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Die Weihnachtskatze und andere Überraschungen

Irma wartet auf ihr 18. Weihnachtsfest
Irma wartet auf ihr 18. Weihnachtsfest
Heuchelheim | An einem eisigen Tag im Dezember 1990, kurz vor Weihnachten, wurde ein winziges Kätzchen im Schnee gefunden. Es war ca. 4 Wochen alt, ein mageres Ding mit riesigen, wunderschönen grünen Augen. Ich nahm es vom Tierheim mit nach Hause, um es zu pflegen. Es sah erbarmungswürdig aus. Aber in diesen 500 g Leben steckte ein unglaublicher Wille. Zornig quittierte sie meine Annäherungsversuche und biss mir blitzschnell in den Finger. Hungrig stürzte sie sich auf das angebotene Futter, aber ihr Gesichtchen verzerrte sich vor Ekel. Ich probierte etliche Futtersorten- nichts zu machen. Dann bot ich ihr rohes Rindhackfleisch an. Da "mutierte" der Winzling zu einem Raubtier! Gierig, knurrend und mit erhobener Tatze- oder vielmehr Tätzchen- verteidigte sie ihren Schatz! Und bevor sie es fraß, wurde jedes Bröckchen " tot geschüttelt"! Das musste das Kind einer verwilderten Katze sein, wo das Futter aus Beute und nicht aus Dosen bestand. Irma ist ihrem Motto bis zum heutigen Tag treu geblieben- sie würde kein Whiskas kaufen- sie frißt Rindfleisch! Aus Höflichkeit und um mir eine Freude zu machen, nascht "Madame" ab und
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zu Trockenfutter. Bis vor ca. 6 Jahren hat sie uns Tag für Tag auf "Trab" gehalten und in Aufregung versetzt. Von einer Sekunde zur anderen verwandelte sie sich in eine Wildkatze. Sie ließ sich nicht mehr anfassen, ihr Blick ging in die Ferne- der Schwanz wurde zur Antenne hoch gestellt- sie warf noch einen Blick zum Haus- und weg war sie. Wie haben wir sie gesucht! Oft mehr als eine Woche. Erst als ich im Heuchelheimer Blättchen inserierte, Flugblätter verteilt und eine Belohnung für die Wiederbeschaffung von Irma ausgetzt hatte, ließ sie sich finden. Als armes, kleines Kätzchen kuschelte sie sich in meinen Arm. Böse Welt da draußen- nur Zuhause ist es schön! Aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie schadenfroh schmunzelte, wenn ich die Belohnung bezahlte. Als sie auf einem ihrer Ausflüge fast verunglückte, beschlossen wir, ihr im Garten einen großzügigen, aber gesicherten Auslauf bauen zu lassen. Sogar ein Baumhaus hat sie. Sie bestraft uns bis zum heutigen Tag für diese Maßnahme, mit der wir sie schützen wollen. Jetzt versteckt sie sich im Haus, so dass wir sie hier suchen müssen. Bestimmt amüsiert sie sich in ihrem Versteck, wenn wir diskutieren, ob vielleicht doch jemand aus Versehen die Haustür aufgelassen hat. Manchmal läßt sie sich auch im Schrank einsperren. Wenn sie die Kleider vom Bügel gezogen hat und alles in Unordnung ist, dann macht sie sich lauthals bemerkbar, straft uns mit Mißachtung für unsere Unachtsamkeit und- ist verschwunden. Sie ist unsere heiß geliebte "Geisterkatze", die immer für eine Überraschung gut ist. Sie ist unsere Lady, der man alles nachsieht. Wir hoffen, dass wir mit Irma noch viele Weihnachtsfeste feiern können.

Irma wartet auf ihr 18. Weihnachtsfest
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Irma auf ihrer Lieblingsdecke
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Irma in ihrem Auslauf- Heißluftballon dennoch unerreichbar
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.695
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.08.2012 um 17:13 Uhr
Vielleicht interessiert es die Katzenfreunde unter den Usern, dass unsere Irma noch lebt. Sie ist taub, dünn und schläft viel. Sie hat Arthrose, bekommt Schmerz- und Herztabletten. Wir haben den Eindruck, dass sie zwar müde ist, aber nicht leidet.
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Ilse Toth
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