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Ist wieder ein Jäger ein Luchsmörder?

vergiftete Luchsin Tessa
vergiftete Luchsin Tessa
Heuchelheim | Dieser Artikel stammt aus der Redaktion von "Tierschutznews" und wurde durch den Internet - Tierschutzverteiler gesendet mit der Bitte um Verbreitung.

"Im Bayrischen Wald wurde kürzlich die Luchsin Tessa vergiftet. Der Ökologische Jagdverein Bayern hat eine Belohnung von 18 000 Euro für denjenigen ausgsetzt, der Tessas Mörder überführt. Dieser Jagdverein kritisiert, dass die Staatsanwaltschaft Deggendorf den Fall der Polizei Regen übertragen hat. Jetzt soll ausgerechnet ein Polizist die Tat aufklären,der selbst Jäger und der bisherige Vize-Chef des örtlichen Jagdverbandes ist, wo Tessa getötet wurde.
Das dreijährige Weibchen hatte von einem toten Reh gefressen, das ein Unbekannter mit dem verbotenen Nervengift Carbofuran präpariert hatte. Luchse stehen unter strengstem Artenschutz. Tessas Tötung ist eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft wird. Wo das Junge der Luchsin abgblieben ist, ist unklar. Fachleute glauben, dass es ebenfalls tot ist.
Das Gift im Reh war im Bereich der Kehle gefunden worden, dort hatte jemand Schnitte ins Fleisch gemacht. Es ist verabscheuungswürdig, mit Gift zu hantieren. Man wisse nicht, wie viele Füchse, Krähen und Greifvögel davon gefressen haben, geschweige denn von der Gefahr für Kinder, Hunde oder Katzen. Dass es ausgerechnet ein Reh gewesen sei, weise aber darauf hin, dass es jemand gezielt auf den Luchs abgesehen habe."
http://tierschutznews.ch/blog/1756-ist-wieder-ein-jaeger-der-luchsmoerder.html
Es ist beschämend, dass viele Jagdausübungsberechtigte dagegen kämpfen, wieder Wolf, Luchs und Co. in der alten Heimat Deutschland auszusetzen. Keine vierbeinigen Jäger als Konkurrenten für zweibeinige Jäger! Unverständlich und traurig, gegen eine Artenvielfalt zu sein! Warum keine Beutegreifer, um die Überpopulationen von Rehen und Wildschweinen zu minimieren?
www.tieroase-heuchelheim.com

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
12.524
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 05.05.2012 um 15:59 Uhr
Da bleibt einem die Spucke weg.
Ilse Toth
34.334
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.05.2012 um 17:21 Uhr
Ja Jutta, es gibt auf dieser Welt nichts, was es nicht gibt.
Nicole Kocaoglu Schmidt
721
Nicole Kocaoglu Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 05.05.2012 um 18:39 Uhr
Einen Luchs zu töten macht einen schon sprachlos.
Aber dann auch noch mit diesem Mittel!!!!!!!!!!!
Das Tier ist durch Atemlähmung jämmerlich erstickt.
Ilse Toth
34.334
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.05.2012 um 18:42 Uhr
Hoffentlich wird dieser Kerl gefunden. Und sollte es ein Jäger sein, dann muss dieser Mensch auf Lebzeiten seinen Jagdschein verlieren und keine Waffen mehr haben. Und die Höchststrafe, ab in den Knast!
Uli Kraft
2.185
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 05.05.2012 um 19:16 Uhr
Es scheint immer mehr Jäger(???) zu geben, die ihren waidmännischen Auftrag nicht wirklich ernst nehmen.
Man muss schon staunen, dass die Fälle von gezielt getöteten Beutegreifern wie Wolf, Luchs oder Wildkatze ansteigen.
Erst vor wenigen Tagen ging der Fall des getöteten Wolfs im Westerwald durch die Tagespresse. Hier hat sich ein 71-jähriger den Behörden gestellt, 'er habe den Wolf für einen streunenden Hund gehalten'!!!
Eine wirkliche Strafverfolgung solcher Fälle scheint wohl eher die Ausnahme zu sein. Warum nur???
Ilse Toth
34.334
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.05.2012 um 19:29 Uhr
Warum Uli? Viele Politiker sind Jäger. Also tut man sich sehr, sehr schwer, uralte Jagdgesetze zu ändern. Die Welt und mit ihr die Natur hat sich verändert. Durch das massiver Eingreifen der Jäger, für die Beutegreifer eine Konkurrenz sind, verschiebt sich das Ökosystem.
Uli Kraft
2.185
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 05.05.2012 um 19:36 Uhr
Nicht nur Politiker - Polizisten, Staatsanwälte... etc.
Ilse Toth
34.334
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.05.2012 um 20:23 Uhr
Das stimmt Uli! Und viele kleine Gernegroße, die glauben, mit der Waffe die Welt zu beherrschen!
Birgit Hofmann-Scharf
9.957
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 05.05.2012 um 20:33 Uhr
Diese Satz gefällt mir Frau Toth,
die von Ihnen beschriebene abscheuliche Tat / Giftmord
gefällt mir natürlich ganz und gar nicht.
Wir sollten sooo froh darüber sein, dass sich diese Wildkatzen bei uns wieder einfinden - stattdessen werden sie UMGEBRACHT.
Andrea Mey
10.264
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 06.05.2012 um 16:06 Uhr
Mir fehlen die Worte - ein abscheulicher Mord an einem wunderschönen Tier, über dessen Rückkehr in die heimischen Wälder wir uns eigentlich freuen sollten!
Uli Kraft
2.185
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 06.05.2012 um 17:07 Uhr
Stimmt, Andrea!
Aber leider muss man immer wieder erleben, wie die Menschen den natürlichen Lebensraum der Tiere beschneiden und auch nicht davor zurückschrecken, die Tiere - die eigentlich unter Schutz stehen - selbst vergrämen oder sogar töten!!!
Ilse Toth
34.334
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.05.2012 um 17:35 Uhr
Das fängt doch schon beim Maulwurf an, wenn er sich in den gepflegten Garten "verirrt" hat.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Ilse Toth

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Ilse Toth
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