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Wasserstrasse Lahn gestern und heute

Heuchelheim | Das schoene Lahntal ist den meisten als Touristenmagnet bekannt. Sei es als Wanderer, Radfahrer oder Bootsfahrer, fuer jeden hat die Natur etwas besonderes uebrig. Unsere Lahn ist aber auch eine Bundeswasserstrasse. Die Lahn ist 245,6 km lang von der Quelle im Rothaargebirge bei Lahnhof bist zur Muendung bei Lahnstein. Die Bundeswasserstrasse erstreckt sich laut Wasser - und Schiffartsamt vom Badeburger Wehr bei Giessen bis zur Muendung.Gleichermassen wird aber auch die Muendung des Kleebachs bei Heuchelheim direkt an der alten Grenze zwischen Preussen und dem Grossherzogtum Hessen mit km 0 genannt ( wikipedia). Die Lahn wurde bereits zu Zeiten der Roemer als Schiffahrtslinie genutzt . Das Roemische Forum zwischen Dorlar und Waldgirmes zeigt archaeologische Funde aus dieser Zeit. Durch den eher niedrigen Wasserstand ist die Lahn nur bedingt Schiffbar. Im Mittelalter wurden die Schiffe mit Leinen gesichert und ueber Flachstellen gezogen. Im Jahr 1593 begann JohannVI. von Nassau Dillenburg Leinpfade anlegen sodas diese harte Arbeit von Pferden uebernommen werden konnte. Im 17. bis fruehen 18 Jahrhundert
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Lahn (326)
bemuehten sich die verschiedenen Fuersten und Herzoge der Lahn die Schiffbarkeit derselben deutlich zu verbessern. Es wurden Schleussen und Staustufen errichtet, das Flussbett vertieft und schliesslich auch ein Schiffstunnel bei Weilbung gebaut. Dieser ist heute bei den Kanufahrern ein Hoehepunkt einer Lahntour. Die Lahn hat heute im Bereich der Bundeswasserstrasse 29 Wehranlagen; 22 Einkammerschleusen; 1 Koppelschleuse und einen Schiffstunnel ( Koppelschleuse und Tunnel in Weilburg) sowie
3 Bootsgassen bei Giessen. Urspruenglich war geplant die Lahn bis Marburg Schiffbar zu machen. Ein Kanal sollte Lahn und Fulda verbinden und so sollten die Schiffe bis zur Weser gelangen. Eine kurze Zeit waren sogar im Unteren Lahnabschnitt Dampfschiffe unterwegs. Nachdem die Eisenbahn die Strecke an der Lahn fertig gestellt hatte wurden immer weniger Gueter auf dem Fluss transportiert. Der Transport war zu Wasserstandsabhaengig. Heute sind es die Touristen die fuer leben auf der Lahn sorgen. Die alte Lahnbruecke bei Wetzlar gibt immer ein schoenes Foto. Zwischen Heuchelheim,Lahnau und Dutenhofen sollte sogar eine olympiatauglisches Wassersportzentrum entstehen. Zum Glueck fuer unsere Natur haben Naturschuetzer dies verhindern koennen und nur die beiden Seen Dutenhofener See und Heuchelheimer See werden Wassersportlich genutzt. Der Rest des Gebietes wurde zu einem der groessten Naturschutzgebiete in Hessen. 2011 wurde bereits angedeutet das die Lahn eventuell ihre bedeutung als Bundeswasserstrasse verliehren koennte. Das haette zur Folge das alle Schleussen und Wehre von den Gemeinden instand gehalten werden muessen. Hoffen wie einmal das unsere Lahn weiter Bundeswasserstrasse bleibt und der Tourismus in sanfter Art unser Lahntal entdeckt.

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Lahnschwäne

Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
26.346
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 13:16 Uhr
Danke für den Beitag
Ilse Toth
34.933
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 13.09.2012 um 14:01 Uhr
Dem kann ich mich nur anschließen.
Nicole Freeman
8.659
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.09.2012 um 14:09 Uhr
danke. ich mache einfach keine schoenen fotos. vieleicht hat ja jemand schoene bilder die er/ sie als schnappschuss und link dazu stellen moechte. ich wuerde mich darueber freuen.
Peter Herold
26.346
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 14:51 Uhr
Ich werde einen kleinen Beitrag reinsetzen und mit diesem hier verlinken. Habe ein paar Bilder gefunden.
Peter Herold
26.346
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 15:13 Uhr
Mathias Engelhart
5.319
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 15:36 Uhr
Sehr informativ. Es gibt doch immer wieder neues über "unseren" Fluss zu entdecken. Danke dafür!
Nicole Freeman
8.659
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.09.2012 um 18:13 Uhr
super . die zusammenarbeit funktioniert . danke fuer die bilder
Wolfgang Schwarz
153
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 19:08 Uhr
jetzt muß ich mich auch mal dazu melden. ich empfehle jedem einmal in der uhrzeit zwischen 10:00 und 18:00 uhr sich an die lahn im bereich dutenhofen bis wetzlar zu setzen. und zwar länger als 10 minuten. was da inzwischen auf dem wasser für ein film abläuft, kann sich kaum einer vorstellen, der es nicht miterlebt. ich benutze hier wirklich einmal das wort "horden" von möchtegern-kanuten kommen gröhlend, sich gegenseitig und das ufer rammend, häufig betrunken, leergut über bord werfend, die lahn herunter. die anlegemanöver (zeitweise 30 boote zur gleichen zeit) in atzbach, gleichen einer kirmes die völlig aus dem ruder gelaufen ist. zur ehrenrettung einiger weniger möchte ich aber auch nicht versäumen, diejenigen zu loben, die wirklich ruhig, geniessend, ihren kindern dieses wunderschöne gewässer erklärend, sich entspannt ihrem hobby auf dem wasser hingeben. man sieht es ihnen an, in ihren gesichtern ist ein regelrechtes "fremdschämen" zu erkennen.
Birgit Hofmann-Scharf
10.044
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 20:40 Uhr
Genau Herr Schwarz, der Wassersport ( somit Lahn-Tourismus ) hat in z. B. in Lahnau derart zugenommen, dass das Ökosystem und die idyllische Ruhe schon sehr in Mitleidenschaft gezogen ist.
Nicht umsonst gibt es eine Bürgerinitiative " Rettet die Lahnaue " !!

Unter dem Vorwand, etwas Gutes für die Natur tun zu wollen, griffen und greifen Gießen, Wetzlar, Lahnau und Heuchelheim mit der Lahnpark GmbH nach wie vor nach den Flächen der Lahn (!)-Aue, um sie zu verplanen, um Regattastrecken auszubauen und und und....

Insofern verstehe ich den Beitrag von Frau Freeman nicht so recht.
Wolfgang Schwarz
153
Wolfgang Schwarz aus Gießen schrieb am 13.09.2012 um 22:03 Uhr
@ frau Birgit Hofmann-Scharf,
doch ich kann frau freemann`s ausführungen gut verstehen. sie hat es, so denke ich jedenfalls, aus liebe zu diesem fluß geschrieben. aber es hat halt, wie so vieles im leben, mehrere seiten. ich denke, wenn diese von mir angesprochenen gruppen auf ihren touren geführt würden, begleitet von menschen die ihnen dieses leben im, am und auf dem fluß bewußt machen würden, sähe es bestimmt besser aus. schießlich leben sie auch davon diese boote zu vermieten. also warum nicht ein paar euro mehr pro teilnehmer nehmen, jemanden dafür bezahlen, der diese aufgabe übernimmt. es gäbe so viele möglichkeiten, diese art des tourismus sanfter für alle zu gestalten. ich habe selbst vor vielen jahren in lahnau gewohnt und kannte diesen fluß von seiner ruhigen und beruhigenden seite. am wochenende macht es zur zeit keinerlei sinn mehr dort ruhe zu suchen und zu finden. ich freue mich schon auf den spätherbst und die winterzeit, wenn es dort wieder wie vor vielen jahren wird.
machen sie ruhig weiter frau freeman, ich freue mich auf eine fortsetzung über den von mir so geachteten und geliebten fluß.
Nicole Freeman
8.659
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 14.09.2012 um 06:32 Uhr
die Lahn sollte im ,, Sanften Tourismus,, entdeckt werden. Wie das sehr gut gelingen kann zeigen die Gemeinden am Edersee und Kellerwald. Auch die Lahnaue koennte mit Vogelkundlichen Wanderrungen nachhaltig fuer ein gutes verstaendniss fuer die Natur sorgen. Natuerlich kostet das mehr als einen Zaun ziehen und ein Schild aufstellen. Die Hinweistafeln auf denen man seltene Voegel und Pflanzen gezeigt bekommt sind nur ein Anfang. Gefuehrte Touren bleiben auf den wegen, fragen koennen direkt vom Fachmann beantwortet werden. Man Glaubt nicht welche Fragen gerade Kinder zu diesem Thema haben.
Nicole Freeman
8.659
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 14.09.2012 um 06:40 Uhr
http://www.giessener-zeitung.de/lahnau/beitrag/71034/hunderte-besucher-erlebten-einblick-in-die-antike/

ich habe einen link vom beitrag des roemischen forums eingestellt. Der zeigt sehr schoen wie interessant unsere Gegend sein kann. Die Lahn spielte fuer die Roemer eine grosse Rolle als Versorgungsfluss.
Birgit Hofmann-Scharf
10.044
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.09.2012 um 08:04 Uhr
Liebe Frau Freeman,
es steht außer Frage, dass die Lahn als Fluß eine Bedeutung hatte und hat.
Ich wollte Ihren Beitrag auch nicht rundum kritisieren.

So gibt es z. B. von Wetzlar nach Limburg sehr schöne Schiffstouren,
und zwar schon viele Jahre.
Was mich sehr sehr stört, dass der Fluß vermehrt "vermarktet" wird / werden soll, die Touris sollen kommen und so manche Kassen füllen.
Ich habe in der schönen Gemeinde Atzbach gewohnt und die zahlreichen, zweibeinigen Besucher der wunderschönen Lahnwiesen bewundern können. Diese aber sind in höchster Gefahr durch die weiter geplanten Anlegestellen usw. usw...
Das darf so nicht sein, nicht werden !
( Ich glaube, das Thema hatten wir schon einmal im hiesigen Forum )
Hallo Lieber Leser
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von:  Nicole Freeman

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