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Tag der offenen Tür in der Vogelstation Oberbiel.

Heuchelheim | Am Sonntag, den 7. Juni besuchte ich das Sommerfest der Auffangstation für Wildvögel, Ortsgruppe Oberbiel der NABU. Der Verein besteht seit 40 Jahren. Vorstandsvorsitzender in all den Jahren war Herr Bruno Christe. Eine wirklich großartige, ehrenamtliche Leistung! Seit dem Frühjahr dieses Jahres hat Herr Ottfried Schreiter die Verantwortung übernommen.
Unzählige Vögel sind in diesen 40 Jahren aufgenommen, liebevoll und fachkundig gepflegt und wieder ausgewildert worden. Bis auf wenige Ausnahmen, wenn die Vögel durch Behinderungen nicht mehr in der Lage waren, sich selbst zu ernähren. Zur Zeit gibt es neun "Dauergäste".
Für 30 Vögel gibt es auf dem Gelände Platz in großzügigen Volieren.
Ca. 60 gefiederte Gesellen werden jährlich betreut. Das erfordert nicht nur viel Zeit, sondern auch liebevollen und fachkundigen Umgang mit den Tieren.
Eine tolle , große Jugendgruppe der NAJU wird geleitet von Frau Andrea Klinkhammer, die viel mit dem Nachwuchs unternimmt. Die Kinder werden eingebunden in aktuelle Naturschutzprojekte.
In der Station gibt es täglich viel zu tun, die Arbeit teilen sich drei bzw. vier
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ehrenamtliche Mitarbeiter. Herr Helmut Gerhardt betreut die gefiederten Freunde und kümmert sich um die baulichen Reparaturen. Herr Bruno Christe fährt mehrmals täglich zur Station und schaut nach dem rechten. Frau Annette Biemer kommt zum füttern , säubern der Volieren und betreut die Tiere liebevoll.
Um die Mäusezucht muss sich ebenso gekümmert werden. An "Rohkost" haben Uhu und Co. natürlich kein Interesse!
Uhu Felix hat sogar einen "Fanclub"! Erwähnenswert ist eine kleine Dohle namens Dohlinchen. Ja, und nicht zu vergessen das Sperberweibchen, das auf den Namen Helga getauft wurde.
Bis vor kurzem gab es noch den "Stationskasper" Jakob, einen zahmen Raben, der leider von einem Habicht geschlagen wurde. Er fehlt allen sehr! Er wurde auf der Station gesund gepflegt, frei gelassen, blieb aber dort, um sich sein Futter abzuholen.
Vielleicht wird Dohlinchen ja der oder die Nachfolger/In von Jakob. Das wird sie/er jedoch frei entscheiden können. Noch wird der flaumige Jungvogel von Hand gefüttert. Man kann nur staunen, welche Mengen Futter in so einen kleinen Vogel mit dem riesigen Schnabel gehen! Da haben die Vogeleltern in der Natur wirklich alle "Schnäbel voll" zu tun!
Ich habe die Stunden dort sehr genossen. Wo bekommt man jemals einen imposanten Greifer so hautnah zu sehen. Sogar streicheln konnte man die Vögel. Für alle Natur- und Tierfreunde ist ein Besuch in der Auffangstion sehr zu empfehlen. Bei Interesse nehmen Sie doch bitte mit Frau Biemer Kontakt auf: A.Biemer@t-online.de

 
Felix, der Uhu
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Kommentare zum Beitrag

Dr. Tim Mattern
629
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 10.06.2009 um 21:30 Uhr
Schöner Artikel, Frau Toth. Die Oberbieler leisten ausgezeichnete Arbeit, da hat auch schon der eine oder andere Vogel aus Krofdorf einen Platz für seine Genesung gefunden. Wichtig ist ja die Auswilderungsvoliere, wo aufgezogene junge Greifvögel und Eulen erstmal das Mäusefangen üben können, bevor sie in die weite Welt entlassen werden. So etwas kann keiner leisten, der mal eben so einen aus dem Nest gewehten Turmfalken aufzieht.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 10.06.2009 um 22:04 Uhr
Ich war auch total beeindruckt. Auch die Ruhe und Gelassenheit, die von den Aktiven dort ausging, hat mir gut gefallen.
Die Freivoliere ist in der Tat beeindruckend.
Eine wertvolle Arbeit, die hier ehrenamtlich geleistet wird.
Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 10.06.2009 um 23:42 Uhr
hallo frau toth,

ihr artikel hat mich gefesselt, richtig klasse! und die bilder zeigen die schönheit der tiere, aber auch die hilfsbedürftigkeit, wie im falles des kauzes. dass der uhu einen fanclub hat, wundert mich gar nicht. solch eine schönheit!
Wolfgang Heuser
6.041
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 10.06.2009 um 23:48 Uhr
Sehr schöner Artikel und Bildbeitrag über diese Vogelstadion in Oberbiehl!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Ilse Toth

von:  Ilse Toth

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Ilse Toth
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