Bürgerreporter berichten aus: Heuchelheim | Überall | Ort wählen...

Fast wie ein Märchen- für Kater Larry wurde es war

von Ilse Totham 03.12.2008816 mal gelesen1 Kommentar
Kater Larry im Glück
Kater Larry im Glück
Heuchelheim | Viel Trauriges erleben aktive Tierschützer Tag für Tag. Viel Leid wird den Tieren angetan. Die Geschöpfe werden vernachlässigt, bekommen kein Futter, werden geschlagen, ausgesetzt und erbarmungslos ihrem Schicksal überlassen. Sie irren lange umher - auf der Suche nach ihren Menschen und dem verlorenen Zuhause. Sie begreifen nicht, dass man sie bewusst und gewollt ausgesetzt hat. Oft kommt jede Hilfe zu spät. Die Tiere werden an- und überfahren, verkriechen sich verletzt und erschöpft, sterben einen einsamen und meistens qualvollen Tod. Sie haben nichts getan, sie sind ihren Besitzern lästig geworden. Oft werden die Tiere in einem so elenden Zustand gefunden, dass jegliche Hilfe zu spät kommt. Unser alter Kateropi Larry hat Glück gehabt. Gleich mehrere Schutzengel scheinen über ihn gewacht zu haben.
Seine neuen Menschen, die ihr Herz und ihre Tür weit geöffnet haben für den Katzensenior, haben einen Brief geschrieben. Diese rührenden und zu Herzen gehenden Zeilen möchte ich allen Tierfreunden und interessierten Lesern und Leserinnen zur Kenntnis geben.
Bitte gehen Sie nicht achtlos an dem Leid der Tiere vorbei. Jeder von uns kann helfen, Elend zu mindern.

Mehr über...
Rettung (16)Kater Larry (1)Adoption (10)

Die Geschichte vom Kater, der sich in unsere Herzen schnupperte

Gefunden wurde er auf einem Misthaufen im Feld, alt, blind, taub, krank, fast verhungert und erfroren.
Man hatte ihn dort einfach weggeworfen und seinem traurigen Schicksal hilflos ausgeliefert.

Gerettet wurde er von guten Seelen, die ihn zur Tierärztin Frau Nicole Schmidt nach Heuchelheim brachten.
Frau Schmidt und ihr Team pflegten den Kater liebevoll und versorgten ihn gut, und als er schließlich wieder kräftig
genug war, suchten sie ein neues Zuhause für ihn.

Aber wer will schon einen blinden und tauben alten Kater aufnehmen?

Wir hatten im letzten Sommer unseren eigenen Kater im Alter von 18 Jahren verloren. Mein Mann und ich hatten damals
beschlossen, wieder eine Katze zu haben, wenn sie denn zu uns käme und niemand sie würde haben wollen.

Dann rief uns Frau Schmidt eines Abends einfach an und erzählte vom Elend des Kater-Opas in Ihrer Praxis.
Ohne zu fragen und ohne einen weiteren Gedanken an das zu verschwenden, was möglicherweise auf uns zu kommen könnte, holten wir das Tier bereits am nächsten Tag heim.
Ein verstörter und an Körper und Seele zutiefst verletzter kleiner Kerl zog bei uns ein.

Sein Name ist Larry, und obwohl er weder sehen noch hören kann, beginnt er sich bei uns einzuleben und genießt die Wärme, Ruhe und Zuneigung, die ihn sein Lebenstrauma vielleicht irgendwann vergessen lassen.

Mit viel Geduld, Liebe und Rücksicht lernt er, sich in der Wohnung zurecht zu finden und dankt uns jeden Tag durch ein bisschen mehr Vertrauen, das er uns ganz langsam immer mehr entgegen bringt. Er erschnuppert und ertastet sein neues Zuhause, ganz vorsichtig und Schritt für Schritt, aber mit ungebrochenem Lebenswillen und einer guten Portion neu erwachten Mutes.

Er schnupperte sich vom ersten Augenblick an in unsere Herzen und wir sind glücklich und dankbar, ihm ein Zuhause für einen beschützten und geborgenen Lebensabend geben zu können.

Auch ein altes und behindertes Tier hat ein Recht auf Liebe und friedvolle Geborgenheit, es hat nur noch wenig Zeit, sich mit den Menschen auszusöhnen und seine Dankbarkeit ist umso tiefer. Eine für Mensch und Tier reiche und innige Beziehung hängt nicht davon ab, wie jung
oder gesund das Tier ist. Ein Tier heilt Deine Seele, heile auch Du seine.

Mein Mann und ich danken allen, die sich um Kater Larry bemüht haben, die nicht weggesehen haben, als sein Elend so offensichtlich war und die nicht einfach vorüber gingen, als er die helfende Hand so dringend brauchte.

Mensch, erbarme Dich! Nicht nur zur Weihnachtszeit.

Dagmar & Norman K. Kinzenbach

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Sind die Hosen gerettet??

Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 22.05.2010 um 16:59 Uhr
Über ein Jahr hat der alte Kater noch ein behütetes Leben bei lieben Menschen gehabt., die ihn für alles Unrecht, was ihm Menschen angetan haben, entschädigten.
Nun ist er in den Katzenhimmel gegangen. Sanft ist er in den Armen seines Frauchens eingeschlafen.
Wenn es die Regenbogenbrücke gibt, dann geht es Dir für immer gut.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Ilse Toth

von:  Ilse Toth

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Ilse Toth
33.256
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Ein Viererpack zum Verlieben!
Ungeplant waren sie, die süßen Minimiezen! Ein...
Adventstreffen der Tieroase Heuchelheim!
Am Sonntag, den 4.12. ab 11 Uhr laden wir Tierfreunde und...

Weitere Beiträge aus der Region

Sonntag in Grünberg
Diesen Sonntag sollte es nach Grünberg gehen. Weihnachtsmarkt und bei...
Tür Nummer 5 im Adventkalender
Ein Tag vor Nikolaus habe ich dieses Lied für euch. Laßt uns...
Der Schiffenberg war heute Anziehungspunkt
Heute konnte man einen Spaziergang auf dem Schiffenberg mit einem...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.