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Buddhistische Mönche erstellen ein Sandmandala im Oberhessischen Museum

von Sabine Tseringam 08.03.20122218 mal gelesen1 Kommentar
Von innen nach außen arbeitend, streuen die Mönche mit großer Geduld, höchster Konzentration und Genauigkeit das Mandala
Von innen nach außen arbeitend, streuen die Mönche mit großer Geduld, höchster Konzentration und Genauigkeit das Mandala
Heuchelheim | Sicher erinnern sich viele noch an das Mandala des Medizin Buddha, das buddhistische Mönche im August 2006 im Oberhessischen Museum gestreut haben. Dieses Mandala wurde, entgegen der eigentlichen Tradition, nicht aufgelöst. Nachdem fast sechs Jahre vergangen sind, soll es nun erneuert werden.
Vom 19. bis 24. März werden Tibetische Lamas das Mandala des Bodhisattva des Mitgefühls, Avalokiteshvara, aus farbigem Sand im Oberhessischen Museum in Gießen erstellen. Von innen nach außen arbeitend, streuen die Mönche mit großer Geduld, höchster Konzentration und akribischer Genauigkeit ein komplexes kosmisches Diagramm, das alle Lehren des Buddhismus in sich vereint.
Im tibetischen Buddhismus wird bildlichen Darstellungen eine zentrale Rolle zugewiesen sowohl für die Vermittlung der Lehre wie auch für deren praktische Umsetzung. Diese Darstellungen prägen sich ein und inspirieren den Betrachter positiv zu denken und positive Dinge zu tun.
Bei der Arbeit am Mandala kann man den Lamas täglich von 10 bis 16 Uhr über die Schulter schauen. Nachmittags ab 15:30 Uhr erklärt einer der Lamas in einem Kurzvortrag die Bedeutung der Arbeit und beantwortet die Fragen der Besucher.
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Mandalas bestehen aus Quadraten, Kreisen, Symbolen, und Figuren und stellen einen himmlischen Palast dar, dessen vier Pforten die Himmelsrichtungen symbolisieren. Jedes Mandala ist Wohnort einer Gottheit und eine Repräsentation des buddhistischen Universums.
Die Buddhisten glauben, dass bereits das kurze Erblicken dieses Mandalas einen positiven Eindruck im Geistesstrom des Beobachters hinterlässt, der dadurch für einen Moment mit dem zeitlosen Ideal des allumfassenden Mitgefühls in Berührung kommt.
Avalokiteshvara ist die Verkörperung des Mitgefühls und der liebenden Güte aller
Buddhas. Liebevolle Anteilnahme und tätiges Mitgefühl, ausgerichtet auf das
Wohlergehen aller Wesen, sind ein zentraler Aspekt der buddhistischen Lehren.
Daher wird der Meditation über diesen mitfühlenden Buddha-Aspekt und der
Rezitation der mit ihm verbundenen Mantren großer Segen und heilsame Kraft
beigemessen. Dies gilt in besonderem Maße für Zeiten, in denen man mit großen
Schwierigkeiten und Leiden konfrontiert ist.
Der Tradition nach werden Sandmandalas nach ihrer Fertigstellung wieder aufgelöst. Das Mandala von Avalokiteshvara im Wallenfels’schen Haus wird jedoch bestehen bleiben. Nach Abschluss der Arbeit werden die Lamas am Samstagnachmittag eine Zeremonie zur Einweihung und Segnung des Mandalas durchführen. Dadurch bietet es auch in Zukunft noch die Möglichkeit, sich von seiner heilenden Ausstrahlung inspirieren zu lassen und bereichert die Ausstellung zur Kultur und Religion Tibets.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dharmakirti.de
oder telefonisch bei der buddhistischen Gemeinschaft, Tel. 0641-65196.

Von innen nach außen arbeitend, streuen die Mönche mit großer Geduld, höchster Konzentration und Genauigkeit das Mandala
Von innen nach außen... 
Die Segnung des Medizin-Buddha Mandalas im August 2006
Die Segnung des... 

Kommentare zum Beitrag

Dr. Manfred Klein
1.397
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 10.03.2012 um 09:23 Uhr
Sie dürfen aber nur da rein, wenn Sie keinen Schnupfen haben ;-)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Sabine Tsering

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Sabine Tsering
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