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Religion und Kultur!

Laßt uns nicht im Stich!
Laßt uns nicht im Stich!
Heuchelheim | Mit folgenden Zeilen möchte ich zum Nachdenken anregen. Geschrieben wurden sie von Bruno Schulz (1892-1942) entnommen aus "Tier-Zitate-Archiv".
Ich finde, es passt zur vorweihnachtlichen Zeit.

Es spricht von Kultur die Menschheit
Die Kirche von Religion
Baut Paläste den schönen Künsten
Aus Gold des Allmächtigen Thron
Sie lauschet entzückt den Klängen
die Mozart für´s Menschenohr fand
Bewundert voll Demut die Werke
Eines Geothe, Schiller und Kant
Die Damen voll Gold und Silber
Beleuchtet von Kerzenschein
Den Allerhöchsten zu ehren
Sich findet die Menscheit ein
Zu beten für´s Heil der Seele
Zur Abwehr von Krankheit und Not
Für sorglos, frohes Leben
Für ruhigen, sanften Tod
Sie senden milde Gaben
Zu seh´n sich im Glorienschein
Um nicht zu fahren zur Hölle
Um dereinst im Himmel zu sein
Und draußen vorm hohen Portale
Jenseits von Wärme und Pracht
Liegt zitternd und frierend ein Kätzchen
in eisig klirrender Nacht
Vom Hunger zermürbt, vom Sturm umbraust
Die Pfötchen erfroren, das Fell zerzaust
Nur leise wimmernd vor Schmerz und vor Not
Wartet still und verlassen auf den grausamen Tod
Und die Ihr gebetet vor gold´nen Altaren
Dass der Schöpfer Euch möge erhalten, bewahren
Habt Ihr in Wärme und leuchtender Pracht
Auch an dieses Gottesgeschöpf gedacht?
Laßt fehlen an Euren Palästen
Nur wenig von Marmorgestein
Laßt fehlen in Euren Kirchen
Von Gold einen kleinen Schrein
Davon gegen Hunger und Kälte
Schützt leidende Kreatur
Erst dann habt Ihr Recht zu reden:

"Von Religion und Kultur"

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.11.2011 um 20:11 Uhr
Jeder einzelne von uns könnte mit wenig viel tun.
Ich höre jedoch immer wieder den Satz: ach- daran kann man doch nichts ändern. Doch- man kann!
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.11.2011 um 20:44 Uhr
Um 1800 haben die Gebrüder Grimm Märchen geschrieben. Und schon zu damaliger Zeit hatte das kleine Mädchen niemand, der ihm half.
Viele Menschen verschließen die Augen vor dem Leid der Welt.
Wir können die Welt nicht ändern- nur einzelnen Geschöpfen helfen.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 28.11.2011 um 22:24 Uhr
Wenn sich jeder in seinem eigenen Umfeld mal umsieht, dann hat er wahrscheinlich schon etwas, wo er sich einbringen kann.
Ich würde lieber eine Sache richtig machen und nicht viele nur halb.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.11.2011 um 22:31 Uhr
Ich bin kein religiöser Mensch, deshalb fällt es mir leicht(er) die "Scheinheiligkeit" zu kritisieren, gut wäre es wenn sich die religiösen Menschen an diesen hervorragenden Zeilen orientieren würden!

Ich denke auch, dass die Not des "Kätzchens" nur als Symbol gedacht ist, es geht wahrscheinlich generell um die tagtägliche Not, auch der vieler Menschen, und darum, dass etliche mit Spenden (milde Gaben) ihr Gewissen beruhigen wollen.

Wenn viele vielen (Geschöpfen) helfen, und wenn es immer mehr werden? Warum sollte man dann die Welt nicht ändern können Ilse?
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.11.2011 um 23:13 Uhr
Ach Stefan, ich mache jetzt fast 40 Jahre aktiven Tierschutz. Während dieser Tätigkeit habe ich auch ungeahntes Leid von Menschen kennen gelernt, die in der Haltung von Tieren ihre Lebensqualität verbessern wollten. Einsamkeit, Brutalität gegenüber Frauen und auch Kindern, Armut, Verwahrlosung und Verlust der eigenen Identität- das alles habe ich im Tierschutz erlebt. Schlecht ging es beiden, den Menschen wie den Tieren. In all den vielen Jahren konnte ich keine Verbesserungen feststellen. Natürlich kann man einzelnen Tieren helfen und die zuständigen Behörden auf das Leid der Menschen hinweisen. Aber im Großen und Ganzen hat sich nichts getan. Ich bin auch kein religiöser Mensch mehr, das habe ich verlernt. Und die Scheinheiligkeit , die oft bei den Gläubigen zu spüren ist, die habe ich nie verstanden. Ja, das Kätzchen ist ein Symbol für das Leid, an denen die Menschen vorbeigehen.
Stimmt Jutta, wenn jeder einzelne von uns in seinem Umfeld die Augen aufmacht- es gibt viel zu tun.
Nicole Freeman
7.225
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 29.11.2011 um 09:35 Uhr
wenn massenvernichtung von strassenhunden und katzen zum wohle des koenig fussball ohne grossen gegenwind stattfinden kann wundert mich nichts mehr. kaum ein medium berichtet ueber das vorgehen . man schaut weg und dann soll man den fussball geniessen . pa da geht mir die galle ueber. ein kleiner bericht in ard brisant keine 10 minuten sendezeit wurde verschwendet. noch immer wird einfach weg gesehen. leid wird ausgeblendet , man redet nicht darueber, man tut so als ob es das nicht gibt. die mauer des schweigens waechst und waechst.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 29.11.2011 um 13:56 Uhr
Nicht nur in der Ukraine, auch in Rumänien ist das Töten der Strassentiere legitiminiert. Armes Europa! Milliarden nach Griechenland, aber nichts übrig für Kastrationsaktionen! Klar, auch das pausenlose Töten der Tiere, was niemals aufhören wird, bringt Arbeitsplätze. Was ist das nur für eine Welt?
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Ilse Toth
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