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Wie Heuchelheim und Kinzenbach zur Großgemeinde Heuchelheim wurden

Heuchelheim | Im Jahr 1960 wurden wegen der Problematik im Schulwesen sowie bei der Ortsentwässerung und Abwasserbehandlung (Kläranlage) zwischen den Gemeinden Heuchelheim, Kreis Gießen und Kinzenbach, Kreis Wetzlar Verhandlungen aufgenommen. Das Ergebnis war die Gründung des Schulzweckverbandes Heuchelheim-Kinzenbach, der den Bau und den Betrieb der Wilhelm Leuschner-Schule zur Aufgabe hatte. Zu diesem Zeitpunkt dachte man auf örtlicher Ebene und auch bei den übergeordneten Behörden bereits über einen Zusammenschluss der beiden Gemeinden nach.
Die Orte Heuchelheim und Kinzenbach waren in den Jahren davor bereits immer stärker zusammengewachsen. Auf der Grenze lag das Drahtwerk Berkenhoff, das sich in beide Gemeindegebiete hinein erweiterte. Am 1. April 1967 erfolgte der Zusammenschluss der beiden Gemeinden zur Großgemeinde Heuchelheim, die dem Landkreis Gießen zugeordnet wurde. In den Folgejahren wurde die neue Kläranlage gebaut und auch Kinzenbach durch zwei Zubringerkanäle angeschlossen. Die Einweihung des Hallenbades erfolgte 1972 und die westlich davon gelegene Sporthalle wurde 1976 ihrer Bestimmung übergeben.
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1973 zog die Gemeindeverwaltung in das neue Verwaltungsgebäude gegenüber dem Festplatz "Im Linn" ein. Während der Zeit der Zugehörigkeit zur Stadt Lahn begann die Erschließung des Baugebietes Kinzenbach-Süd, was in den letzten 20 Jahren zu einem Bevölkerungszuwachs in Kinzenbach von rund 500 Einwohnern führte.

Nach der Stilllegung der Kanonenbahn erwarb die Gemeinde Heuchelheim den Kinzenbacher Bahnhof mit umliegendem Bahngelände. Im Bahnhofsgebäude wurde ein Heimatmuseum eingerichtet. In Kinzenbach errichtete die Gemeinde 1990 am Blumenring das neue Mehrzweckgebäude, das das alte Dorfgemeinschaftshaus an der Ecke Wiesenstraße/ Krofdorfer Straße ersetzen sollte. Dieses dient seither überwiegend der Feuerwehr und der Erweiterung des Kinzenbacher Kindergartens. Nach der Aufnahme in das Förderprogramm "Einfache Stadterneuerung" konnten mit Hilfe öffentlicher Fördermittel zahlreiche private Bauten im Ortskern saniert bzw. erweitert werden. Auch im Ortsteil Kinzenbach ermöglichte die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm die Sanierung von Wohnhäusern. Der Gewerbepark Heuchelheim-Süd wurde erweitert und nördlich des Abendstems der Industrie- und Gewerbepark Heuchelheim-Nord mit 14 ha Fläche umgelegt und erschlossen. Hier siedelten sich zahlreiche Firmen, Dienstleister und Künstler an. Im April 1999 konnte im Amselweg das Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt im "Kleeblatt-Verbund" errichtet werden. (Quelle: Gemeinde Heuchelheim)

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