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Hochwassermarken in Frankfurt am Main "Eiserner Steg"

Der "Eiserne Steg" in Frankfurt/Main ( Februar 2012 )
Der "Eiserne Steg" in Frankfurt/Main ( Februar 2012 )
Heuchelheim | Man findet sie an zahlreichen Flüssen, meist im Bereich von Brückenbauwerken oder Ufer nahen Mauern - die Hochwassermarken - so auch am "Eisernen Steg" in Frankfurt am Main.
Sie sind stumme Zeugen von dem was einst gewesen ist.
Mir sind da vor allem Jahre wie 1732 und 1882 aufgefallen.
Das Jahr 1342 zeigt das wohl bisher gemessene Maximum.
Es ist fast unglaublich wie hoch der Main wie auch viele andere Mitteleuropäischen Flüsse damals gewesen sind.
Dagegen nehmen sich die Hochwasser aus den 90er Jahren im 20. Jahrhundert recht bescheiden aus.

Es lohnt sich daher, den "Eisernen Steg" zu besuchen. Dann erst kann man sich eine rechte Vorstellung davon machen.
Bilder können das nicht nahe genug bringen.

Für mich war dies vor geraumer Zeit Anlass nachzuforschen was in diesen Jahren geschehen ist.

1882 hatte es eine monatelange Regenperiode gegeben.
Das Hochwasser 1784 war nach einem Strengwinter vornehmlich durch Eisstau entstanden. Meterhoch türmten sich die Eismassen auf und stauten den Main auf. Hinzu kamen bei Tauwetter noch heftiger Dauerregen und das plötzliche Abschmelzen einer hohen Schneedecke.
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Am "Eisernen Steg" in Frankfurt/Main (1)
Die Eisschollen drangen in die Häuser ein. Nicht wenige hielten dem gewaltigen Druck der Eismassen stand und wurden zerstört. Diese Vorgänge forderten eine Unzahl von Menschenleben; denn fast alle Flussgebiete Mitteleuropas waren betroffen.

Völlig anders waren die Ursachen beim Extremfall aus 1342.
Dies war ein Sommerhochwasser, das ganz Mitteleuropa verheerte. Es entstand wohl auf ähnlicher Art und Weise wie die Hochwasserkatastrophe im Einzugsbereich von Elbe und Moldau im August 2002.
Ein tagelanger schwerer Dauerregen - möglicherweise von einem Mittelmeertief ausgehend - führte zur Katastrophe.
In weiten Regionen war danach lange Zeit keine Landwirtschaft möglich, da es zu starken Bodenerosionen gekommen ist.
Dies hatte sogar Völkerwanderungen zur Folge.
Man kann nur erahnen das diese Kalamität wohl tausende Menschenleben forderte. Im Detail ist dies jedoch kaum noch nachzuvollziehen.
Auch an der Lahn findet man einige dieser Hochwassermarken wieder; so z.B. unterhalb des Limburger Domes.

Der "Eiserne Steg" in Frankfurt/Main ( Februar 2012 )
Der "Eiserne Steg" in... 
 
 
 
 

Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
19.049
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 22.11.2012 um 10:45 Uhr
Interessanter Beitrag. Bitte mehr davon.
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von:  Friedel Steinmueller

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Friedel Steinmueller
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