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Auslandstierschutz - Sara sucht Geborgenheit

"Bist Du ein lieber Mensch"- scheint Sara zu fragen
"Bist Du ein lieber Mensch"- scheint Sara zu fragen
Heuchelheim | Im April 1990 kamen die ersten Hunde von Mallorca ins Giessener Tierheim. Damals musste ich als Vorsitzende des TSV Giessen einige "Schelte" und verbale Angriffe über mich ergehen lassen. Die meisten Menschen jedoch befürworteten diese Aktion. Aber die Gegner, darunter einige Hundezüchter, verurteilten den Tierschutzverein lautstark. "Diese Bastarde gehören nicht hierher"- war die Meinung. Und als Gipfel noch die Anschuldigung, wir würden Steuergelder veruntreuen. Aber das ist schon lange Vergangenheit. In diesen fast 20 Jahren ist der Auslandstierschutz ein Herzensanliegen vieler aktiver Tierschützer geworden. Unzählige Organisationen und Privatpersonen versuchen unter oftmals schwierigen Bedingungen zu retten, was zu retten ist, in Ost- wie auch in Südeuropa. Trotz all dieser Bemühungen werden bis zum heutigen Tage nur eine geringe Prozentzahl der Hunde und Katzen es schaffen, nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz vermittelt zu werden. Die Zahl der Tiere, die getötet werden, geht in die Hunderttausende. Wir quälen uns mit der Fragen: "Wen können wir retten, welches Tier hat keine Chance"?
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Solche Entscheidungen sind unerträgliche Belastungen für uns alle, die sich dieser Aufgabe stellen. Das Herz schlägt für die alten Tiere, die schon so viel Schlimmes ertragen mussten. Wir wünschen uns für ihre letzen Lebensjahre Geborgenheit. Gleichzeitig aber warten Tausende von Welpen darauf, leben zu dürfen. Tierkinder, die auf die Welt kamen, um zu sterben. Das Team der Tieroase hat folgende Entscheidung getroffen. Wir nehmen im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten die Tiere auf, die uns von den im Ausland arbeitenden Vereinen ans Herz gelegt werden. Die Hunde und Katzen, die es am nötigsten haben und die in akuter Gefahr sind. Und so ein Geschöpf ist Sara! Sie ist vier Jahre alt. Als Welpe wurde sie an die Kette gelegt, kannte keine Freiheit und durfte nie die Zuneigung und Betreuung von netten Menschen erfahren. Futter und Wasser bekam sie nicht regelmäßig, Schläge und Fußtritte umso mehr. Bei einer solchen Prügelei an dem wehrlosen, angebundenen Tier, erlitt sie eine schwere Knochenverletzung am Hinterbein. Behandelt wurde sie nicht. Sie lag im Dreck, niemand kümmerte sich um sie und ihre Schmerzen. Dann endlich wurde eingegriffen und die Hündin kam ins Tierheim Roquetas in Andalusien.Einige Zeit begriff Sara gar nicht,
Möchtest Du mich kennen lernen? Ich bin Sara!
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dass sie frei war. Ihr Bewegungsradius war weiterhin 1,50 m- Gewöhnung von vier Jahren Kettenhaltung. Obwohl in diesem großen Tierheim immer ca. 300 Hunde betreut werden, hat man sich um Sara besonders bemüht. Sie ist inzwischen eine kleine Lady geworden. Eine ganz Hübsche, mit schönem Fell, was zum Streicheln einlädt. Zwar blicken ihre Augen noch immer fragend, wenn fremde Menschen kommen, aber sie taut auf und wird mutiger. Sie hat sich zu einer "Knutschkugel" entwickelt, die gar nicht genug Streicheleinheiten bekommen kann. Sie, die bisher nur auf der Schattenseite des Lebens stand, beansprucht nun viel Aufmerksamkeit für sich. Sie möchte am liebsten Einzelhund sein, mit keinem anderen Tier teilen müssen. Katzen und Kleintiere mag sie nicht. Welch liebe Familie hat ein Plätzchen auf dem Sofa frei und ein großes Herz für Sara? Tel. 0641/65960
Übrigens freuen wir uns über weitere Pflegeplätze! Wenn Sie ein Tier bis zur Vermittlung betreuen können, dann rufen Sie doch einfach einmal an oder mailen Sie : iluja@gmx.de

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Streicheln erwünscht!
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Kommentare zum Beitrag

Karsten Brunda
338
Karsten Brunda aus Lich schrieb am 18.01.2009 um 21:48 Uhr
Sie sorgen ja auch dafür, das unsere Tierheime immer schön gefüllt bleiben, bei weit über 20 Welpen im Monat ,die Sie nach Deutschland schleusen. Die armen Alten Hunde in den Tierheimen (Hundeknast) will keiner mehr und werden dann getötet, weil sie auf dauer einen an die Klatsche bekommen. Frage! Was ist das für ein Tierschutz den Sie da machen????? Wir haben genug Tiere hier im Land, die hilfe brauchen. Gegenern hatten Sie bestimmt nicht nur unter den Hundezüchter. Da gibts viele Andere die Ihre machenschaften verurteilen.
Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 18.01.2009 um 22:04 Uhr
Hallo Herr Brunda,

natürlich dürfen im Kommentar auch unterschiedliche Meinungen stehen und nichts spricht auch mal gegen kontrovers geführte Diskussionen, aber vielleicht sollte der Ton nicht gleich so gereizt klingen!?
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.01.2009 um 23:23 Uhr
Herr Brunda, was soll Ihr Ton? Sie kennen mich nicht und wissen nicht, was ich tue. Und ich habe es nicht nötig, mich vor Ihnen zu rechtfertigen.
Karsten Brunda
338
Karsten Brunda aus Lich schrieb am 18.01.2009 um 23:28 Uhr
Hallo Frau Linne,
ich finde es wirklich gut, wenn sich Menschen für Tiere im Ausland einsetzten. Mir wachsen aber die Eckzähne, wenn ich als "AKTIVER" Tierschützer mitbekomme, wieviel Tiere hier in den Tierheimen sterben müssen, weil sie keine Zukunft mehr haben. Schuld daran haben mit sicherheit nicht nur die Züchter, die bekommen von ihren Zuchtverbänden auf die Finger geschaut. Auslandstierschutz aber nicht. Der Auslandstierschutz ist mittlerweile ein unkontrolliertes krankhaftes Geschäft hier in Deutschland geworden. Mein Ton mag zwar gereizt sein, ich kennen aber genug Tierschützer , die unsere eigenen Tiere vor der letzten Spritze retten müssen. Ich verstehe da die Welt nicht mehr. Vielleicht verstehen sie mich jetzt ein wenig. :-)
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 19.01.2009 um 00:10 Uhr
Ich kann mich da nur anschließen, Herrn Brunda. Sie kennen Frau Toth und ihr Engagement nicht. Die meisten der GZ-Leser wissen es sehr zu schätzen. Sicherlich haben Sie nicht ganz unrecht mit Ihrer Meinung, aber das sollten Sie nicht pauschalisieren und nicht alle über einen Kamm scheren.
Karsten Brunda
338
Karsten Brunda aus Lich schrieb am 19.01.2009 um 00:47 Uhr
Hallo Frau Glinke,
ich pauschalisiere hier nichts. "Die GZ -Leser die es zu schätzen wissen" finde ich, sollten auch mal eine andere Meinug lesen. Vielleicht schätzen sie mich dafür noch mehr!!!!!
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.01.2009 um 09:49 Uhr
Die Menschen, die am lautesten schreien, haben Unrecht- sagt der Volksmund. Zum Glück für die Tiere in Europa nehmen viele, viele Tierheime in Deutschland mit europäischem Denken Tiere aus dem Ausland auf, um ein wenig zu helfen. Wer einmal im Ausland vor Ort war, der weiß, wovon ich spreche. Tausende von unschuldigen Tieren sind auf engem Raum zusammengesperrt, die auf den Tod warten. Sie haben nichts getan, als zur falschen Zeit am falschen Ort geboren worden zu sein. Liebenswerte Hunde und Katzen, die um ein bißchen Liebe, Aufmerksamkeit und oft auch um Futter betteln. Im Tierschutz, wie in allen humanitären Bereichen, darf es kein Konkurrenzdenken geben- auch Tierschutz ist grenzenlos. Es kann nur ein sowohl als auch geben- nämlich da, wo Hilfe nötig ist. Jeder Leser und jede Leserin dieser Zeitung, die sich für das Thema Auslandstierschutz interessiert, kann im Internet nachlesen über die verzweifelten Versuche vieler Vereine, Gruppen und Einzelpersonen, die den Tieren im Ausland helfen. Unser Team arbeitet mit vielen Tierheimen in Deutschland zusammen. Wir, die Tieroase Heuchelheim haben immer nur wenige Tiere in der Vermittlung. Jede Familie, die bei uns nicht das passende Tier findet, wird auf die Tierheime in der Umgebung aufmerksam gemacht.
Ich werde mich zu diesen unqualifizierten und aus der Luft gegriffenen Angriffen nicht mehr äußern.
Der Umgangston in den Kommentaren dieser Zeitung ist freundlich, informativ, ernst bis lustig. Solche Äußerungen, Wortwahl und Formulierungen wie von Herrn Brundahabe ich noch nicht gelesen und haben nach meiner Rechtsauffassung mit Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 19.01.2009 um 10:09 Uhr
Sehr geehrter Herr Brunda, ich darf Sie auf folgenden Satz aufmerksam machen, den jeder sieht, der bei der GZ einen Kommentar schreibt: "Schreiben Sie einfach so, als würden Sie mit guten Freunden sprechen und wahren Sie bitte immer einen freundlichen und sachlichen Umgangston." Auf dieser Plattform wird auch eine konträre Meinung gelten gelassen, allerdings sollte immer der Ton gewahrt werden. Ich darf Sie höflichst bitten, dies in Zukunft einzuhalten und ein bisschen mehr auf Ihre Wortwahl zu achten.
Marion Wallenfels
2.035
Marion Wallenfels aus Gießen schrieb am 19.01.2009 um 16:24 Uhr
Hallo Herr Brunda,
Warum sind Sie gleich so aggressiv? Sie schreiben doch selbst in Ihrem 2. Kommentar, dass Sie Auslands Tierschutz gut finden und wenn hier in den Tierheimen Hunde nicht vermittelt werden, weil sie vielleicht zu alt sind, dann hat dies mit Sicherheit nichts mit den Hunden aus dem Ausland zu tun, die ja auch überwiegend, wie Frau Toth erwähnt hat, zu Pflegestellen gebracht werden.
Es wäre bestimmt sinnvoller, wenn AKTIVE Tierschützer zusammenarbeiten würden und sich auf einer sachlichen Ebene austauschen könnten, anstatt sich mit solchen Argumenten das Leben schwer zu machen, damit ist den armen Tieren erst recht nicht geholfen !!!
Manuela Eichmann
1.072
Manuela Eichmann aus Staufenberg schrieb am 20.01.2009 um 19:33 Uhr
Hallo Frau Wallenfels,
ich stimme Ihnen absolut zu. Man könnte viel mehr erreichen, würde man gemeinsam Tierschutz machen. Mir ist es egal woher ein Tier kommt, wenn es Hilfe benötigt. Ich könnte nicht an einem Tier vorbeigehen, welches in Not geraten ist und die Augen verschließen, weil es gerade an einem "falschen" Ort sitzt. Jedes einzelne Tier, dem geholfen wird in besseren Umständen zu Leben, ist die Mühe wert, egal woher es kommt.
Ja, wir haben genug Tiere im Land. Das rechtfertigt aber nicht, daß man andere im Stich lassen sollte.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.04.2009 um 18:29 Uhr
Hurra, die behinderte Sara hat ein wunderbares Zuhause gefunden! Sie ist nach Gotha gezogen und lebt als 3. Mädchen in einem Frauenhaushalt!
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.04.2009 um 09:23 Uhr
Stimmt, lieber Manfred! Und gerade wenn es sich um behinderte Tiere handelt, ist es ein doppeltes Glücksgefühl!
Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 07.04.2009 um 21:03 Uhr
Liebe Frau Toth,

wir von der GZ freuen uns mit Ihnen und mit Sara!!!!!!
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 07.04.2009 um 21:08 Uhr
Danke, liebe Frau Linne! Gerade heute hat das neue Frauchen angerufen. Sie sind überglücklich würden Sara nie mehr hergeben.
Jetzt mal ganz fest die Daumen für Tarzan halten, es sieht so aus, als habe auch dieser behinderte Hund ein Zuhause gefunden.
Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 07.04.2009 um 21:13 Uhr
das wäre richtig klasse. also hock ich mich jetzt hier her und drücke Daumen ;-)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ilse Toth

von:  Ilse Toth

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