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Es gibt sie- die Wunder! Eine schier unglaubliche Geschichte!

'Roboto im Tierheim Bad Wildungen
'Roboto im Tierheim Bad Wildungen
Heuchelheim | Man liest in der Zeitung manchen Bericht und denkt- was für ein Quatsch, hier hat Baron von Münchhausen zur Feder gegriffen! Manch ein Leser wird vielleicht auch jetzt ungläubig den Kopf schütteln! Doch diese rührende Geschichte schrieb das Leben. Und sie ist - wie ich denke- einmalig.
Im Dezember 2007 nahm die Tieroase Heuchelheim einen ca. acht Jahre alten Mischling auf. Der kleine Strassenhund hatte schon viel erlebt , war schüchtern und sehr vorsichtig. Das Unglück geschah, und schon am 3. Tag entlief er von der Pflegestelle im Vogelsberg. Es war bitter kalt, und wir hatten große Angst um Roboto. Viele Menschen suchten und fütterten ihn. Brief- und Zeitungsausträger, die Fahrer des Postautos und viele Dorfbewohner halfen. Er wurde mal hier mal dort gesehen. Eines Tages war er wie vom Erdboden verschluckt. Wir waren sicher, dass er tot war. Kurz vor Weihnachten 2010 rief mich das Tierheim in Bad Wildungen an und teilte mit, dass ein Hund von der Tieroase Heuchelheim in ihrem Tierheim sei. Roboto - das war mein erster Gedanke. Wir verglichen die Chipnummer- er war es. Der kleine Hund, der sich von niemanden
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Besondere Geschichte (1)
anfassen ließ, war vom Vogelsberg nach Bad Wildungen gelaufen. Ein Jahr hat er dafür benötigt. Seit 2009 streifte er durch Bad Wildungen, bis ein Mann ihn letzte Weihnachten ergriff und ins Tierheim brachte. Zusammen mit Jörg und Andrea fuhren wir diese Woche nach Bad Wildungen, um Roboto abzuholen. Dort erfuhren wir, dass Roboto die letzte Nacht aus dem Tierheim ausgebrochen sei und zu dem Ort zurückgelaufen war, wo man ihn ergriffen hatte. Er war bei einem Rentner im Wohnzimmer, der verzweifelt dafür kämpfte, den Hund zu behalten. Doch die Mitarbeiter des Tierheimes nahmen ihn mit. Bei dieser Aktion "lüftete sich ein Geheimnis", was uns der ältere Herr bei unserem Besuch erzählte. Diesem Mann hatte sich Roboto im letzten Sommer bei dessen regelmäßigen Spaziergängen angeschlossen. Im Abstand von zwei Metern trottete er hinterher. Sanft konnte ihn der Mann über den Kopf streicheln. Er nahm sogar Leckerchen aus dessen Hand. Er begleitete ihn bis nach Hause, legte sich unter einen Busch und beobachtete das Haus. Dieser Mann tat das Richtige, er bedrängte den Hund nicht, ließ ihn gewähren. Und eines Tages geschah das Wunder, der Hund ging freiwillig mit ins Haus, legte sich auf das Sofa, rollte sich zu einer Kugel zusammen
Roboto lebte im Tierheim mit einer Katze zusammen.
Roboto lebte im Tierheim mit einer Katze zusammen.
und schlief. Es gab Tage, da kam der "kleine Vagabund" wieder zum Vorschein, dann trabte er alleine davon, kam nach Stunden freiwillig zurück auf sein Sofa. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zweier älteren Herren! Dies passte einem Hausbewohner nicht und er schnappte den Hund, um ihn ins Tierheim zu bringen. Wir sprachen lange mit dem älteren Herren, der uns die Geschichte von Roboto und seine eigene Lebensgeschichte erzählte. Wir kämpften mit den Tränen, denn das Leben dieses Menschen und das Leben des Hundes glichen sich verblüffend. Der Mann wurde als sechsjähriger mit seinen Geschwistern in ein Heim gegeben. Von dort flüchtete er immer wieder, lebte auf der Strasse, suchte seine Mutter, die ihn nicht mehr wollte. Er wurde ein Sonderling, lehnte die Menschen ab, wurde einsam, mißtrauisch und mürrisch. Und deshalb verstand er den Hund so gut, der irgendwann von Menschen so enttäuscht wurde, dass er ein einsames Leben auf der Strasse mit all seinen Gefahren einem Leben mit Menschen vorzog. Der alte Herr verstand, dass man den Hund gewähren lassen musste, bis er sich selbst entschied, sich einem Menschen anzuvertrauen. Andrea, Jörg und ich wurden still und sehr nachdenklich. Wer hatte hier seine Hand im Spiel? Schicksal, Zufall oder doch ein Schutzengel, an den wir fest glauben? Ein einsamer Streuner und ein Sonderling haben sich gefunden. Ein Hund vagabundiert drei Jahre umher und findet diesen Mann, der ihn versteht. Es war ein so wunderschönes Gefühl, rührend und nicht zu beschreiben, als ich dem Mann Roboto in den Arm legte. Der Hund schmiegte sich fest an ihn, drehte sich zu mir um, schaute mich mit seinen Kulleraugen an und schnaufte tief und zufrieden. Wir sind mit einem Glücksgefühl nach Hause gefahren und hoffen von ganzem Herzen , dass die beiden Opis noch einige schöne Jahre miteinander verbringen dürfen. Besuchen werden wir die beiden "Kauze" auf alle Fälle wieder.

'Roboto im Tierheim Bad Wildungen
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Roboto lebte im Tierheim mit einer Katze zusammen.
Roboto lebte im Tierheim... 
Abschied vom Tierheim
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Es flossen Tränen, Roboto wartet im Auto
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Zwei Freunde fürs Leben
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Wieder daheim!
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Kommentare zum Beitrag

Hugo Gerhardt
6.681
Hugo Gerhardt aus Gießen schrieb am 19.01.2011 um 22:36 Uhr
Ilse, es ist egal wie man es sehen mag, ob es Wunder, Schicksal, Schutzengel, Gott oder wer auch immer gewesen sein mag.
"Es ist"
...und das ist gut so.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.01.2011 um 22:43 Uhr
Stimmt Hugo, es ist rührend schön.
Hugo Gerhardt
6.681
Hugo Gerhardt aus Gießen schrieb am 19.01.2011 um 23:45 Uhr
Ja
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 20.01.2011 um 08:29 Uhr
wouw was eine geschichte. da wird einem warm ums herz
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 20.01.2011 um 22:00 Uhr
Ich durfte diese Aktion live miterleben und kann nur sagen, das ich dies so schnell nicht vergessen werde.
Andrea Mey
9.733
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 20.01.2011 um 22:54 Uhr
Wir fragen uns alle, wie dieser Hund den weiten Weg vom Vogelsberg bis nach Bad Wildungen geschafft hat...es wird wohl immer sein Geheimnis bleiben!

Als wir den alten, einsamen Herrn angetroffen haben war uns ganz schnell klar: diese beiden gehören zusammen, und der Senior war fest entschlossen, um seinen Hund zu kämpfen!
Am Ende des langen Gesprächs sagten wir: jetzt fahren wir ins Tierheim und bringen Ihnen Ihren Hund nach Hause! Die Augen des Mannes strahlten vor Glück und als wir nach ca. 20 Min. zurückkehrten, stand er vor dem Haus, wartete auf uns, um seinen Hund in die Arme zu schließen!
Das war ein wunderschöner Moment!
Nun sind die beiden einsamen Vagabunden für immer zusammen und es sollte alles so sein...
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 27.01.2011 um 19:03 Uhr
Inzwischen haben sich einige Medien für den Artikel interessiert. Im Anzeiger stand es heute bei "Das besondere Thema". Die Redaktion von Ein Herz für Tiere hat angefragt, ob sie einen Artikel veröffentlichen können und eine Tageszeitung aus Bad Wildungen.
Wenn Roboto nur verstehen könnte, wie "begehrt" er ist!
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 27.01.2011 um 22:19 Uhr
Ich habe den Artikel heute schon gelesen und kann nur sagen, das sich 2 gesucht und gefunden haben.
Nicole Freeman
7.203
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2011 um 08:53 Uhr
hallo ilse dein bericht war gestern in der giessener allgemeine mit den fotos.
da stand aber ein anderer name . ich fands gemein
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.01.2011 um 10:35 Uhr
Ich weiß nur von dem Bericht im Anzeiger. Und da steht Roboto. Das neue Herrchen nennet Bubele und Jungele.
Da muss ich noch mal in der Allgemeinen schauen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Ilse Toth

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Ilse Toth
33.255
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