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Rechte hessischer Kinder werden verletzt! Eltern und Kinder werden getäuscht! Hunderte von Anträgen – was nun?

Heuchelheim | Es gibt hunderte von Förderausschüssen, die die Anträge von Eltern bearbeiten, die für ihre Kinder mit Behinderung den Besuch einer allgemeinbildenden Schule wünschen. Die Lehrkräfte, die diese Flut von Anträgen abarbeiten müssen, kommen an die Grenzen ihrer Kräfte. Die Schulleitungen und Lehrkräfte haben die unmenschliche Aufgabe, viele Antragsteller zurückzuweisen, da die Landesregierung nicht genügend Personal und Mittel zur Verfügung stellt. Die Klassen mit behinderten Kindern sollen so groß sein, wie jede andere. Pauschal 4 Schulstunden Förderung durch eine zusätzliche Lehrkraft pro Kind mit zusätzlichem Förderbedarf sollen genügen, gleichgültig mit welchen Schwierigkeiten dies Kind zu kämpfen hat. Kinder in den 1. Klassen bekommen zunächst keine Förderung, gleichgültig welche Prognosen aus den Kindertagesstätten und Elternhäusern vorliegen.
Das nächste Schuljahr muss vorbereitet werden, die Kinder wurden bereits an den Schulen angemeldet, aber niemand hat Planungssicherheit, denn die Schulen wissen noch nicht endgültig, wie viel Personal ihnen zur Verfügung steht. Das hessische Kultusministerium hat es nicht geschafft, die Verordnung über Unterricht, Erziehung und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen (VOSB) über das Entwurfsstadium hinauszubringen.
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Podiumsdiskussion (16)Inklusive Beschulung (1)GEW Kreisverbände Gießen-Stadt und Gießen-Land (1)
So sieht die Situation an unseren Schulen aus: Kinder, Eltern und Lehrkräfte fühlen sich allein gelassen und getäuscht. Gewachsene Förderstrukturen werden zerstört, Lehrkräfte versetzt um ein Konzept durchzusetzen, das weder erprobt ist noch durchdacht zu sein scheint.
Aber die noch amtierende Ministerin Dorothea Henzler lässt in einer Pressemitteilung ihres Hauses verkünden:Die Inklusion ist in Hessen auf einem guten Weg. Es drängt sich der Verdacht auf, dass sie die UN Behindertenrechtskonvention nie gelesen hat.
Über den skandalösen Umgang der hessischen Kultusbürokratie mit dem Thema Inklusion und darüber, welche Voraussetzungen für eine gelingende Inklusion geschaffen werden müssen, diskutieren am 22. 05. 2012 ab 20.00 Uhr im Bürgerhaus Kleinlinden Lehrkräfte, Schulleitungsmitglieder und Elternvertreter. Für die Moderaton konnten die veranstaltenden GEW-Kreisverbände Gießen-Stadt und Gießen-Land den HR-Moderator Klaus Pradella gewinnen.
Alle interessierten Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie alle anderen Bürger und die Vertreter der Presse sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

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von:  Otto Martin

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Interessensgebiet: Heuchelheim
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