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Warum muss so etwas passieren?

Heuchelheim | Menschen versagen- und die Tiere sind die unschuldigen Opfer. Am Montag Nachmittag ereignete sich in Heuchelheim ein dramatischer Vorfall mit zwei Rottweilern. Ein Heuchelheimer Ehepaar kam mit ihrem kleinen Pudelmädchen an der Leine vom Einkaufen aus dem Geschäft. Die Besitzerin sah, dass sich zwei Rottweiler von der Leine rissen und auf sie zustürmten. Ehe die entsetzte Frau reagieren konnte, stürzten sich die zwei großen Hunde auf das Pudelchen. Beherzte Menschen griffen ein und konnten die Rottweiler von dem kleinen Hund trennen. Dieser war schwer verletzt. Zwar hat der Führer der Rottweiler seinen Namen und Adresse gegeben, aber die unter Schock stehende Besitzerin des Pudels hat er nicht in die Veterinärklinik gefahren. Hilfsbereite Menschen mussten ein Minicar rufen, damit der arme Hund schnelle Hilfe bekam. Ich habe heute mit dem Ehepaar gesprochen, die ihren kleinen Hund sehr lieben. Der Mann ist schwer krank, sitzt im Rollstuhl, sein Hundchen war sein ein und alles. Unter Tränen haben sie berichtet, dass die Hündin heute operiert wurde und man noch nicht weiß, ob sie es schafft. Mehrere Rippen
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Beißerei mit Hunden (1)
sind gebrochen, sie hat tiefe Fleischwunden und innere Organe sind verletzt. Der Führer der Rottweiler hat sich nicht nach dem Befinden des zerbissenen Tieres erkundigt. Es ist von dem Ehepaar Anzeige erstattet worden, ein Anwalt ist eingeschaltet.
Hunde werden nicht böse geboren. Was ist in der Erziehung der Rottweiler falsch gelaufen, dass diese Rüden ohne Grund und Vorwarnung eine kleine Hündin tot gebissen hätten? Was ist das für ein Hundeführer, der seine zwei Hunde nicht in der Gewalt hat, sodass sie sich losreißen konnten? Warum steht er mit den Hunden an einem Kiosk in unmittelbarer Nähe von viel besuchten Geschäften, wo sich viele Menschen mit Kindern und Hunden aufhalten, wenn er seine Tiere nicht imGriff hat?
Jetzt wird es wieder heißen : "die Rottweiler sind böse Hunde- richtig, dass sie in die Verordnung gefährlicher Hunde aufgenommen wurden". Es ist aber niemals eine Rasse, die böse ist, sondern einzelne Exemplare, die durch Zucht, Haltung oder falscher Erziehung zu Bestien werden können. Ich persönlich kenne einige Rottweiler, die gutmütig und brav sind. Rottweiler haben normalerweise eine hohe Reizschwelle und lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Ich wünsche der kleinen Tapsy viel Glück und Lebenswillen! Denn Zuhause warten zwei Menschen auf ihren Hund.

Kommentare zum Beitrag

Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.07.2010 um 08:25 Uhr
Es ist eben die Frage, ob man jedem Zeitgenossen ein Hund anvertrauen muss, soll oder kann . Gefährliche Hunde gehören verboten, was aber sicher schwer zu selektieren ist. Die Tierheime sind voller Tiere, die Landschaft voller Hundekacke...
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2010 um 10:03 Uhr
"Man" darf natürlich nicht jedem Zeitgenossen einen Hund anvertrauen. Aber wer ist "man"? Die Tierschutzorganisationen haben keine finanziellen Motive bei der Tiervermittlung und geben bei weitem nicht jedem einen Hund. Wir haben aber eine sog. Hundemaffia, meistens Ostblockhändler, welche die Ware Tier an jederman verkaufen. Und dafür fühlt sich seit Jahren niemand zuständig. Die Tierschützer kämpfen gegen Windmühlen.
Trotz aller Warnungen kann weiterhin jeder"man" Hunde produzieren, an jeder"man" verkaufen. Das Tier ist unschuldig, hilflos den Machenschaften ausgeliefert. Und so passieren trotz aller, oftmals unsinniger Verordnungen, weiterhin Unfälle.
Herr Dr. Klein, die Landschaft ist nicht nur voller Hundekacke! Komischerweise regt man sich nur über den Kot der Hunde auf. Wobei ich die Meinung mit Ihnen teile, dass man die Hinterlassenschaften seines Hundes entsorgen kann bzw. muss.
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.07.2010 um 10:22 Uhr
Tiere sind eine Ware wie jede andere, daher macht es Sinn soviel zu verkaufen wie es geht, auch ein Übel des ökonomischen Prinzips. Wenn nur jeder entsorgen würde! Natürlich regt "man" sich nur wegen Hundekacke auf, weils zum Himmel stinkt.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2010 um 10:25 Uhr
Dieser Vorfall zeigt mir wieder, wie wichtig ein "Hundeführerschein" wäre. Ganz wichtig, dass die Herrchen und Frauchen getestet werden, damit belegt ist, dass die Tiere auch in erfahrenen und geeigneten Händen sind. Die Hunde können nichts dafür - die Besitzer sind in der Regel das Problem.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2010 um 10:54 Uhr
Das Übel fängt nicht erst bei den ungeeigneten Besitzern an. Jeder - aber wirklich jeder, kann anfangen zu züchten. Hundezucht jedoch ist fast eine Wissenschaft, damit wir sozial verträgliche Hunde haben. Welpen müssen in der Gemeinschaft mit Menschen aufwachsen, sie müssen ihre Umwelt kennen lernen, in der sie später leben. Wie viele Hunde jedoch vegetieren in Zwingeranlagen, oft noch mitten im Feld. Diese Tiere lernen nichts, werden dann noch an "Hinz und Kunz" verkauft. Und dann sind es die bösen Hunde!
Herr Dr. Klein, Tiere sind eben keine Ware, sondern fühlende Geschöpfe. Tierschutz hat Verfassungsrang, der Staat hat den Schutz der Tiere zu seiner Aufgabe gemacht. Bisher allerdings nur auf dem Papier.
Es macht keinen Sinn, so viel Ware wie möglich zu verkaufen. Schlechte "Ware" gehört nicht auf den Markt. Jedes Auto wird "zurückgerufen", wenn es Mängel aufweist und eine Gefahr ist. Und sollte eine Ware die Menschen gefährden, darf sie nicht mehr produziert werden.
Noch ein Wort zum Gestank! Was stinkt alles zum Himmel und gefährdet sogar die Gesundheit der Menschen, zerstört die Gewässer und die Natur. Kot ist eine natürliche Angelegenheit, der Gestank ist von kurzer Dauer und er verrottet. Ich könnte jetzt ganz sarkastisch sagen, solange es Lebewesen gibt wird gesch............
Und es ist noch gar nicht so lange her, dass wir keine Kanalisation hatten und diese bis zum heutigen Tag nicht überall auf der Welt vorhanden ist.
Auch was in Mengen auf die Felder verbracht wird sind tierische Hinterlassenschaften und stinkt tagelang, oft bis ins Haus.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2010 um 11:01 Uhr
Also in Sachen Hundekot muss ich Ihnen widersprechen, liebe Frau Toth. Wie viele Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner auf die Bürgersteige kacken oder auf Wiesen und in Bereiche von Kinder spielen. Auf Asphalt verrottet auch nichts. Oder die Hunde pinkeln an Hausecken, sehr lecker, wenn die Sulle dann über den Bürgersteig läuft und vor sich hin stinkt. Auch hier sind aber die Besitzer gefragt, ihre Hunde nicht überall hin machen zu lassen oder aber dafür zu sorgen, dass die Fäkalien entsorgt werden.
Was die Zucht anbelangt, haben Sie Recht - auch hier sollte es Prüfungsverfahren auf Eignung geben.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2010 um 11:15 Uhr
Ich habe schon gesagt, dass ich es nicht mehr wie richtig heiße, wenn die Menschen den Kot ihrer Tiere entsorgen. Ich bin sogar der Meinung, dass Hunde nicht in der Stadt spazieren sollen. Und in der Nähe von Kinderspielplätzen ist wahrlich kein Platz, um seinen Hund auszuführen. Rücksichtnahme ist leider für viele ein Fremdwort.
Ich finde es nur verwunderlich, dass es immer "nur" um Hundekot geht.
Frau Glinke, mit dem Pinkeln ist das so eine Sache. Es gab vor Jahren eine lustige Diskussion im Fernsehen. Da ging es um den Kölner Dom, den angeblich die Hunde durch anpinkeln zerstören. Ein Journalist namens Pirinci, bekannt geworden unter anderem durch seine Katzenbücher "Irmchen", hat den Urin untersuchen lassen. Und was glauben Sie? Es war Menschenurin!
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2010 um 11:45 Uhr
Also, ich sehe, von wem die Rinnsale an unserem Haus stammen - definitiv von Vierbeinern...
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.07.2010 um 13:16 Uhr
Vielleicht sollte man Haustiere ganz verbieten, dann gäbe es wesentlich weniger Probleme. Ich schreibe dies mit einem Stich im Herzen, weil natürlich auch die Haustiere Menschen erfreuen und durchaus einen therapeutischen Wert haben können. Letztlich muss aber zugegeben werden, das die Domestizierung der Natur sicherlich nicht der beste evolutorische Fortschritt war/ ist.

Ausnahmen wären allerdings die ganzen Nutztiere wozu auch Such-, Lawinen-, Leichen- und Drogenspürhunde und und, und... gehören.

Ich kann mir vorstellen, dass ich Tierfreunden sicherlich Qual bereite mit dieser Stellungnahme und ich würde mich natürlich freuen, wenn ich mich damit irren würde.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2010 um 13:18 Uhr
Bei diesem Kommentar fällt wieder nur eines ein, lieber Herr Dr. Klein: Man kann alles treiben, aber auch übertreiben. Warum man jetzt Haustiere gänzlich verbieten sollte, ist mir schleierhaft. Es geht doch nur darum, Regeln einzuhalten - von Menschenseite her.
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.07.2010 um 14:32 Uhr
Es geht auch generell um die Qual der Kreatur, das hat hier mit dem Thema in der Tat nur indirekt zu tun...
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2010 um 14:34 Uhr
Was glauben, Sie Dr. Klein, wie wenig Probleme die Welt hätte, wenn keine Menschen die Herrschaft über alles übernommen hätten. Tiere zerstören keine Umwelt, sie führen keine Kriege, sie hassen nicht, sie lügen nicht- sie beuten niemanden aus, sie begehen keine Morde. Leider sind Tiere für viele Zeitgenossen nur auf dem Teller von Bedeutung . Oder als Pelz- und Vesuchtstiere- zum Nutzen- oder fragwürdigen Nutzen - für die Krönung der Schöpfung.
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.07.2010 um 15:52 Uhr
Leider besteht die Welt nur noch aus Kosten/ Nutzen-Relationen, Freundschaften, Beziehungen, Gemeinschaften, Vereine usw. Das macht auch vor der Tierbranche nicht halt. Sei es die, die auf dem Teller landen oder die zum Zeitvertreib gehalten werden...

Zum Übel Mensch verweise ich Sie auf die folgende Lektüre: Horstmann, Ulrich: Das Untier. Konturen einer Philosophie der Menschenflucht. Warendorf 2004.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2010 um 16:16 Uhr
Hallo Herr Dr. Klein, ich kenne das Buch.
"Man" sollte es lesen!!
Nicole Kocaoglu Schmidt
710
Nicole Kocaoglu Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2010 um 19:54 Uhr
Ich finde es schon befremdlich welche Richtung diese Diskussion genommen hat.
Da wird einem älterem Ehepaar der Pudel an der Leine fast totgebissen und hier wird über Hundekot und Sinn der Haustierhaltung diskutiert.

Herr Klein , aus Ihren Aussagen schließe ich, dass es Ihnen nie vergönnt war mit Tieren zu leben. Sonst würden sie nicht über ein allgemeines Haustierverbot nachdenken.
Sie haben anscheinend noch nie in strahlende Kinderaugen geblickt, wenn sie "ihrem" Tier, ihre geheimsten Geschichten erzählen.
Oder die Freude von Altenheimbewohnern, wenn der monatliche Besuch von Hunden kommt und den eintönigen Alltag etwas verschönt.
Die Liste von einem harmonischen Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ist unendlich lang.
Und das würden Sie verbieten?????????????????
Tiere haben nicht nur einen "therapeutischen Wert", hier reden wir von Gefühlen.
Wenn meine Tochter ihre schnurrende Katze im Arm hat und beide kuscheld auf dem Sofa liegen, weiß ich, welch ein Glück ein Leben mit Tieren bedeutet.
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 28.07.2010 um 20:56 Uhr
Liebe Frau Schmidt Sie haben meine(n) Beitrag/Beiträge nicht richtig gelesen. Mit dem "therapeutischen Wert" lieghen Sie richtig, denn meinte ich mit den "KInderaugen" und den Altenheimbewohnern, gleichsam schrieb ich, dass mit der Beitrag nicht leicht gefallen ist, denn wer will schon Verbote. Das ist eher schon utopisch, da haben Sie Recht. Manchmal muss man Dinge eben drastisch ausdrücken um Gehör zu finden. Im Übrigen irren Sie sich, ich hatte schon als Kind mehrere Katzen und im Moment kommt eine uns immer besuchen, kein Problem. Ich hasse es nur, wenn die Freiheit anderer in Gefahr gerät, weil es so viele ungeeignete Tierhalter gibt.

Andererseits haben "wir" Menschen nicht die Fähigkeit in Tiere hinein zu schauen, auch wenn viele Tierpsychologen, Verhaltensbiologen, Tierethiker u. ä. sich dies auch noch so wünschen. Und da kommt die Grauzone, denn was wir Tierliebe nennen kann doch beim Tier ganz anders ankommen? In die Richtung ging meine Intention.

Sicher driftete bei der Diskussion die Beißerei ins Unwesentliche...
Hallo Lieber Leser
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