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Junger Falke nach Angriff gerettet

Heuchelheim | Heute Morgen in der Lahnaue Heuchelheim, beim Sportplatz wurde ein junger Turmfalke angegriffen und verletzt. Der junge Falke erbeutete eine Maus. Gerade als er sich wieder in die Lüfte begeben wollte, wurde die Maus in seinen Fängen zum Verhängnis. Eine Gruppe von acht Rabenkrähen attackierten den Falken. Immer wieder wurde er in der Luft angeflogen. Die Rabenvögel brachten den Falken ins Trudeln. Der Falke ließ seine Beute aus, jedoch hatten die Rabenkrähen ihn wohl verletzt. Er landete unsanft auf der Wiese. Sein linker Flügel schien stark verletzt zu sein. Die Rabenkrähen zankten sich nun kurz um die Maus. Sie bemerkten den hilflos am Boden liegenden Falken und versuchten ihn ebenfalls zu erbeuten. Der Falke stand unter Schock und wehrte sich kaum. Sie ließen ab, als sie von mir verscheucht wurden. Was nun? Einfach liegen lassen bekomme ich nicht übers Herz. Zum Glück gibt es viele Passanten in der Lahnaue. Ein Herr auf einem Fahrrad bot Hilfe an. Wir versuchten Herrn Wiese vom NABU anzurufen, danach den Jagdpächter, ohne Erfolg. Ich bemerkte Frau Gitta Spruck vom NABU, die gerade mit ihrem Hund unterwegs
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war. Sie gab uns den Namen eines Greifvogelfachmannes, der mit Sicherheit zu helfen weiß. Herr Andreas Krause kam auch nur wenige Minuten nach dem Anruf mit einem Käfig und Handschuhen gerüstet zum Sportplatz. Nach nur drei versuchen gelang es ihm den verletzten Jungvogel einzufangen. Herr Krause fuhr den jungen Falken in die Vogelklinik nach Gießen. Dort wird man sich um ihn fachmännisch kümmern. Laut Herr Krause hätte der junge Falke in der Natur nicht lange überlebt. Jetzt hat er gute Chance. Ein verletztes Tier wird schnell von anderen Jägern erspäht und geschlagen. Solche angriffe sind nicht selten, aber selten ist es, dass der Greifvogel bei diesen Aktionen verletzt wird. Wenn man einen verletzten Greifvogel findet, sollte man niemals einfach anfassen. Die Tiere haben starke Krallen und sind durchaus in der Lage eine Hand stark zu verletzen. Bleiben Sie in der Nähe, aber nicht zu nahe, denn das verletzte Tier hat Angst. Rufen Sie einen Fachmann, das kann der Jagdpächter oder eben ein Wildtierspezialist sein. Hier nochmal ein Danke, an den Herren mit Fahrrad, Frau Spruck und Herr Krause vom NABU. Ohne euch hätte ich dem Tier nicht helfen können!

Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.108
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.10.2020 um 12:45 Uhr
So ist nun mal der Gang in der Natur. Fressen und gefressen werden.
Elke Jandrasits
1.419
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 16.10.2020 um 21:18 Uhr
Danke für deinen Einsatz, Nicole, da warst du zur richtigen Zeit am rechten Ort!
Nicole Freeman
10.823
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2020 um 07:11 Uhr
das zu erleben war schon aufregend. erst die beobachtung, wie die raben zusammen arbeiten um an die maus zu kommen und dann das drama mit dem falken. die hilfsbereitschaft der passanten zu erleben großartig. der mann mit fahrrad rief seinen chef an um bescheid zu geben das er später kommt und das war für beide selbstverständlich. es gibt hilfsbereitschaft für wildtiere. zum glück schaut nicht jeder weg mit den worten fressen und gefressen werden.
Bernt Nehmer
2.524
Bernt Nehmer aus Hungen schrieb am 18.10.2020 um 09:07 Uhr
Gibt es eine Windkraft Anlage in Ihren Vorgarten, Frau Freeman?
Elke Jandrasits
1.419
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 18.10.2020 um 10:14 Uhr
Zum Glück haben wir die Tiermedizin hier in Gießen (ansonsten ist nur in Berlin, München, Leipzig und Hannover ein Studium möglich).

Es ist eine Win-win-Situation: Die Studierenden lernen an konkreten Fällen die Versorgung kranker oder verletzter Vögel, und die Vögel haben gute Chancen, wieder gesund in die Freiheit entlassen zu werden.

Hier kann man sehen, wie einige der in der Vogelklinik behandelten und aufgepäppelten Vögel wieder in die Freiheit entlassen wurden:

http://de-de.facebook.com/VogelmedizinGiessen
Jutta Skroch
13.700
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 18.10.2020 um 21:58 Uhr
Bernt Nehmer,
wie kommen sie in diesem Zusammenhang auf Windkraftanlagen und vor allem, dass sowas im Vorgarten stehen soll?
Nicole Freeman
10.823
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2020 um 22:03 Uhr
danke jutta. in dem zusammenhang frag ich mich das auch. im bericht steht weder was von vorgarten noch von windkraftanlage.
Jutta Skroch
13.700
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 18.10.2020 um 22:05 Uhr
Das gleich 8 Rabenkrähen dem Falken seine Beute streitig machen ist schon ungewöhnlich, zeigt aber auch, dass das Nahrungsangebot wohl nicht so üppig ist. Das ein Fachmann bereit war, sofort zu helfen, einfach Spitze, denn die Vogelklinik holt keinen Vogel ab, man muss ihn schon hinbringen, im Zweifelsfall ist die Feuerwehr gefragt, sie sind für Tierrettung verantwortlich. Dann aber bitte nicht die 112 anrufen, sondern die Festnetznummer.
Ilse Toth
38.728
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 18.10.2020 um 22:29 Uhr
Liebe Nicole, Klasse, was Du gemacht hast.
Bei Problemen mit Vögeln kannst Du gerne anrufen. Die Tieroase Heuchelheim hat in ihren Reihen eine junge Tierärztin, spezialisiert auf alles, was Federn hat. Gerade hat Nicole einen wunderschönen Buntspecht in die Praxis gebracht bekommen. Leider war er bei Ankunf schon gestorben.
Herr Nehmer, Sie können es nicht lassen mit Ihren unsachlichen und dummen Bermerkungen. Nicht nur ich finden das - gelinde gesagt- unverschämt.
Nicole Freeman
10.823
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2020 um 05:34 Uhr
bei rabenkrähen scheint das laut dem fachmann nicht ungewöhnlich zu sein. es sind junggesellengruppen die gemeinsame sache machen. sie helfen sich gegenseitig und jagen überlassen sie gerne den spezialisten. sie ärgern auch gänse solange bis sie vom gelege aufstehen. das war es dann mit der gänsebrut. rabenkrähen sind teamarbeiter.

danke ilse das ist super. noch jemand der sich mit den gefiederten auskennt. ich hätte mich nicht getraut den falken anzufassen, ohne handschuhe. die fänge sind schon sehr kräftig.
H. Peter Herold
29.108
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2020 um 16:08 Uhr
Nur um das Fressen und gefressen werden zu relativieren. Als 12 bis 14jähriger habe ich einmal einen jungen Turmfalken der aus dem Nest gefallen war mit nach Hause genommen und dafür gesorgt, dass er nach kurzer Zeit gekräftig fliegen konnte.
H. Peter Herold
29.108
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2020 um 16:10 Uhr
Ja liebe Nicole, die Rabenkrähen zeigen es doch. Das mit dem Fressen und gefressen werden. Es ist nun mal die Natur.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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