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Zukunft der Solarförderung weiter ungewiss

Heuchelheim | Die Zukunft der Förderung der Solarenergie bleibt vorerst im Unklaren. Klar ist bislang lediglich, dass es zu einer weiteren Kürzung der Solarförderung kommen wird, die über die nach geltender Rechtslage ohnehin anstehende Absenkung zur Jahresmitte hinausgehen wird. Aufgrund des erheblichen Zubaus der installierten Leistung im vergangenen Jahr steht zum 01. Juli ohnehin eine erneute Senkung der Einspeisevergütung um 15 Prozent an, wodurch sich die gesamte Absenkung innerhalb von sechs Monaten auf 30 Prozent summieren wird. Selbst das wird nach einhelliger Meinung jedoch nicht ausreichen, um das Tempo des Zubaus unter die geplante maximale Zubaurate von 3,5 Gigawatt pro Jahr zu senken. Daher soll nach den Plänen der Regierung eine weitere Absenkung vorgenommen werden, über deren Höhe noch keine genauen Informationen vorliegen. Diskutiert wird eine weitere Degression in einer Höhe von bis zu 40 Prozent. Moderatere Vorschläge halten etwa zehn Prozent für ausreichend.

Nicht nur Kleinanlagen im Visier

Wenngleich der Zubau sich im Wesentlichen auf private Anlagen auf Hausdächern konzentriert, bereiten
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die größeren Anlagen auf Freiflächen ebenfalls Probleme. Mit ihrer deutlich höheren Leistung stellen sie besondere Anforderungen an die Stromnetze. Die witterungsbedingten Schwankungen der eingespeisten Stromleistung sind in absoluten Zahlen deutlich höher als bei Kleinanlagen, wodurch Probleme hinsichtlich der Netzstabilität verursacht werden. Bundesumweltminister Röttgen sieht hier besonderen Handlungsbedarf. Es ist jedoch zu erwarten, dass der Zubau solcher Anlagen durch die Reduzierung der Einspeisevergütung stärker gedrosselt werden kann, als dies bei privaten Kleinanlagen der Fall ist. Die Anlage auf dem Dach bleibt rentabel, da alternativ zur Einspeisung ins Stromnetz auch der Eigenverbrauch in Betracht kommt. Dieser wird angesichts steigender Strompreise zunehmend attraktiv. Demgegenüber drückt jede Kürzung der Einspeisevergütung bei Großanlagen unmittelbar die Renditeerwartung der Investoren.

Keine feste Obergrenze geplant

Wenngleich die FDP ihre Vorstellung einer starren Begrenzung des geförderten Zubaus auf ein Gigawatt pro Jahr noch nicht gänzlich aufgegeben hat, scheint dies derzeit nicht konsensfähig zu sein. Die zu erwartenden Umsatzeinbrüche der ohnehin unter immensem Kostendruck stehenden Solarbranche könnten sich als zu drastisch erweisen und für viele Unternehmen das endgültige Aus bedeuten. Ein Argument, dem sich vermutlich auch die FDP nicht verschließen wird. Umweltminister Röttgen weist zudem darauf hin, dass die Photovoltaik vermutlich noch in diesem Jahrzehnt Strom zu marktfähigen Preisen wird produzieren können und damit unabhängig von staatlicher Förderung wird. Der massive Preisverfall für Photovoltaik Module stützt diese Annahme. Kein günstiger Zeitpunkt also, zahlreiche Unternehmen der Branche ihrem Schicksal zu überlassen. Photovoltaik Anlagen über rund zwei Jahrzehnte als Anschubfinanzierung zu fördern und kurz vor der Ziellinie das Geschäft der ausländischen Konkurrenz zu überlassen, wäre sicherlich kein überzeugendes Konzept.

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von:  Christian Münch

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