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Schunk erhält Auszeichnung für Innovative Bauteile

Ingo Cremer, Präsident der EPMA überreicht die Auszeichnung an Dr. Frank Baumgärtner (re), Leiter Forschung und Entwicklung der Schunk Sintermetalltechnik GmbH Gießen.
Ingo Cremer, Präsident der EPMA überreicht die Auszeichnung an Dr. Frank Baumgärtner (re), Leiter Forschung und Entwicklung der Schunk Sintermetalltechnik GmbH Gießen.
Heuchelheim | Die Schunk Sintermetalltechnik in Heuchelheim (SST) ist vom europäischen Verband der Pulvermetallurgie (EPMA) in der Kategorie „Innovative Bauteile“ ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung „Exzellenz in Pulvermetallurgie“ wird einmal im Jahr anlässlich der Jahreskonferenz des Verbandes vergeben. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung konnte Dr. Frank Baumgärtner, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung der SST in Heuchelheim, den Preis entgegen nehmen.
Für ihre Entwicklung des Bauteiles „Bremsband“ wurde der Schunk Sintermetalltechnik in Heuchelheim in der Kategorie „Innovative Bauteile“ die Auszeichnung „Exzellenz in Pulvermetallurgie“ verliehen. Die entwickelte Komponente kommt in Vorrichtungen zur Sitzverstellung von Automobilen zum Einsatz. Dort muss sie hohen Belastungen standhalten, damit auch nach einem Unfall die Funktion nicht eingeschränkt ist.
„Wir sind unglaublich stolz auf diesen Erfolg! Für die vielen klugen Köpfe und fleißigen Hände, die ihre Ideen und ihr Können in die Entwicklung eingebracht haben, ist das nicht nur eine schöne Belohnung, sondern auch eine Ermutigung weiter zu
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machen“ freut sich Baumgärtner. Überreicht wurde der Preis durch den Präsidenten der EPMA, Ingo Cremer, auf dem Fachkongress EuroPM2008, dem Jahrestreffen des europäischen Verbandes der Pulvermetallurgie. Das Treffen fand in diesem Jahr in Mannheim statt und wurde von knapp 500 Fachvertretern aus ganz Europa besucht.
Das Bremsband der SST wird in einem der ältesten, aber auch innovativsten Verfahren der Metallurgie gefertigt, dem so genannten Sintern. Ausgangsmaterialien sind hierbei reine oder legierte Metallpulver die in Form gebracht werden. Schunk verwendet zur Formgebung zwei verschiedene Verfahren: Die axiale Presstechnik und die Spritzgießtechnik. Im Anschluss an die Formgebung folgt der eigentliche Prozess des Sinterns. Hierbei wird das Teil bei etwa 1120 Grad erhitzt. Durch die Diffusion der Pulverpartikel entsteht eine feste metallische Verbindung.
Das in Heuchelheim entwickelte Bremsband wird hierbei aus reinem Eisenpulver hergestellt, das zur Erhöhung der Stabilität mit einer bestimmten Menge Karbon vermischt wird. Die Entwicklung der Komponente fand in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden statt.
Insbesondere in der Automobilindustrie kann auf Bauteile aus Sintermetall kaum noch verzichtet werden. Kein Auto bewegt sich ohne Sinterteile: Sie befinden sich in Motor und Getriebe, im Sicherheitsgurt, im Zündschloss, in der Sitzverstellung und in vielen Anwendungen mehr. Die so genannte „Rastnocke“ im Sicherheitsgurt, ein Bauteil, das das Einrasten des Sicherheitsgurtes im Auto ermöglicht, wurde von Schunk bereits für weltweit mehr als 100 Millionen Autos im Sinterverfahren gefertigt.
Die Schunk Sintermetalltechnik GmbH ist ein Unternehmen der Schunk-Gruppe. In den Werken in Heuchelheim und Thale werden Sinterformteile, Sinterlager und Metallspritzgußteile vor allem für die Automobilindustrie und die Haushalts- und Elektroindustrie hergestellt. Die Schunk Sintermetalltechnik beschäftigt an ihren beiden Standorten in Heuchelheim und Thale insgesamt 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon entfallen 470 Beschäftigte auf das 1932 in Heuchelheim gegründete Werk.
Die Schunk-Gruppe ist ein international agierender Unternehmensverbund mit einem Produkt- und Leistungsspektrum in den Unternehmensbereichen Materials, Weiss Technik, Sintermetalltechnik und Sonosystems. Das 1913 von Ludwig Schunk und Karl Ebe in Fulda gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von 780 Millionen Euro. Zur Gruppe zählen 60 operative Tochtergesellschaften. Schunk ist in 26 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 7.900 Mitarbeiter.

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