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Spaziergang im Herbst

Heuchelheim | Ein kuehler Morgen , Nebel haengen schwer und verdecken die Sicht. Die dicken Baeume sehen fast gruselig aus, wie sie mit den langen duennen Aesten in den Nebel greifen. Raben haben einige Aeste besetzt und beobachten jeden meiner Schritte. Am Boden liegen Kastarnien und Eicheln. Einige Bunte Blaetter haben einen Teppich ausgelegt als wollten sie den Mensch in den Wald einladen. Ich nehme die Einladung an und streife durch leise durch das Gehoelz. Ein Eichelhaeher protestiert lautstark. Selbst im Wald laesst der Nebel meine Haare feucht werden. Es ist kalt, aber der Duft des Herbstwaldes ist so stark und beruhigend das ich die Zeit vergesse. Auf einer Lichtung wird der Nebel wieder dichter. Dort steht einsam eine alte Ruine. Die alten dicken Mauern sind vom Moos und Laub bedeckt. Was war das wohl fuer ein Gebaeude ? Meine Haende wollen ueber die Moosbewachsenen Steine streichen. Ich schliesse meine Augen um die Mauer besser fuehlen zu koennen. Das Moos ist kalt , nass und weich. Blaetter liegen locker oben auf als wollen sie alles verdecken. Die Frage ,,Warum ist das alles verlassen worden,, schiesst mir
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durch den Kopf. War es die Pest die ,die Menschen von ihrem Zuhause vertrieb? War es die Armut die die Menschen in die Stadt ziehen liess. Stadtluft macht frei, dieser Satz kommt mir in den Sinn. Was haben diese Mauern wohl erlebt ? Wurde der Ort vieleicht einfach gepluendert und dem Erdboden gleich gemacht in einem der vielen Kriege ? Die alten Mauern wollen mir ihr Geheimniss nicht verraten. Langsam gewinnt die Sonne gegen die dicken Nebel. Zoegerlich blitzen die Sonnenstrahlen durch die mit bunten Laub behaengten Aeste uber die dicken Mauerresten der Vergangenheit. Mauerreste der Vergangenheit regen zum denken ,ja sogar zum Erinnern und Gedenken an. Meine Haare sind nun schon eher Nass und die Kaelte laesst meine Nase und Ohren fast gefriehren. Zuhause wartet eine heisse Schokolade. Oh wie freue ich mich jetzt darauf. Ich verlasse diesen Wald und nehme die Eintruecke mit und hoffe das ich euch ein bischen mitnehmen konnte auf meinem Spaziergang im Herbst.

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
7.829
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2012 um 09:42 Uhr
Nicole Freeman
7.829
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2012 um 09:42 Uhr
Peter Herold
25.492
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.10.2012 um 09:42 Uhr
Liebe Nicole, schön, dass Du uns mitgenommen hast. Ich z.B. bin ein arger Stubenhocker, da tut es gut mal rausgekommen zu sein. Deine bildhafte Erzählung hat es mir ermöglicht. Danke
Hans Lind
1.681
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 03.10.2012 um 09:51 Uhr
Schöner Beitrag.Es ist,als wäre man dabei gewesen.
Ilse Toth
34.335
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2012 um 10:34 Uhr
Sehr schön geschrieben, liebe Nicole!
Jutta Skroch
12.543
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 07.10.2012 um 15:26 Uhr
Oh ja, ich fühle mich mitgenommen auf deinem Spaziergang. Du kannst wunderbar schreiben.
Hallo Lieber Leser
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von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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