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Kaiser Barbarossas Erbe heute

Mittelalterliches Treiben
Mittelalterliches Treiben
Heuchelheim | Friedrich I. wurde wegen seines roten Bartes auch Barbarossa genannt. Wer war er und was hat er uns Hinterlassen? Er wurde im Jahr 1122 geboren im Adelsgeschlecht der Staufer. Seine Ideen und sein Handeln hat Folgen bis in die heutige Zeit.
Er legte den Grundstein fuer Oesterreichs selbstaendige Entwicklung indem er Heinrich dem Loewen Bayern zusprach und die Babenberger in die Markgrafschaft Oesterreich inkl Herzogtitel beschraenkt wurden. Das Heer wurde zunehmend zur Soeldnertruppe die es ihm ermoeglichte an den Kreuzzuegen teil zu nehem. In dieser Zeit kamen auch die ersten Muslime nach Deutschland. Als Leibgarde und Reitertruppen waren sie beliebte Soeldner. Um sein wachsendes Reich besser Verwalten zu koennen wurden zahlreiche Staedte gegruendet. Am bekannesten ist wohl Chemnitz aber auch Gelnhausen wurde von ihm Gegruendet. Gelnhausen bietet als Barbarossastadt Erlebnissfuehrungen die einem einen kleinen Einblick in diese Zeit verschaft . Sehenswert ist die Kaiserpfalz die wohl als besterhaltene Pfalz dieser Zeit gilt. Hamburg hat das Hafenrecht durch ihn erhalten und von da an wurde die kleine
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Siedlung ploezlich immer bedeutender. Was waere Hamburg ohne Hafen ? Barbarossa liess auch bereits bestehende Orte neu befestigen. Die Burg Friedberg z.B wurde durch ihn zu dem was sie heute noch ist. Eine starke riesige Wehranlage des Mittelalters die es Lohnt sich anzusehen. Friedberg ist etwas besonderes. Hier regierte keine Adelsfamilie. Friedrich I. ernannte Burgmannen und setzte den ersten Burggrafen ein. Nach dem Tod des Burggrafen waehlten die Burgmannen ihren Burggrafen aus den eigenen Reihen. An Friedrich I. zahlten sie die Steuer. Die Friedberger Ritter waren jedoch nicht gerade freundliche Mitmenschen. Sie hielten sich an das Raubrittertum. Das Wahrzeichen der Stadt , der Adolfsturm traegt den Namen des Mannes dessen Loesegeld den Bau ermoeglichte. Auch die Muenzenburg , Tintenfaeschen genannt , wurde von Kaiser Barbarossa in Auftrag gegeben. Kuno der I. erbaute die Burg die im Baustil an die Kaiserpfalz erinnert. Kuno I von Muenzenberg begleitete Barbarossa zu den Verhandlungen um die Auslieferung Richard Loewenherz den wir zumindes aus den Robin Hood Geschichten kennen.Leider ist die Burg Muenzenberg nur noch als Ruine erhalten. Liebevoll wird das alte Gemaeuer restauriert und von den Muenzenbergern mit Leben gefuellt. Zahlreiche Veranstaltungen wie z.B. das Mittelalterfest zu Pfingsten lassen einen in laengst vergangene Zeiten reisen. Neben den Burgen und Staedten hat uns Barbarossa auch jede Menge Sagen und Gedichte hinterlassen.
Eine Sage laesst uns Glauben das Kaiser Barbarossa in der Barbarossahoele schlaeft und erst wieder erwacht wenn es seinem Reiche zu schlecht ergeht. Es gibt Barbarossaweg der Wanderer an die Orte fuehrt in denen der Kaiser im Laufe seiner Regentschaft lebte und arbeitete. In Erinnerung ist uns Barbarossa meist nur als der Kreuzritter.

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
9.549
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 09:41 Uhr
Schöner Artikel zur Sonntagmorgenlektüre mit vielen Details, die ich nicht kannte, vor allem welche Verbindung der näheren Umgebung wie Gelnhausen, Friedberg und Münzenberg zu Barbarossa besteht.
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 09:53 Uhr
danke herr zeun
ADOLF Stephan
2.035
ADOLF Stephan aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 11:04 Uhr
Gut erklärte Geschichte zu Friedrich I. = Barbarossa , dann ist es auch ein gutes Zeichen , wenn er noch in der Höhle schläft.
Ilse Toth
33.292
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 11:31 Uhr
Wieder ein sehr informativer Artikel, liebe Nicole! Danke!
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 13:01 Uhr
Er schläft im Kyffhäuser, siehe http://www.kyffnet.de/Geschichte/Sagen/sagen.htm
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 13:32 Uhr
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 13:35 Uhr
Hola Nicole, ich habe dich nicht vergessen, in Gegenteil, ich habe deine Artikel immer gelessen...leider hatte ich viel an Hals deswegen könnte ich nicht sofort beantwortet...
Deine Artikel hier brach mich viel Info und die Fotos sind sehr gut..
Weiß du über die Geschichte Fernwald...ich weiß nur...das Früh Steinbach-Annerod und Albach zu Gießen gehört...es war...
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 13:37 Uhr
silvia da muss ich erst mal nachlesen aber ich versuch mal was zu finden
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 13:40 Uhr
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 13:50 Uhr
Danke Nicole...weiß du was...Die Barbarossahoehle könnte eine gute Möglichkeit sein einem Ausflug für die GZ Bürgerreporter/in zu planen....was denkst du?
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 14:32 Uhr
Ein Ausflug ist es jedenfalls wert
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 14:38 Uhr
Das Sagen und gedichte von Barbarossa wurde mich sehr interessieren zu wissen
Doris Kick
3.565
Doris Kick aus Hungen schrieb am 19.06.2011 um 15:37 Uhr
Als Kind war ich einmal am Kyffhäuser... er schläft in dieser Höhle und angeblich soll sein Bart aus Stein immer noch wachsen... was natürlich Quatsch ist, aber so erzählten es die Leute damals. Leider kann ich im Moment nicht scannen, aber so einiges an alten Bildern hätte ich auch noch..
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 16:38 Uhr
Ein schoenes Gedicht ueber seine Ruhe

Gedichte von Friedrich Rückert ( 1788 bis 1866 )






Barbarossa
Der alte Barbarossa,
Der Kaiser Friedrich,
Im unterird'schen Schlosse
Hält er verzaubert sich.

Er ist niemals gestorben,
Er lebt darin noch jetzt;
Er hat im Schloß verborgen
Zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinab genommen
Des Reiches Herrlichkeit
Und wird einst wiederkommen
Mir ihr zu seiner Zeit.

Der Stuhl ist elfenbeinern,
Darauf der Kaiser sitzt;
Der Tisch ist marmelsteinern,
Worauf sein Haupt er stützt.

Sein Bart ist nicht von Flachse,
Er ist von Feuersglut,
Ist durch den Tisch gewachsen,
Worauf sein Kinn ausruht.

Er nickt als wie im Traume,
Sein Aug' halb offen zwinkt,
Und je nach langem Raume
Er einem Knaben winkt.

Er spricht im Schlaf zum Knaben:
Seh hin vor's Schloß, o Zwerg,
Und sieh, ob noch die Raben
Herfliegen um den Berg,

Und wenn die alten Raben
Noch fliegen immerdar,
So muß ich auch noch schlafen,
Verzaubert hundert Jahr.
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 16:42 Uhr
http://www.youtube.com/watch?v=btWvjB4WkYw

das ist auch was schoenes
Nicole Freeman
7.266
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.06.2011 um 16:48 Uhr
das wohl bekannteste gedicht ueber den Kreuzritter

Als Kaiser Rotbart lobesam

Als Kaiser Rotbart lobesam
Zum heil'gen Land gezogen kam,
Da mußt er mit dem frommen Heer
Durch ein Gebirge wüst und leer.
Daselbst erhub sich große Not,
Viel Steine gab's und wenig Brot,
Und mancher deutsche Reitersmann
Hat dort den Trunk sich abgetan;
Den Pferden war's so schwer im Magen,
Fast mußte der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,
Von hohem Wuchs und starker Hand,
Des Rößlein war so krank und schwach,
er zog es nur am Zaume nach;
Er hätt' es nimmer aufgegeben,
Und kostet's ihn das eigne Leben.
So blieb er bald ein gutes Stück
Hinter dem Heereszug zurück;
Da sprengten plötzlich in die Quer
Fünfzig türkische Ritter daher.

Die huben an auf ihn zu schießen,
Nach ihm zu werfen mit den Spießen.
Der wackre Schwabe forcht sich nit,
Ging seines Weges Schritt vor Schritt,
Ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken
Und tät nur spöttisch um sich blicken,
Bis einer,dem die Zeit zu lang,
Auf ihn den krummen Säbel schwang.

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich
Die beiden Vorderfüß' zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
Da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut auch den Sattel noch zu Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken;
Eur Rechten sieht man wie zur Linken,
Einen halben Türken heruntersinken.

Da packt die andern kalter Graus;
Sie fliehen in alle Welt hinaus,
Und jedem ist's, als würd' ihm mitten
durch Kopf und Leib hindurchgeschnitten.
Drauf kam des Wegs 'ne Christenschar,
Die auch zurückgeblieben war;
Die sahen nun mit gutem Bedacht,
Was Arbeit unser Held gemacht.

Von denen hat's der Kaiser vernommen.
Der ließ den Schwaben vor sich kommen;
Er sprach: "Sag an, mein Ritter wert!
Wer hat dich solche Streich' gelehrt?"
Der Held bedacht sich nicht zu lang:
"Die Streiche sind bei uns im Schwang;
Sie sind bekannt im ganzen Reiche,
Man nennt sie halt nur Schwabenstreiche."

Ludwig Uhland, 1787-1862
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 17:28 Uhr
sehr schön Nicole...ich wuste, dass du es wusstes?
es war lange lange Zeit her...
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez
3.023
Silvia Elizabeth Tijero Sanchez aus Gießen schrieb am 19.06.2011 um 17:33 Uhr
Willkommen Kaiser Barbarossas!!!
Christian Momberger
10.833
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 20.06.2011 um 00:27 Uhr
Danke für die interessanten Info's in dem Artikel.
Peter Herold
24.464
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.06.2011 um 17:08 Uhr
Danke für das schöne Gedicht. Das geht einem Schwaben ja wie Öl runter;-)
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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