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Das Raetzel der schweren leeren Verpackung

Heuchelheim | Es ist Mittag am kleiner Badesee. Er ist umrandet von Hecken und grossen Baeumen die mit ihren dichten Blaettern schatten spenden vor der brennenden Sonne. Man hoert am Ufer die Froesche quaken. Voegel singen und das kuehle Wasser des Sees sorgt fuer eine Erfrischung an meinen Fuessen. Ploetzlich unterbricht ein droehnender Bass und eine sportlicher Motor das Konzert der Natur. Da sind sie ,die Badegaeste. Da die Gemeinde ,,gemeinerweise,, Hindernisse auf dem Feldweg gebaut hat ,fahren sie einfach ueber die Wiese bis ans Ufer des Sees. Sie bemerken nicht einmal das sie das Futter fuer die Kuehe zerstoehren, es ist ja nur Gras. Am See angekommen wird Gebadet und gefeiert. Man Grillt und hat seine Getraenke im Kofferraum des Autos. Achtlos faellt die Verpackung der Steaks , die Grillfolie und Flaschen auf den Boden. Nach durchfeierter Nacht wird wieder mit dem Auto nach Hause gefahren. Zurueck bleiben die schweren leeren Verpackungen die den weg in den Kofferraum nicht geschafft haben. Aus der Hecke kommt ein unguter Geruch nach Menschlichen Hinterlassenschaften. Die Badegaeste am See sind morgens weg. Nur die Natur bleibt zurueck mit all dem Dreck. Leere Verpackungen muessen ungleich schwerer sein als volle. Wie mag der See erst aussehen wenn die Ferien kommen und noch mehr Badegaeste kommen? Schoen das die Gemeinde es ungemuedlich macht, indem der Rasen nicht gemaeht wird. Schoen das es einige Morgenspaziergaenger gibt ,die ein bischen zusammenraeumen und helfen den Bereich zu Saeubern. Ich habe nicht feststellen koennen das die freiwilligen Muellsammler schwer tragen. Es ist mir ein Raetzel wie die Verpackungen abends schwer und morgen leicht sein koennen. Der See koennte eine Quelle der Ruhe und der Freude sein wenn alle ihren Muell wieder mitnehmen.

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
9.635
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 31.05.2012 um 21:48 Uhr
Guter Beitrag, Frau Freeman.
Ihre tiefsinnige Beobachtung am Badesee bereitet in der Tat so manchen Erholung suchenden Menschen keine Freude. Außerdem ist es eine Vergewaltigung der Natur.

Diese Acht- und Respektlosigkeit ist seeehr bedauerlich.
Wie nur ist es zu verhindern, dass nicht alles fallen und liegen gelassen wird, damit sich auch der Nächste wohl fühlen darf !?
Jutta Skroch
11.635
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 31.05.2012 um 23:08 Uhr
Solange die Leute so faul sind, auch nur 3 m bis zu einer Mülltonne zurückzulegen (Wieseckau und Schwanenteich sind da ebenfalls ein Paradebeispiel dafür), solange wird es wohl nach schönen Tagen so aussehen. Schade, dass man den Verursachern den zurückgelassenen Müll nicht ins Wohnzimmer kippen kann. Das wäre wohl die einzige heilsame Lektion, oder die Hinterlassenschaften der Tiere, um den Spieß mal umzudrehen. Die Leute darauf aufmerksam machen trauen sich die meisten auch nicht, weil man damit rechnen muss, eins auf die Nase zu bekommen.
Angelika Petri
1.756
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 01.06.2012 um 08:34 Uhr
liebe nicole, ein schöner Beitrag zum aktuellen Geschehen...
schön - wenn ein Mensch Augen für Natur und Umgebung öffnet, sieht und oftmals darüber staunt welch ein Raubau mit der Natur getrieben wird, doch, wie dem entgegnen?
wie Jutta aus Buseck schon darüber schrieb, ist wohl die einzige Möglichkeit Bewusstsein zu schaffen indem man diejenigen welchen mit der eigenen Nase darauf stubst, doch ich befürchte, wer solches tut hat keinerlei Bewusstsein mehr, nicht für die Tiere, die Menschen, die Natur.
Am Geldbeutel könnte man sie erwischen indem man eine Umweltstrafe erhebt.
Jutta Skroch
11.635
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 01.06.2012 um 09:53 Uhr
> Am Geldbeutel könnte man sie erwischen indem man eine Umweltstrafe erhebt. <

Dazu bräuchte es wirksame Kontrollen, Parkknöllchen verteilen ist einfacher.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 10:09 Uhr
Gut, dass ich so was nur lesen aber nie direkt sehen muss. Aber es erinnert auch ein bißchen an die derzeitige Diskussion um die Sperrung des Uni-Geländes in der Ludwigstraße. Dort sind die selben Auswirkungen der Verpackungen(Bierflaschen) und auch die achtlos in Briefkästen gestekten menschlichen Abfälle festzustellen. Schöne studierte Gesellschaft. ;-((
Birgit Hofmann-Scharf
9.635
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 10:21 Uhr
Um diesen benannten Platz vor dem Uni-Hauptgebäude wurde auf dem Pflaster eine dicke orange Linie aufgetragen - keine Ahnung, was das bezwecken soll !?
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 10:26 Uhr
Das soll zeigen hinter der Linie in gelb ist kein Alkohol erlaubt und das wissen zumindest die, die dort ihre leeren Flaschen und sonstiges hinterlassen
Jutta Skroch
11.635
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 01.06.2012 um 10:49 Uhr
Hallo Frau Hofmann-Scharf,

hier die Info zu der orangefarbenen Linie, die m. E. nicht zur Verschönerung des Platzes dient. Schon traurig, dass man zu solch drastischen Maßnahmen greifen muss.

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Uni-will-Vandalismus-auf-dem-Vorplatz-stoppen-_arid,344560_regid,1_puid,1_pageid,113.html
Angelika Petri
1.756
Angelika Petri aus Mücke schrieb am 01.06.2012 um 10:51 Uhr
drastisches benehmen erfordert eben auch manchmal drastische Massnahmen, so bitter, wies auch ist...
Parkknöllchen verteilen wäre natürlich auch ne Idee, aber wo findet man schon noch die Autos" die den dazugehörigen auch zuzuordnen wären?....
Birgit Hofmann-Scharf
9.635
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 11:25 Uhr
Fau Skroch, Herr Herold,
vielen Dank für Eure freundliche Info bezügl, der Markierung rund um den Platz vor der Uni.
" Wir haben verstanden" - aber ob die Studi`s das ebenfalls verstehen,
ist ebenfalls ein Rätsel.
Michael Beltz
6.515
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 12:36 Uhr
Da helfen keine Schilder und Hinweise. Da helfen nur Kontrollen und Strafen.
Jeder, der erwischt wird, sollte eine Woche das Gelände reinigen. Das trifft auch die, denen eine Geldstrafe gelassen hinnehmen können.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 18:20 Uhr
Liebe Frau Hofman-Scharf, wenn jemand schon studiert, dann sollte man meinen er kann sich benehmen und weiß, dass Abfälle jeglicher Art selber zu entsorgen sind, aber nicht in Briefkästen ;-(
Birgit Hofmann-Scharf
9.635
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 19:35 Uhr
Tja, Knigge ist "Out"
( oder wird gerade neu geschrieben, als Taschenbuch im Kleinstformat )

Soviel zum "Benehmen", aber die könnten doch auch beim Bier mal darüber diskutieren, wie und warum man auf die Umwelt und den Mitmenschen etwas mehr achten sollte.
Nicole Freeman
7.256
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 01.06.2012 um 20:53 Uhr
da wird auf der einen seite von studenten der restmuell durchwuehlt um zu sehen ob und wie getrennt wird und dann gehen sie zum relaxen in die natur und vergessen den muell richtig zu entsorgen. ich hoffe mit dem beitrag einen stein ins rollen gebracht zu haben. auch wenn es nur ein steinchen sein wird.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.06.2012 um 22:20 Uhr
Ich denke eher anTropfen, den steter Tropfen höhlt den Stein, sprich, immer wieder nachbohren.
Jörg Jungbluth
5.105
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 10.06.2012 um 10:19 Uhr
Herr Beltz ich gebe ihnen da recht. Nur wie wollen sie das umsetzen? 2 Wachmänner rund um die Uhr? Videoüberwachung?
Da hilft nur eine gute Erziehung und bei den Älteren ein klares Umdenken.
Michael Beltz
6.515
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.06.2012 um 11:52 Uhr
Herr Jungbluth, sicher ist die Erziehung wichtig, reicht aber nicht aus. Ich sehe da eine gewisse Rücksichtslosigkeit, die irgendwo ihre Vorbilder haben muss.
Christine Weber
6.910
Christine Weber aus Mücke schrieb am 11.06.2012 um 19:57 Uhr
Wir sind früher auch immer an den Badessen in Offenbach gefahren. Für unseren Abfall hatten wir eine Mülltüte dabei und für die Kippen einen Aschenbecher. Abends wurde der Müll mit nach Hause genommen und in die Mülltonne entsorgt. Der "Grüne See" wurde von den Angelverein bewirtschaftet. Und dann ging es irgendwann so los, dass alle ihren Müll rumwarfen, Flaschen zerschlugen, Mülltonnen umwarfen. Irgendwann durften wir nicht mehr zum Schwimmen dahin, weil die Angler "die Schnauze voll hatten" immer den Dreck der anderen wegzuräumen. Schade für uns. Aber leider nicht zu ändern.
Peter Herold
24.462
Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.06.2012 um 10:41 Uhr
... Vorbilder haben muss ? Wo und wer? das wäre eine Frage, die sicher keiner so einfach beantworten kann. Sagen wir einfach, es ist der "Zeitgeist" wo der "Geiz geil ist" ;-))
Hallo Lieber Leser
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von:  Nicole Freeman

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