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Heute vor 40 Jahren: Orkan "Quimburga" zieht Spur der Verwüstung

Windwurfschäden bei Biebertal/Frankenbach im November 1984
Windwurfschäden bei Biebertal/Frankenbach im November 1984
Heuchelheim | Wer kann sich noch erinnern?
Heute vor 40 Jahren - am 13. November 1972 - ein Montag - bildete sich westliche der Britischen Inseln ein kleines Tief, das sich unter explosiver Intensivierung auf Mitteleuropa zu bewegte.

Die Folgen:
Während der frühen Vormittagsstunden griff ein außerordentliches Sturm - und Orkanfeld auf Deutschland und die westlichen Europäischen Länder über und forderte rund 100 Menschenleben, dutzende Verletzte und Sachschäden die Milliarden DM überschritten.
Da der Orkan besonders das Bundesland Niedersachsen verwüstete, ging dieser Sturm als "Niedersachsen-Orkan" in die Klimageschichte ein. Großflächig wurden ganze Waldgebiete dem Erdboden gleichgemacht. Selbst sogenannte Jungwälder hielten den grausamen Böen, trotz ihrer geringen Angriffsfläche nicht mehr stand und wurden niedergewalzt.

Die Stadt Giessen entging nur knapp einem schweren Unglück; denn:
Wenige Minuten nach der großen Pause wurde das komplette Dach der Friedrich-Feldschule davongeweht und krachte mit voller Wucht auf den Schulhof, wo sich kurz zuvor noch zahlreiche Schüler aufgehalten haben. Aufgrund des Sturmes waren es zwar weniger als gewöhnlich, doch eine Tragödie wäre beinahe unabwendbar geworden.

Frage nun an die Leser:
Wer kann sich noch an dieses Ereignis erinnern?
40 Jahre ist eine lange Zeit; aber es gibt vielleicht noch Leute die von ihren Eindrücken berichten können.

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Verheerender Sturm (1)
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.429
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.11.2012 um 14:55 Uhr
Ich war damals 33 und wohnte in Ulm. Kann mich nicht daran erinnern.
Friedel Steinmueller
2.448
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 13.11.2012 um 15:24 Uhr
In Ulm war es auch unspektakulär.
Die südliche Grenze des Unwetters verlief ca. entlang der zentralen Mittelgebirge - also Eifel, Hunsrück,Taunus, Vogelsberg und Rhön.
Ingrid Wittich
18.892
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 13.11.2012 um 16:09 Uhr
Ich habe mal mein kleines Tagebuch befragt und das sagt mir zu diesem Tag nichts. Aber wenige Tage später, am 17. November, gab es einen heftigen Wintereinbruch mit wahnsinnig viel Schnee. Ich hatte an diesem Nachmittag dienstfrei und bin mittags mit dem Zug von Gießen nach Hause gefahren. Mein Mann steckte abends mit seinem Auto im Schneestau und kam 4 (!) Stunden später als gewöhnlich heim. Dass ich von Minute zu Minute nervöser wurde, kann man sich vorstellen.
Friedel Steinmueller
2.448
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 13.11.2012 um 16:51 Uhr
Daran kann ich mich auch noch gut erinnern!
Vier Tage nach dem Sturm der große Schnee. Nur hielt er sich nicht lange. Es waren so um die 20 cm Schnee in nur wenigen Stunden.
Der Straßenverkehr kam zeitweise zum Erliegen. Kein Wunder also, das man sich dann Gedanken macht, ob alle heil nach hause finden.
Gabriele Meidt
126
Gabriele Meidt aus Langgöns schrieb am 04.02.2013 um 12:11 Uhr
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, da ich als Schülerin in dem Gebäude der FFS war.

Die Religionslehrerin Frau Redhardt kam in unseren Klassenraum und im gleichen Moment segelte eine Dachrinne vom Dach runter in das darunterliegende Klassenraum-Fenster.

Wir verliessen daraufhin sehr organisiert und ruhig das Schulgebäude durch die Turnhalle und hatten ein paar Tage schulfrei.
Friedel Steinmueller
2.448
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 11.12.2013 um 17:36 Uhr
Ich war an diesem Tag - ein Montag - im Berufsschul-Untericht an der Ostschule. Unser Lehrer meinte: "Das ist mindestens Windstärke 6!"
Die Einschätzung war wohl nicht so ganz korrekt. In Böen waren es wiederholt 9 bis 10 Bft; einzelne schlugen mit knapp 12 Beaufort zu. Je weiter man Richtung Norden schaute, wurde es immer dramatischer.
In Niedersachsen, dem Zentrum des Orkans, erreichten die Böen teilweise über 150 km/h. Das liegt deutlich oberhalb von Windstärke 12, die bei 118 km/h beginnt.
Da diese Sturmzyklone auf weit südlicher Bahn von SW nach NE zog, blieb es an den Küsten von Nord - und Ostsee relativ ruhig und eine größere Sturmflut blieb aus.
Zu einem Vergleich kann man den Orkan "Lothar" am 2. Weihnachtstag 1999 heranziehen. Dieser zog auf ungewöhnlich südlicher Bahn, verschonte daher Hessen weitgehend und brachte hauptsächlich Baden-Württemberg und dem südwestlichen Bayern verheerende Schäden in den Wäldern und an der Infrastruktur.
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von:  Friedel Steinmueller

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Friedel Steinmueller
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