Kuehe die zusammen gehalten werden ist Stallhygiene oberstes Gebot. Krankheiten breiten sich schneller aus und daher leisten sich die Landwirte von heute auch einen kleinen Roboter der ohne Pause die Hinterlassenschaften im Stall in die Spalten der Stalllaufflaechen fegen. Ohne Computer geht nichts mehr bei der Fuetterung. Wurden vor 20 Jahren noch Kraftfutter mit der Schaufel verteilt so werden die Bedarfsmenge eines jedenTieres ueber die Milchleistung und das Alter sowie der Gesundheitszustandes genau dosiert. die Halsbaender der Kuehe haben die Daten gespeichert die beim Anlaufen des Kraftfutterspenders abgerufen wird. Auch die Fellpflege holt sich Kuh von heute selbst. Kaum ein Stall ohne Massagebuersten zu denen Jedes Tier freien Zugang hat. Auch wenn modernste Technik in der Landwirtschaft nicht mehr weg zu denken ist , ist eines geblieben. Landwirt ist eine Berufung und auch ein Ausbildungsberuf. Der Landwirt hat kaum Zeit fuer Urlaub oder Wochenende , denn Die Kuehe muessen gemolken und gefuettert werden. Oft ist derArbeitstag auch nicht nach 8 Stunden beendet. Die wenigen Landwirtschaftlichen Betriebe die es noch gibt ringen ums Uberleben, denn wer will einen Betrieb uebernehmen usw.
Haben sie den Mut und gehen sie mit ihren Kindern einmal zu ihrem Ortslandwirt. Die meisten nehmen sich viel Zeit alles zu erklaeren und auch als Erwachsener kann man bei solch einem Besuch viel lernen.
Noch ein Link zum Thema http://www.bing.com/videos/search?q=milchviehhaltung+in+deutschland&view=detail&mid=3B9A5BCFA9A445AE437E3B9A5BCFA9A445AE437E&first=0

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
7.264
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.12.2012 um 10:30 Uhr
noch ein video zum thema tiergesundheit und wirtschaftlichkeit
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=fCOczikKipc#!
Nicole Freeman
7.264
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.12.2012 um 11:12 Uhr
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 11:31 Uhr
Guter Beitrag. Aber auch gut, dass meine Erfahrungen aus Mitte der 40-iger Jahre mir noch gegenwärtig sind. Es war eine schöne Zeit auf dem Dorf. Möchte ich nicht missen.
Brigitte Matuschek
709
Brigitte Matuschek aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 13:49 Uhr
Danke für die Aufklärung,war äusserst lehrreich.
Nicole Freeman
7.264
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.12.2012 um 15:05 Uhr
kleiner tipp der bauer in heuchelheim hat sogar eine infotafel an der stalltuer angebracht , damit menschen die sich fuer seine arbeit interessieren auch info bekommen wenn er mal nicht da ist.
Birgit Hofmann-Scharf
9.640
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 20.12.2012 um 19:52 Uhr
Liebe Frau Freeman,
ich bin begeistert von Ihrem Bericht ! Schön, dieses Thema aufgegriffen zu haben.
Ja, in der Landwirtschaft hat sich einiges geändert, EU eben.
Die Landwirte selbst sind darüber auch nicht glücklich.
Wir waren im Herbst ein paar Tage im Allgäu und wohnten in einer netten Fewo auf einem aktiven Bauernhof ( wie zu meiner Kindheit ).
Dort werden ca. 50 Milchkühe gehalten, tagsüber auf der Wiese, abends in den Stall. Noch mehr (!) Handarbeit, als von Ihnen beschrieben.
2 jugendliche Töchter halfen, ohne zu murren, tüchtig mit.

Von der dortigen Bäuerin hörte ich den wahren Satz " in Deutschland sind Lebensmittel nicht mehr viel wert". Somit Unrentabilität für viele Landwirte.
Massentierhaltung und Importware begünstigt diese Situation. Leider !

Deswegen finde ich Ihren Aufruf, mit Kindern Höfe aufzusuchen, solange es noch welche gibt, sehr guuut.
Im Vogelsberg gibt es z. B. noch ganz interessante Adressen.
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 22.12.2012 um 16:49 Uhr
Interessanter Bericht, Vielen Dank für die Aufklärung.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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