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Hallo Annick, ich stelle Dir meinen riesigen Kaktus vor!

Eine schöne, alte Pflanze
Eine schöne, alte Pflanze
Heuchelheim | Als ich den Beitrag von Annick "Wer kennt diesen Exot" sah, erinnerten mich die Bilder an meinen Kaktus, ca. 30 Jahre alt.
Die einzelnen Zweige meiner Pflanze sehen aus wie das mir unbekannte Gemüse,dessen Name uns Annick erraten läßt.
Mein Riese steht im Wintergarten und die Spitze hat mittlerweile das Dach erreicht. Nun beobachten wir gespannte, ob sich die Pflanze oben biegt und an der Decke entlangwächst oder das Glas "durchbohrt"!!
Wenn man unsere Pflanze verletzt, tritt eine weiße, klebrige Masse aus und der Stamm beginnt an dieser Stelle zu verholzen.
Weiß jemand von Euch, wie man so einen Kaktus kürzen könnte?
Interessant ist, dass einzelne, abgebrochene Zweige, die aus dem Hauptstamm wachsen, einfach nur in die Erde gesteckt werden müssen, um wieder anzuwachsen um eine neue Pflanze zu bilden.

Eine schöne, alte Pflanze 1
Eine schöne, alte Pflanze 
Sehen die jungen "Zweige" nicht ähnlich aus, wie Annicks exotischen Gemüse?
Sehen die jungen... 

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Kaktus (18)
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
18.886
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 07.02.2010 um 15:53 Uhr
Das ist ja ein Riesending. Alle Achtung!
Christiane Pausch
5.620
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 07.02.2010 um 17:06 Uhr
Wahnsinn,wie haben Sie das denn geschafft 30 Jahre alt...?
Meine Pflanzen werden nicht so alt,irgendwann ist es aus.....
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 07.02.2010 um 17:25 Uhr
Das hat die Pflanze alles ganz alleine gemacht. Sie wird regelmäßig gegossen, wird einmal wöchentlich besprüht und ist noch nie gedüngt worden. Ich denke, er hat einfach einen idealen Standort.
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 07.02.2010 um 18:29 Uhr
Danke für das Foto, liebe Ilse... und gratuliere!
Er ist wirklich ein Gigant... ca. 4 Meter groß, oder? Steht er ganz ohne Stütze in seiner Wintergarten-Ecke? Wie groß muss der Topf denn sein???
Er kann locker mit den Prachtexemplaren eines botanischen Gartens konkurrieren!!! :-)
LG Annick
Doris Kick
3.565
Doris Kick aus Hungen schrieb am 07.02.2010 um 18:47 Uhr
Ich bin begeistert, das umtopfen wird bestimmt Schwierigkeiten bereiten, denn so einfach mal hoch heben, ist nicht wirklich leicht...
Ein Riese, toll....
lg.Doris
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 07.02.2010 um 23:55 Uhr
Wir haben sie vor Jahren einmal umgesetzt. Mit mehreren Personen und mit Handschuhen und Arbeitsjacken geschützt. Denn sie hat ja feine , aber gut pickende Stacheln. Unser Wintergarten ist an dieser Stelle knapp 3 m hoch.
Wir haben eine Stütz, denn der Stamm ist total fest. Der Topf hat einen Durchmesser von 40 cm und eine Höhe von 35 cm.
Gunnar Dillmann
372
Gunnar Dillmann aus Biebertal schrieb am 09.02.2010 um 07:01 Uhr
Das ist wirklich ein prächtiges Exemplar. Allerdings kein Kaktus, sondern eine Euphorbia trigona. Wie die Kakteen sind dies Sukkulenten, also wasserspeichernde Wüsten- und Steppenbewohner. Äußerlich sind Euphorbien,von denen es viele sehr verschiedene Arten gibt, oft kaum von Kakteen zu unterscheiden. Sie sind aber nicht verwandt: Kakteen stammen aus Amerika, Euphorbien dagegen aus Afrika. Ein hervorragendes Beispiel wie die Evolution das gleiche Problem (Wassermangel) mit der gleichen Strategie (kompakter Wuchs, keine oder winzige Blätter) manchmal löst. Wegen des erwähnten Milchsaftes werden Euphorbien auch Wolfsmilchgewächse genannt. Ein anderes sehr bekanntes Beispiel einer Wolfsmilch ist der "Christusdorn". Der Mlchsaft ist übrigens hochgiftig,und ein Tropfen im Auge kann unter großen Schmerzen zur vorübergehenden Erblindung führen. Also immer aufpassen beim Umtopfen und Kürzen!. Mancherorts werden damit auch Fische gefangen: Der Milchsaft abgeschnittener Triebe betäubt die Fische, die dann recht einfach eingesammelt werden können.
Übrigens kann man im Vergleich von Euphorbia und Kakteen sehr gut eine sprachliche Verwirrung feststellen: botanisch betrachtet haben Kakteen Dornen und Rosen (wie Euphorbia) Stacheln, auch wenn unsere Umgangssprache es genau anders handhabt.
Stacheln sind verhärtete Ausstülpungen der Haut einer Pflanze, was man an Rosen und Euphorbia gut beobachten kann. Dornen dagegen sind umgebildete Blätter der Pflanze. Deshalb haben Kakteen keine Blätter! Sie sind umgewandelt in die (korrekt) Dornen der Kakteen. Ihre Euphorbia dagegen zeigt ganz deutlich kleine Blättchen neben denn Stacheln, was schon auf die Euphorbia hinweist. Da die Blättchen aber in einer Trockenphase schnell abgeworfen werden, ist die Unterscheidung von Kakteen oft sehr schwer.
Gemeinerweise gibt es dann sogar noch einige Kakteen, die noch echte Blattreste tragen können. Das sind Arten, die noch nicht in einer Wüste leben, sondern in Regionen wo es mehr Feuchtigkeit gibt. An diesen Arten kann man hervorragend studieren, wie sich die Evolution von Blättern zu Dornen vollzogen hat.

Viele Grüße von einem Kakteenliebhaber.

(ca. 300 Exemplare an Sukkulenten, einige Fotos unter www.kakteenfreund.de zu sehen. Ich bitte um Verzeihung, der Web-Dienstleister stellt den kostenlosen Speicherplatz nur Werbefinanziert zuer Verfügung)
Hugo Gerhardt
6.681
Hugo Gerhardt aus Gießen schrieb am 09.02.2010 um 18:17 Uhr
Ich bin Platt, was es alles gibt und was frau/man wieder mal lernen kann, toll.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 09.02.2010 um 19:44 Uhr
Hallo Herr Dillmann, mit großem Interesse habe ich Ihre Ausführungen gelesen. Ein sehr interessanter und lehrreicher Bericht. Vielen herzlichen Dank!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ilse Toth

von:  Ilse Toth

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Ilse Toth
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