Bürgerreporter berichten aus: Heuchelheim | Überall | Ort wählen...

Der Verfall von Sitte, Anstand und Moral

Heuchelheim | Nicht besonders viele Jahre ist es her, da lebten wir noch in einer Welt mit wertvollen Tugenden wie Sitte, Anstand und Moral.

Das Leben war im Gros der Gesellschaft so geprägt, dass Mann und Frau sich einen Lebenspartner suchten - also einen Partner für das ganze Leben - diesen mit Gottes Segen ehelichten und dem Familienglück mit vielen Kindern die Krone aufsetzten.
Der Mann ging einem Beruf, seiner Berufung, nach und sorgte für das Einkommen der kleinsten Zelle des menschlichen Glücks, der Familie, während die Frau das Heim und die Kinder umsorgte.
Eine perfekte Welt wie wir sie heute nur noch in wenigen Heimatfilmen sehen können oder die Jüngeren aus Erzählungen ihrer Großeltern kennen.
An Scheidungen dachte man nicht - man hat repariert statt zu Erneuern.
Hat Mensch gesündigt, so ging er in die Kirche und übte tätliche Reue.
Die Menschen waren nicht gestresst, denn Ihr Glück war das Leben an sich und ihre Familie und mit dieser in Frieden zu leben.
Geld wurde höchstens als Notwendigkeit für dieses Glück betrachtet.

Heute leben wir in einer ganz andere Zeit.
Geld ist nicht mehr die Notwendigkeit für familiäres Glück, sondern hat dieses ersetzt.
Mehr über...
Sitte (1)Moral (4)Anstand (1)
Die Gesellschaft strebt nicht mehr nach Harmonie in ihrer kleinsten Zelle, sondern nach Konsum - so als ob nichts anderes auf der Welt existiere.
Die Menschen gehen nicht mehr in die Kirche und üben Reue wenn sie gesündigt haben, sie sündigen weiter denn viele Sünden sind in diesen Tagen sogar "Trend".
Mann und Frau tauschen ihre Partner aus statt ihre Probleme zu lösen. Ihr vor Gott gegebenes Versprechen wird über Bord geworfen als ob es dieses nie gegeben hätte.
Durch die Abhängigkeit vom Konsum ist es den Mächtigen gelungen die Realeinkommen soweit zu reduzieren, dass Mann nur selten noch eine Familie ernähren kann. In dieser Folge fühlt sich Frau unnatürlicherer Weise dazu berufen es dem Mann gleich zu tun und ebenfalls arbeiten zu gehen.
Die Kinder, wenn überhaupt vorhanden, werden dabei in Betreuungseinrichtungen abgeschoben und der kleinsten Zelle des Glücks, der Familie, entfremdet und von fremden Menschen erzogen.
Es werden nur noch reduziert Werte von Vater und Mutter an die Nachkommen vermittelt - völlig Fremde übernehmen diese Aufgabe und zwar so mangelhaft, dass wir uns immer weiter zu einer Gesellschaft ohne wertvolle Tugenden entwickeln - ohne Sitte, Anstand und Moral.

Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
3.848
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 28.07.2012 um 21:46 Uhr
" Nicht besonders viele Jahre ist es her, da lebten wir noch in einer Welt mit wertvollen Tugenden wie Sitte, Anstand und Moral."
Welche Zeit meinen Sie, die Zeit in der es Glaubenskriege gab, Menschen anderen Glaubens oder sexualität offen verfolgt werden durften, wir noch Sklaven hatten, Schwarzen ein normnales Leben ohne Zwang verwehrt wurde, es dramatische Weltkriege gab, Hexen verbrannt wurden, Krankheiten ganze Städte auslöschten...

"Das Leben war im Gros der Gesellschaft so geprägt, dass Mann und Frau sich einen Lebenspartner suchten - also einen Partner für das ganze Leben - diesen mit Gottes Segen ehelichten und dem Familienglück mit vielen Kindern die Krone aufsetzten.
Der Mann ging einem Beruf, seiner Berufung, nach und sorgte für das Einkommen der kleinsten Zelle des menschlichen Glücks, der Familie, während die Frau das Heim und die Kinder umsorgte.
Eine perfekte Welt wie wir sie heute nur noch in wenigen Heimatfilmen sehen können oder die Jüngeren aus Erzählungen ihrer Großeltern kennen."
Ja, damals als die Frau noch die Fresse zu halten hatte, die Bude in Ordnung und ab und an mal still halten musste. War das schön, und heute wollen sie Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Wohin sowas führt wissen wir ja, einmal in den Apfel gebissen und aus war es mit dem süßen Leben.

"An Scheidungen dachte man nicht - man hat repariert statt zu Erneuern."
Ja und macht einander das Leben auf ewig zur Hölle. Und als es so kleinliche Gesetze die zum Beispiel die Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellen noch nicht gab funktionierte das für einen Teil dieser Verbindung auch ohne große Einbußen.

"Heute leben wir in einer ganz andere Zeit.
Geld ist nicht mehr die Notwendigkeit für familiäres Glück, sondern hat dieses ersetzt. Die Gesellschaft strebt nicht mehr nach Harmonie in ihrer kleinsten Zelle, sondern nach Konsum - so als ob nichts anderes auf der Welt existiere."
Ja, wahre Liebe schläft unter den Sternen und ernährt sich aus Mülltonnen. Vielleicht Pflanzt sie aber auch das bisschen fürs Leben auf dem Seitenstreifen an und hält ein paar Schafe und Ziegen im Keller"

"Die Menschen gehen nicht mehr in die Kirche und üben Reue wenn sie gesündigt haben, sie sündigen weiter denn viele Sünden sind in diesen Tagen sogar "Trend"."
Wer bestimmt eigentlich was Sünde ist und wofür sollte man Reue zeigen?

"Mann und Frau tauschen ihre Partner aus statt ihre Probleme zu lösen. Ihr vor Gott gegebenes Versprechen wird über Bord geworfen als ob es dieses nie gegeben hätte."
Die Floskel "Bis dass Gott uns scheide" stammt aus einer Zeit wo die Lebenserwartung noch bei rund 45 Lebensjahren lag. Da kann sich noch drauf einlassen. Ist es denn auch so schlimm, wenn man feststellt das die Liebe gewechselt hat? Soll vorkommen, wer bestimmt denn, dass der Mensch per se ein monogames Wesen ist?

"Durch die Abhängigkeit vom Konsum ist es den Mächtigen gelungen die Realeinkommen soweit zu reduzieren, dass Mann nur selten noch eine Familie ernähren kann. In dieser Folge fühlt sich Frau unnatürlicherer Weise dazu berufen es dem Mann gleich zu tun und ebenfalls arbeiten zu gehen.
Die Kinder, wenn überhaupt vorhanden, werden dabei in Betreuungseinrichtungen abgeschoben und der kleinsten Zelle des Glücks, der Familie, entfremdet und von fremden Menschen erzogen.
Es werden nur noch reduziert Werte von Vater und Mutter an die Nachkommen vermittelt - völlig Fremde übernehmen diese Aufgabe und zwar so mangelhaft, dass wir uns immer weiter zu einer Gesellschaft ohne wertvolle Tugenden entwickeln - ohne Sitte, Anstand und Moral."
Das waren noch Zeiten, als eine ganze Familie vor dem ruin stand als der seiner Berufung nachgehende Vater vom Dach fiel und sich das Genick brach. Damals konnte man seine Kinder noch an reiche Menschen verhökern. Die Brut war aus dem Haus und Geld gab es auch noch. Und auch wenn Papa noch existent war, es gab ja auch mal sowas wie die HJ wo den Buben feine Werte vermittelt wurden. Und das Frauen auch Geld verdienen wollen ist auch irgendwie was feines oder wollen sie ein Druckmittel haben falls die alte nicht mehr spurt. Was sollte eine Frau denn machen, ende 40 mit Kindern die sich irgendwann von dem versoffenen Aas getrennt hat welches ihr Gatte war? Nicht viel, also erdultete man es...ohne Scheidung.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2012 um 21:53 Uhr
Herr Sommer, diese Zeilen sind doch nicht ernst gemeint, oder?
In welche Zeit sehen Sie sich denn zurück?
Möchten Sie, dass die Frauen wieder unterdrückt werden, dem Manne untertan sind, Kinder am laufen Band gebären, um dem Mann die Verhütung zu ersparen?
Und glauben Sie im Ernst, Menschen können sündigen, rennen in die Kirche und ein selbst ernannter "Gottesohn" vergibt? Dann geht es lustig weitermit den Sünden? Und wer bestimmt, was Sünde ist?
Herr Sommer, in welchem Jahrhundert ist die Zeit für Sie stehen geblieben?
Ich fahre in morgen in Urlaub und bin gespannt, sie sich diese Diskussion weiter entwickelt.
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 28.07.2012 um 22:11 Uhr
Gute Kommentare Ilse T. und Florian Schmidt. Ich frage mich in der Tat, auch welcher Zeit Herr Sommer hier hinterherweinen möchte. Für mich ebenfalls völlig unverständlich!

Natürlich, die Kritik an dem schnöden Mammon des Geldes ist berechtigt und daran, dass die Unternehmer immer mehr die Löhne drücken und so die Menschen zwingen ggf. sogar mehrere Jobs gleichzeitig ausüben zu müssen, um Überleben zu können. Aber dies ist dem kapitalistischen Wirtsschaftsssystem und seiner reinen Fixierung auf die freien Marktgesetze geschuldet und nicht dem Wertewandel hinsichtlich der Lebensweise der Menschen und der Familienstruktur.
Ingrid Wittich
18.894
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 28.07.2012 um 22:19 Uhr
So viel Geschwafel sollte man schlicht ignorieren und nicht noch wertvolle Lebenszeit zum Diskutieren verschwenden.
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 28.07.2012 um 22:24 Uhr
Stimmt Ingrid, das scheint wohl das Beste zu sein.
1.872
Rainer Arnheiter aus Gießen schrieb am 28.07.2012 um 22:43 Uhr
DER hat hier gerade noch gefehlt... *lach*
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 28.07.2012 um 22:47 Uhr
Wenn man die Kommentare von Herrn Sommer verfolgt scheint, Herr Sommer trauert um die Zeit des Zweiten Weltkrieges und seine Herrschaft! Oder wie soll ich Ihre Nachricht verstehen? Traurig das manch Mensch nichts gelernt hat aus der Geschichte!
Stefan Walther
3.933
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.07.2012 um 22:58 Uhr
Ist doch ne klasse Satire, erkennt man sofort, auch wenn nicht in der dafür vorgesehenen Rubrik eingestellt.
Birgit Hofmann-Scharf
9.630
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 28.07.2012 um 23:27 Uhr
"Durch die Abhängigkeit vom Konsum ist es den Mächtigen gelungen die Realeinkommen soweit zu reduzieren"
- ein annehmbarer Satz Herr Sommer.

"Nicht besonders viele Jahre ist es her "
- da fragten die Mädchen einen Herrn Dr. Sommer um Rat, wenn sie irgendwelche Probleme hatten, z. B. die Eltern sich nur stritten und zerfleischten, anstatt sich zu trennen,
wenn sie Abi machten wollten, es ihnen als Mädchen aber verwehrt wurde usw. usw.
Welch ein makaberer Zufall der Namensgleichheit.
Bernd Zeun
9.536
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 29.07.2012 um 22:48 Uhr
Wenigstens das Bild ist klasse, allerdings, Herr Sommer, zum Anstand gehört auch, den Bildautor anzugeben.
Arnd Lepère
591
Arnd Lepère aus Gießen schrieb am 30.07.2012 um 01:05 Uhr
Ohne Worte. Nur so viel: Es lebe und bleibe die Gleichberechtigung von Mann und Frau!
Nadine Custer
221
Nadine Custer aus Pohlheim schrieb am 30.07.2012 um 15:52 Uhr
@ Florian Schmidt : Ich liebe deine herrlichen Kommentare
Sabrina Stratil
6
Sabrina Stratil aus Gießen schrieb am 30.07.2012 um 22:50 Uhr
@Herr Sommer: scheinbar scheinen sie nur den "perfekten" Plan Gottes zu kennen, en masterplan sozusagen. Fakt ist allerdings auch hier, dass es schon zu Zeiten Jesu Ehescheidungen gab...Zudem war es zu dieser Zeit eher eine Notwendigkeit heiraten zu müssen, alleine schon deswegen, damit die Frau versorgt war...Demnach kann man die Ehe damals eher als Institution verstehen, als so wie Sie es sagen, als die persönliche krönung des Glücks!!!
Ist es nicht vielmehr wert einmal in eine andere Richtung zu denken. Kann es nicht auch sein, dass eine Scheidung vielmehr als mutige Entscheidung gesehen werden kann, welche deutlich macht, dass man mutig genug ist, zu erkennen das es wohl doch nicht das vollkommene Glück war? Soll man sich nur weil man einmla "Ja"gesagt hat, dazu verdammen lassen, niemals mehr "Nein" sagen zu dürfen? Ist das nicht eher schädlich für die eingegangene Beziehung, die mit der Zeit immer ungesünder wird, und durch aufkommene Unzufriedenheit sich auf die vorhandenen Kinder auswirkt? Ist es dann nicht besser, auszubrechen und zu versuchen mit dem ehemaligen Ehepartner eine Freundschaft zu pflegen, bevor selbst die kaputt geht?
So schön Ihre Ansichten auch sind,Zeiten ändern sich nunmal und es ist an der Zeit umzudenken, dass gilt auch für die Kirchen und das eingefahrene Gottesbild. Denn Gott hat in erster Linie gewollt, dass jeder Mensch nach seinem Willen glücklich wird, er hat lediglich eine Anleitung für ein gelungenes Leben gegeben..
Nadine Custer
221
Nadine Custer aus Pohlheim schrieb am 31.07.2012 um 15:52 Uhr
Ich schlage Herr Sommer eine Auswanderung vor. Bei den Massais in Afrika zum Beispiel haben die Frauen bis heute keinerlei Rechte. Da müssten Sie sich Pudelwohl fühlen - und wir wären ihn los.
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 31.07.2012 um 19:07 Uhr
Leider Herr Sauter.
Christine Weber
6.910
Christine Weber aus Mücke schrieb am 03.08.2012 um 12:24 Uhr
Über soviel dummes Geschwafel kann man nur mit dem Kopf schütteln, Herr Sommer.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Karl-Heinz Sommer

von:  Karl-Heinz Sommer

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Karl-Heinz Sommer
33
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Gedanken zum Sonntag
Keine. Denn Sonntag ist der Tag der Besinnung. Der Tag der...

Weitere Beiträge aus der Region

Tür 7 im Adventkalender 2016
Heute habe ich ein Gedicht für euch. Die drei Spatzen von Christian...
GoSpirit singt auf dem Weihnachtsmarkt in Gießen
Am Sonntag, 11.12.2016 (3. Advent) ab 16:30 Uhr möchte Sie GoSpirit...
Tür 6 im Adventkalender 2016
Heute ist der 6. Dezember ,St. Nikolaus Tag. An diesem Tag sollten...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.