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Herstellung von Betonfertigerzeugnissen steuern und überwachen

Manuel Damm und Benjamin Reitz an der Anlage zum Plattenbeschichten.
Manuel Damm und Benjamin Reitz an der Anlage zum Plattenbeschichten.
Heuchelheim | Pflastersteine, Terrassenplatten, Treppenstufen, Mauersteine oder Pflanzgefäße aus Beton in unterschiedlichsten Formen und Farben erblickt man beinahe überall - auf Straßen und Plätzen, in Parks und Gärten, im privaten Bereich wie auf großen Firmengeländen. Besondere optische Effekte oder Oberflächenstrukturen werden den Kundenwünschen und Gestaltungsideen heutzutage gerecht und bereichern das Portfolio neben dem schlichten "Einheitsgrau" ungemein. Die Basis für die fertigen Produkte bilden aber weiterhin zumeist die rohen Betonfertigteile. Diese werden in großen Fertigungsanlagen am Fließband produziert; der benötigte Beton zuvor je nach gewünschter Betonart, Beschaffenheit, Eigenschaft und Verwendungszweck aus Zement, Gesteinskörnungen und Anmachwasser nach benötigter Rezeptur zusammengemischt. Diese ganzen maschinellen Produktionsprozesse zu überwachen und zu steuern obliegt den Verfahrensmechanikern in der Steine- und Erdenindustrie der Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse. Zu diesem Beruf bildet in der heimischen Region beispielsweise die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG in Heuchelheim
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aus. Neben einer Auszubildenden zur Industriekauffrau und drei Auszubildenden zum Betonfertigteilbauer sind am 2. August auch zwei angehende Verfahrensmechaniker ins erste Lehrjahr gestartet. Einer von diesen beiden ist der 19-jährige Manuel Damm aus Grünberg. Nach seinem Realschulabschluss und dem Hineinschnuppern in den Maschinenbau an der Fachoberschule hat er sich letztendlich für die dreijährige Ausbildung entschieden, die im so genannten dualen System absolviert wird - im Ausbildungsbetrieb sowie berufsbegleitend in der Berufsschule. Diese befindet sich, so erklärt Ausbildungsleiter Stefan Hederich, im bayerischen Wiesau/Oberpfalz in der Nähe von Bayreuth. Diese sei eine von drei Berufsschulen in Deutschland, welche für Auszubildende zum Verfahrensmechaniker Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse in Frage komme. "Zwei bis drei Wochen dauert ein Unterrichtsblock dort", erzählt Benjamin Reitz aus Wetzlar-Garbenheim, Auszubildender im beginnenden zweiten Lehrjahr. Zirka 32 Wochen umfasst die schulische Ausbildung insgesamt. Während dieser Zeit wohnen die auswärtigen Auszubildenden in einem der Berufsschule angeschlossenem Internat, wofür die Firma Rinn für seine derzeit insgesamt sieben Verfahrensmechaniker-Azubis die
Manuel Damm und Benjamin Reitz an der Anlage zum Plattenbeschichten.
Manuel Damm und Benjamin Reitz an der Anlage zum Plattenbeschichten.
Kosten trägt. Neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Sport oder Religion stehen in der Schule fachspezifische Themen wie Verfahrenstechnik oder Elektropneumatik auf dem Plan. Reitz freut sich bereits auf die nun mehr fachliche Bildung im zweiten Jahr. Im Betrieb hat er bisher vor allem an der Instandhaltung der Maschinen mitgewirkt und in verschiedenen Abteilungen vielerlei Grundkenntnisse vermittelt bekommen. "Dieser Beruf ist jetzt genau das Richtige für mich", gesteht Reitz, dem die technische Komponente daran besonders gefällt. Er hatte ursprünglich Fachinformatiker als Berufswunsch ins Auge gefasst, ist aber nach seinem qualifizierten Hauptschulabschluss umgeschwenkt. Nach der Ausbildung sollte der Verfahrensmechaniker die Fähigkeiten entwickelt haben, die Anlagen und Maschinen selbständig einzurichten, bedienen, kontrollieren, warten und reparieren zu können. Hinzu komme die Überwachung und Steuerung der Anlagen. Auf dem Weg dorthin stehen Ausbildungsinhalte in verschiedenen Arbeitsbereichen an: Labor und Entwicklungszentrum, Schlosserei, Elektrowerkstatt, Plattenfertigung und Pflasterfertigung in Heuchelheim, Maschinenfertigung am Standort Steinbach, Vorsatzmischanlage, Verladung und Serviceteam.
Am Anfang dies allen
Benjamin Reitz und Manuel Damm an der Pflasterstrahlanlage mit Qualitätskontrolle.
Benjamin Reitz und Manuel Damm an der Pflasterstrahlanlage mit Qualitätskontrolle.
steht Manuel Damm noch. Bis die Ausbildung richtig losgeht und die Berufsschule in Bayern Mitte September startet, durchläuft er derzeit eine Kennenlernphase im Betrieb: Für einige Tage begleitet er dort Mitarbeiter direkt am Arbeitsplatz, um in die örtliche Situation und alle relevanten Arbeitsbereiche hineinschnuppern zu können.
Wer Interesse für diesen Beruf zeigt, sollte vorab einen ausgeprägten Sorgfaltssinn mitbringen, der später beim Mischen von Rohstoffen nach spezifischen Rezepturen unabdingbar ist. Ebenfalls ist Interesse an Mathematik (für Berechnungen), an Chemie und Physik (für Analyse von Proben, Mischen) empfehlenswert. Während der Beruf des Verfahrensmechanikers Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse mehr technisch ausgerichtet ist, orientiert sich im Vergleich dazu der Beruf des Betonfertigteilbauers mehr handwerklich.
Die Ausbildungsvergütung liegt bei Rinn, so Hederich, im dritten Ausbildungsjahr bei etwa 716 Euro. Das Einstiegsgehalt der Verfahrensmechaniker wird bei 2200 bis 2300 Euro brutto angegeben.

Manuel Damm und Benjamin Reitz an der Anlage zum Plattenbeschichten.
Manuel Damm und Benjamin... 
Manuel Damm und Benjamin Reitz an der Anlage zum Plattenbeschichten.
Manuel Damm und Benjamin... 
Benjamin Reitz und Manuel Damm an der Pflasterstrahlanlage mit Qualitätskontrolle.
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