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Nach der Ernte kommt der Schäfer- wie lange noch?

Heuchelheim | Das Bild der ziehenden Schafherden im Herbst gehört zum romantischen Bild eines Schäfereibetriebes. Nur wenige Schäfer ziehen noch im Herbst über die abgeernteten Felder. Das echte Hüten können nicht alle. Oft werden die Tiere in festen Koppeln gehalten. Die Tiere über Wiesen und Felder zu führen ist zeitaufwendig und Nervenaufreibend geworden. Relaxt seine Schäfchen zählen kann ein traditioneller Wanderschäfer nicht. Er braucht gute Mitarbeiter. Mitarbeiter auf vier Pfoten. Ein echter Hütehund braucht eine gute Ausbildung. Zu beobachten, wie ein Schäfer mit seinen Hunden arbeitet, fasziniert mich immer wieder. Die jungen Hunde lernen von den Alten. Ein Schäfer, der noch traditionelle Hütearbeit leistet, hat in der heutigen Zeit wenig zu lachen. Nicht nur, dass viele Mitbürger ihr Neuseeland-Lammfleisch aus dem Supermarkt kaufen, auch für die Wolle gibt es kaum Geld. Der professionelle Schafscherer kostet den Schäfereibetrieb meist mehr als die Wolle einbringt. Wenn Schafe in der Koppel gehalten werden, hat man wenigstens weniger Sorgen um die Gesundheit der Tiere. Bei der Hütehaltung muss der Schäfer immer wieder die Umgebung nach eventuellen Giftpflanzen kontrollieren. In der heutigen Zeit wird der Schäfer meist noch zum Müllsammler. Wiesen, die in gut besuchten Gegenden liegen, sind oft übersät mit Plastikverpackungen, Glasscherben und anderen Gegenständen die für die ziehende Herde und die Hütehunde gefährlich werden können. Viele Hundebesitzer gehen mit ihren Hunden an den ziehenden Herden vorbei. Dabei gehen sie meist Unbewusst ein großes Risiko für ihre Hunde ein. Ein Hütehund bei der Arbeit wird immer seine Herde verteidigen. Ein fremder Hund, der auf die Herde zugeht, ist eine potenzielle Gefahr für die Herde und wird auf Distanz gehalten. Dabei kann es zu Reibereien zwischen den Hunden kommen. Oft entdecken frei laufende Hunde auch ihren Jagdtrieb beim Anblick einer frei laufenden Herde. Wenn ein Hund in die Herde rennt, kann es zu Verletzungen der Schafe kommen. Lämmer haben kaum eine Chance gegen einen Hund. Sie haben noch nicht das dicke Fell wie die Alttiere und sind oft nicht in der Lage sich zu verteidigen. Dazu kommt, dass die Alttiere sie bei der Flucht überrennen. Nicht selten bleibt der Schäfer auf den Kosten der Behandlungen sitzen. Einige Schäfer haben sich bereits auf den Wolf eingestellt und führen in ihren Herden Schutzhunde mit. Ein Herdenschutzhund bleibt Tag und Nacht bei der Herde. Für ihn ist die Herde die Familie. Er wird alles tun, um sie zu schützen. Wenn sie beim Spaziergang auf eine Schafherde mit Schutzhund stoßen, werden sie dies schnell bemerken. Der Hund wird sie sehr laut angehen. Bitte bleiben Sie ruhig. Gehen Sie langsam zurück und entfernen sie sich von der Herde. Sind sie mit dem Fahrrad unterwegs, steigen sie ab und entfernen sie sich langsam. So wird der Schutzhund sie nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen. Wenn sie einfach mit ihrem Hund an der Leine versuchen durch die Herde zu gehen, geht das schief. Der Herdenschutzhund ist dazu da die Herde vor Angreifern zu schützen. Dazu gehören neben dem Wolf auch andere Hunde. Die traditionelle Hüteschäferei findet man oft in Naturschutzgebieten. Hier helfen die Schafe die Landschaft so schonend wie möglich zu bearbeiten. Die Schafe fressen nicht nur Gras. Sie halten die Büsche kurz und erhalten so die offenen Flächen. Nur so können seltene Orchideen, die wilde Akelei und viele andere selten gewordene Pflanzen überleben. Werden die Flächen zu lange beweidet, haben manche Wildpflanzen keine Chance mehr. Hütehaltung ist also ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz. Schützen Sie ihren Schäfereibetrieb in ihrer Gegend, damit dieser ihre Landschaft schützt. Kaufen Sie regionales Lammfleisch, umgehen sie die ziehenden Herden und nehmen sie ihren Müll wieder mit nachhause. Nur so werden wir das romantische Bild der ziehenden Schafherden im Herbst für unsere Kinder und Enkelkinder erhalten können.

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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
11.009
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 07.10.2020 um 13:55 Uhr
Ich finde es auch immer wieder faszinierend, die Schäfer mit ihren Hunden bei der Arbeit zu beobachten. Die Hunde gehen richtig auf in ihrer Aufgabe und sie haben viel Freude daran, das sieht man.
Mir tun immer die armen, unterforderten Border Collies und Australien Shepards leid, die ständig auf Stöckchen und Bällchen lauern, das finde ich ganz schlimm!
Den Herdenschutzhund als Schutz vor Wölfen einzusetzen, finde ich sehr gut. Das ist mit Sicherheit wirksamer als ein Elektrozaun.
Was die Gefahr für andere Hunde oder auch Kinder betrifft, liegt die Verantwortung bei jedem selbst. Das hast Du ja oben sehr gut beschrieben.
Leider kann ich persönlich die heimischen Schäfer nicht unterstützen, denn Lammfleisch kommt bei mir nicht auf den Tisch und mit der Wolle kann ich nichts anfangen.
Ich hoffe trotzdem, daß es diesen Traditionsberuf noch lange gibt, ich freue mich immer, sie zu sehen!
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.10.2020 um 19:06 Uhr
Hier in Niedersachsen sind Wölfe schon eine Belastung. Mancher denkt daran die Schafhaltung aufzugeben. Dabei werden sie dringend für den Erhalt der Deiche benötigt
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 07.10.2020 um 19:38 Uhr
die meisten schafe werden von wildernden hunden gerissen oder verletzt. der wolf spielt eine geringe rolle. die statistiken beweisen das deutlich! Man braucht einen sündenbock für die unvernunft einiger hundehalter. dann erzählt man noch das märchen vom bösen wolf der die kinder anfällt und wir sind wieder im mittelalter.
vermüllung der wiesenflächen sind ebenfalls ein riesen problem geworden.
solange neuseeland-lamm billiger ist als das in deutschland gezogene tier, solange werden die schäfer um das überleben kämpfen.
wir sind soweit das die schäfer fürs hüten bestimmter Flächen bezahlt werden. vor jahren musst der schäfer die flächen noch pachten. Die Rücksichtslosigkeit einiger weniger, die für ein foto mit schaf am deich in die herden rennen lassen die schäfer aufgeben.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.10.2020 um 22:12 Uhr
Liebe Nicole, deine Quellen treffen hier oben nicht zu. Nahezu 280 - 300 Wölfe sind hier unterwegs und und reißen von Schaf über Rind und Pferd.
Jutta Skroch
13.743
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 08.10.2020 um 00:47 Uhr
Peter, da hast du übertrieben. Laut Nabu sind es ca. 200, was ich ziemlich viel finde. Das heißt aber für mich nicht, das man sie erschießen soll. Ich denke auch, das der Wolf beim Schafe reißen, eher eine untergeordnete Rolle spielt. Für den Schäfer ist es natürlich schon bitter, wenn er auf diese Art und Weise Tiere verliert.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 06:44 Uhr
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freiburg-hund-oder-wolf-wer-ist-gefaehrlicher.c60f8b75-c472-4611-a513-fdd77a59788d.html

https://www.swp.de/suedwesten/hund-reisst-bei-moessingen-zehn-schafe-30251111.html

usw peter
das problem ist einfach erklärt. für einen Wolfriss gibt es entschädigung. war es ein hund , halte dich an den hundehalter.
nun erkenne den hundehalter, wenn du nicht einmal den hund gesehen hast.
ein wolfsriss ist ein wildschaden und ein hunderiss sachbeschädigung. da liegt der unterschied.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 06:55 Uhr
dazu kommt das in den medien jeder riss erstmal ein wolfsriss ist.
erst eine genanalyse zeigt da genaues. dazu kommt noch das einige ihre wolfshunde( Hybriden aus wolf und hund) die große mode und ein großes risiko sind nicht kontrollieren können. tierheime nehmen sie bei problemen oft nicht auf und so kommt es, dass viele dieser wolf- hund mischungen ausgesetzt werden. diese tiere haben kaum eine scheu und sind in der lage bäute zu machen. effektiver wolfschutz bedeutet mehr als ein maschendrahtzaun. schutzhund, esel und lama eignen sich kosten aber zusätzlich. am besten sind die schutzhunde jedoch sind die auch am teuersten und für viele schäfer zu teuer. ein ausgebildeter herdenschutzhund kostet um die 7000,- .
es gibt einen zuschuss von 3000,- das sind investitionen die einen kleinen schäfer über die klinge gehen lassen können. jedoch lohnt es sich. unsere europäischen nachbarn zeigen da beste erfolge. https://www.ag-herdenschutzhunde.de/
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 07:10 Uhr
der herdenschutzhund ist kein hütehund. daher braucht der schäfer auch noch andere hunde. mit einem schutzhund ist es nicht getan. je nach herdengröße braucht es ein kleines oder größeres rudel schutzhunde. nur mal so zur kosten- investitionsrechnung. wenn so wertvolle tiere dann in die glasscherben laufen und sich übel verletzten, eventuell verbluten ist das mehr als ärgerlich. einnahmen schleswig holstein 40. Woche vom 28.09. bis 04.10.2020
Lämmer frisch 2,70 - 2,75 Euro inkl. MwSt.
Schafe 0,40 - 1,00 Euro inkl. MwSt.

ein lamm kommt auf 15-20kg ( Schwarzkopf fleischrasse)
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.10.2020 um 08:22 Uhr
Wenn ich die Meldungen hier in Niedersachsen verfolge ist es ganz selten ein Hund. Vor allem reißt ein Hund kein Pferd oder.Rind und nicht gleich mehrere Schafe und die.Art wie dann gefressen wird, das macht auch kein
Hund. Dazu kommt, dass so genannte Wolfsberater den Riss begutaxhten und DNA untersuchen lassen. Bis zu einer.Entschädigung vergehen Wochen.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 08:40 Uhr
und entschädigung gibt es erst wenn es wirklich ein wolf war, in der zeitung ist es immer mutmasslich ein wolf. gelesen wird ein wolf. sorry peter, aber frag mal beim senkenberg institut nach. die werden dir bestätigen das es oft wolfshunde sind die pferd und rind angreifen. der wolf tötet mit dem kehlbiss. hunde nehmen bauch und flanke.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 10:10 Uhr
fakt ist: entschädigung gibt es nur beim wolfsriss oder wildschwein
nur wenn die herde entsprechend geschützt war, was bedeutet im wolfsgebiet entsprechende umzäunung.
nicht der einfache zaun sondern ein wolfszaun,
förderung gibt es nur wenn die anschaffung nach genehmigung erfolgte. auch der herdenschutzhund muss beantragt werden.
das zählt für alle weidehaltungsbetriebe, also auch für rinder usw.
fakt ist. bis eine genehmigung und finanzierung der herdenschutzmassnahmen durch ist, kann bei falscher koppelhaltung ein schäfer insolvent sein.
pferde und rinderhaltung, besonders Pferdehaltung ist noch gewinnbringend. bei schaf und ziege sieht das schon anders aus.
es ist einfach billiger den wolf abzuschiessen als sich wirksam um herdenschutz zu bemühen.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 10:19 Uhr
ein verkanntes risiko ist der plastikmüll in den wiesen. plastik bleibt im magen der weidetiere hängen. man wundert sich, dass die tiere wenig muskelfleisch ansetzen und einen runden bauch haben. Bei der notgeschlachtung findet man den müll im magen der tiere. in der schweitz wurde 2019 ein hirsch geschossen mit 6kg plastikmüll im magen. hier gibt es mehr schäden über die lieber keiner berichtet. das ist mit ein grund warum viele schäfer lieber nicht mehr Hüten.

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/sachsenheim/tierarzt_-fast-jede-kuh-hat-plastik-im-magen-22895625.htm
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 12:03 Uhr
Danke für Deinen wertvollen Artikel, liebe Nicole.
Wie gut, wenn man immer wieder ein Tier verantwortlich machen kann für Schäden, damit einen Freibrief für die Vernichtung des Wolfes legitim wird. Es ist schon auffallend, dass aus den Ländern, wo der Wolf in weitaus größerer Anzahl vorkommt, keine "Vernichtunspolitk" betrieben wird.
Aber das ist ein Thema, was an dieser Stelle nicht ausführlich beschrieben werden kann.
Lieber Peter, dass sich Wölfe bis an einen Deich wagen, um Schafe zu reißen, dass kann ich nicht glauben. Das können nur Einzelfälle sein. Warum nur der Hass der Menschen und im besoneren der Jäger auf fleischfressende Tiere? Der Wolf tut unserem Wald gut, denn es gibt viel zu viel Wild. Ist da nicht der Wolf ein guter Mitarbeiter, wenn er hilft die Wildschweinde und anderes Wild zu dezimieren? Oder ist die Fleischlobby so stark, dass man nicht zahlende Konkurrenten nicht duldet?
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.10.2020 um 15:58 Uhr
Ich lebe hier oben und lese Zeitung und Internet. Hier in Niedersachsen haben wir 35 Rudel und 2 Wolfspaare Stand 9.2020.
2019 waren es 21 Rudel, 6 Paare, 3 Einzeltiere und 85 Welpen. Nur Sachsen hat noch mehr. Hessen nahezu keine.
Wenn ich davon ausgehe das ein Rudel mehr Tiere hat als ein Paar, kann ich sicher pro Rudel mit 4 Tieren rechnen. Wären also in 2019 84 Tiere im Rudel, Welpen würde ich nicht als Rudeltiere rechnen. Dann hätten wir in 2019 184 Wölfe über alles hinweg.
Aus der Art wie ein Tier gerissen und gefressen wurde, kann schon relativ sicher auf einen Wolf geschlossen werden. Insbesondere wenn aus einer Herde einige Tiere gerissen wurden. Bleibt ja meist nicht bei einem. Es gibt auch so gerissene Wölfe die buddeln sich unter Zäunen durch wenn diese keinen Untergrabschutz haben und können auch die sogenannten elektrischen Wolfszäune im Einzelfall mal überwinden. SAußerdem haben nicht alle Herden solche Zäune und Hüttehunde, sehr teuer in der Anschaffung, können sich nicht alle leisten. Auch ist die Art der Haltung meist nicht eine mit Hunden und Schäfer. Also sind die Tiere auchnnachts auf der Weide allein und einem Wolf dann ausgeliefert.
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 08.10.2020 um 20:39 Uhr
Deine Rechnung stimmt so nicht, lieber Peter! Nur die Alphawölfin in einem Rudel bekommt einmal im Jahr Junge. Nicht alle überleben.
Es gibt immer mehr Schäfer, die Herdenschutzhunde haben. Da brauchen sie keinen Zaun mehr. Je nach Größe der Schafherde wird die Anzahl der Hunde sein. Und hier ist der Staat gefordert, die Kosten der Anschaffung und Haltung der Hunde zu übernehmen. Das wäre eine sinnvolle Ausgabe!
In Australien z.B. sind die Herden sehr viel größer, 50 000 Schafe keine Seltenheit. Hier gibt es keine Wölfe, aber Dingos! Die großen Herden werden von Herdenschutzhunden bewacht und von Hütehunden getrieben. Und die machen einen guten Job- würde Trump jetzt sagen.
Wir Menschen sollten akzeptieren, dass der Wolf zu uns gehört. Schon einmal wurde er ausgerottet. Er hat den Weg zu uns zurück gefunden. Darüber sollten wir uns freuen und ihn willkommen heißen.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.10.2020 um 01:43 Uhr
Du kannst ja recht haben Aber meine Zahlen sind aus dem Internet einem so genannten Wolfs-Monitoring entnommen. Nur die Annahme dass ein Rudel mehr ist als ein Paar die habe ich angenommen. Es gab keine Gesamtzahl von Wölfen. Australien ist nicht mit Niedersachsen zu vergleichen. Hier sind die Herden nur klein und die Halter können sich keine teuren Hütehunde leisten.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 09.10.2020 um 08:58 Uhr
Peter, genau da liegt doch der wolf begraben. man spricht von herdenschutz, hat die info wie es geht und blockiert die finanzierung durch genehmigungsverfahren. meiner meinung nach eine politische verzögerungstrategie eine wolfstrophähe im wohnzimmer zu legalisieren. viel öffter sind es aber verletzungen durch müll, wildschwein, rabenvögel und hund, diebstahl von weidezaungeräten, das foto mit dem lämmchen machen, was die herden in panik versetzt. diese schäden werden meist nicht ersetzt. niedersachsen ist mit bulgarien, rumänien oder tschechien zu vergleichen, oder nehmen wir mal die Pyrenäen oder die Abruzzen. Da funktioniert das Wolfsmanagment seit Jahrhunderten.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.10.2020 um 13:10 Uhr
Das geht mir langsam in Richtung Märchen.ich halte mich an die Nachrichten unserer Region
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 09.10.2020 um 15:24 Uhr
Das Märchen vom bösen Wolf ist immer noch in den Köpfen. Erfahrungswerte der Wolfserfahrenen Länder werden all zu gerne nicht gesehen. Über Müll im Schafsmagen wird nicht in der Presse berichtet. Das ist ja keine Schlagzeile. Geklaute Weidezaungeräte sind im Blaulichtreport nur eine Nebenzeile wert, es sei denn die Tiere verursachen einen Unfall mit vielen verletzten Menschen.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.10.2020 um 17:10 Uhr
Ich denke nicht ganz 200 Wölfe sind in einer besiedelten Landschaft zu viel. In einem Jahr erfolgten nachgewiesen von Wölfen 812 Stück
Kurt Wirth
3.365
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 10.10.2020 um 20:56 Uhr
Für mich ist interessant, daß Niedersachsen nicht gerade zu den waldreichen Bundesländern zählt, aber doch eine relativ hohe Wolfsbevölkerung hat.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 11.10.2020 um 06:18 Uhr
Meines Wissens nach sind in Niedersachsen große Truppenübungsplätze auf denen nicht nur Soldaten zu finden sind. Bergen ist glaube ich sogar ein wichtiges Naturrefugium mit 2 wolfsrudeln.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 11.10.2020 um 06:31 Uhr
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/15465.html

https://www.mdr.de/wissen/woelfe-bevorzugen-truppenuebungsplaetze-vor-naturschutzgebieten-100.html
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.10.2020 um 08:15 Uhr
Hallio Nicole, lösche das S in https dann kann es von allen eröffnet werden. Tipp kam von Kurt
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 11.10.2020 um 11:49 Uhr
Es gibt Wolfsgegner und Wolfsbefürworter. Dank der Aufklärung engagierter Menschen, die das Gespräch mit den Schäfern suchen, werden die Wolfsgegner weniger. Die Unterhaltungskosten für die Herdenschutzhunde muss vom Staat finanziert werden. Unmengen von Steuergeldern werden "verbraten"! Hier geht es um Tierwohl- da ist der Staat gefordert!
Vergleichen wir mal den" bösen" Wolf mit dem Menschen! Und dieser ist der größte Feind der Natur und der Tiere. Was auf dem Teller so lecker gebraten die Geschmacksnerven reizt, hat einmal gelebt. Und das oft von der künstlichen Befruchtung , enge Haltungsformen, qualvoll lange Transportwege bis zur Akkordschlachtung ist das Leben für unsere sog. Nutztiere eine Qual. Doch darüber spricht man nicht. Es könnte ja zur Folge haben, dass das geliebte Fleisch durch artgerechten Umgang mit den "Schlachttieren" teurer wird. Ganz zu Schweigen von den riesigen Mengen von Lebensmitteln tierischer Herkunft, die vernichtet werden.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.10.2020 um 18:03 Uhr
Guter Kommentar Ilse und ich weder Wolfsschützer noch Gegner. Nur muss man bedenken die Rudel können nicht einfach noch mehr werden. Wie machen es die Jäger, zumindest wird davon geredet. Hegen und Pflegen.
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 11.10.2020 um 20:46 Uhr
Lieber Peter, man muss sich- denke ich- keine Sorgen machen, dass ein Rudel zu groß wird. Es richtet sich nach dem Nahrungsangebot. Die Sterblichkeitsquote bei Jungtieren ist hoch. In manchen Jahren rafft z.B. eine Staupeinfektion alle Jungtiere dahin. Männliche Jungwölfe wandern ab, wenn sie geschlechtsreif sind. Sie ziehen alleine umher, evtl. bildet sich eine kleine Junggesellengruppe. Diese unerfahrenen Jungwölfe kommen oft um. Die Natur läßt keine Überpopulation zu. Nur der Mensch vermehrt sich in einer Zahl, die unsere Erde bald nicht mehr ernähren kann.
13
Katja Müller aus Gießen schrieb am 11.10.2020 um 22:02 Uhr
Frau Freeman und Frau Toth, sie haben absulut Recht mit dem Mär über den bösen Wolf.
Danke für diesen guten Bericht und über die teilweise echt fundierten Kommentare.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.10.2020 um 22:10 Uhr
Liebe Ilse. Die Rudel werden nicht größer aber mehr. Vor einigen.Jahren war der Wolf in Deutschland kein Thema und plötzlich sind es nahezu 90 Rudel diverse Paare und einige Einzeltiere
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 13.10.2020 um 15:31 Uhr
Es gibt nie mehr Wildtiere wie die Natur vwrträgt. Diese Regel bricht nur der Mensch. Auch in qualvollen Enge und Nahrungsmangel vermehrt er sich.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.10.2020 um 16:53 Uhr
und wie reguliert die Natur das Übermaß an Wölfen. Die haben keinen natürlichen Feind außer dem Menschen und der soll nicht dürfen!
Kurt Wirth
3.365
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.10.2020 um 21:32 Uhr
z.B. durch Überfahren mit dem Auto, das geht.
Ich stimme Frau Toth zu. Die Waldflächen sind begrenzt. Und im "Wald von Windrädern" fühlt sich der Wolf nicht allzuwohl, auch wenn es da relativ viele Schafe gibt.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.10.2020 um 23:31 Uhr
Aber die zunehmende Anzahl von Rudeln und Wölfen insgesamt sagt was anderes.
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 15.10.2020 um 13:46 Uhr
Peter, ich kann mich nur wiederholen. Es gibt nicht mehr Wildtiere, wie der Platz und das Nahrungsangebot es zuläßt. Pflanzenfresser haben ein überreiches Angebot. Daran ist der Mensch schuldig. Das ist ein anderes Thema.
Wölfe sind scheu, wir werden sie kaum zu Gesicht bekommen.
Man hat Wölfen mit einem Sender versehen und die Wanderung verfolgt. Die Wölfe legen große Strecken zurück. Wenn es zu viele Tiere sind, besiedeln sie neue Gebiet, die frei sind von Artgenossen. Das heißt, eine Überpopulation an einem Ort gibt es nicht. Männliche Jungwölfe werden verjagt und müssen sich ein eigenes Revier suchen.
Der Wolf wird sich in den für ihn lebensgeeigneten ansiedeln.
Sind diese nicht mehr vorhanden, wird er weiter wandern.
Gerade die Jäger müssten doch dankbar sein für den "Jagdkameraden" Wolf. Was den Grünröcken nicht gelingt, die angebliche Überpopulation von Wildschweinen zu minimieren, das wird der Wolf erledigen.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.10.2020 um 19:30 Uhr
Alles graue Theorie. Erklär das mal den Leuten wenn sie vor dem Gatter stehen und da liegen mehrere Schafe tot mit aufgerissen Bäuchen und zerrissenen Kehlen. Ist ja immer nicht nur ein Schaf. Manche können davon rennen und laufen ins Wasser und ertrinken.
Da stehst du dann da mit deinem Wissen
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.10.2020 um 09:47 Uhr
Peter, wenn ein Wolf gelernt hat, dass ein elektroyaun sch... weh tut sucht er sich eine andere futterquelle. Hat ein rudel ein festes revier wird dies gegen andere wölfe verteidigt. erlegt man nun die wölfe, die gelernt haben das dieser zaun nicht gut tut, werden neue wölfe das erst lernen müssen. im endefekt sollt man mal die schäfer in regionen fragen die seit jahrhunderten mit den wölfen leben. wird eine region neu besiedelt muss der wolf lernen das die herden keine leichte beute sind. danach hat sich das thema so gut wie erledigt. es sei denn der mensch geht wieder einmal auf den wolf los und schafft platz für neue rudel.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.10.2020 um 09:49 Uhr
wenn schafe so eingezäunt sind das sie ins wasser rennen lönnen hat der schäfer seine lektionen nicht gelernt. hobbyhaltung ohne sachkunde nennt man das.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.10.2020 um 12:39 Uhr
Ihr schreibt nur aus eurem Hessen mit glaube ich 2 Rudeln.
Ich kann hier in der hiesigen Presse das Geschehen verfolgen. Da versuchen sie seit über einem Jahr einen Wolf abzuschießen
Er beherrscht die Kunst auch so genannte Wolfszäune zu überwinden und anscheinend den Jungwölfen es auch zu können. Die.Schafe rennen in Panik durch die Gegend und auch ins Wasser. Rette sich wer kann, also kopflos

Im übrigen darf man nicht von professionellen Schäfern ausgehen. Es sind.einfach nur Schafzüchter und Halter, so wie woanders Rinder gehalten werden. Daher ist der Wolf hier in.Niedersachsen die große Gefahr.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.10.2020 um 13:30 Uhr
ach peter, wenn ich von wolfserfahrenen schäfern spreche, dann von schäfern in ungarn, schweiz, frankreich, tschechien. die haben die erfahrungen gemacht. wenn jemand tiere hält sollte er auch wissen wie er mit ihnen umzugehen hat. eine hobbyhaltung kann mit großem sachverstand einhergehen. was du aber beschreibst ist alles andere als mit verstand gearbeitet. ließt du auch die schäferzeitung oder nur die tageszeitungen ?
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.10.2020 um 13:35 Uhr
Das in Niedersachsen im punkum Jagdrecht noch hart gearbeitet werden muss ist klar. Den Wolf als Trophäe möchte man bevor es zu einer echten Jägerprüfung kommen muss. In Niedersachsen reicht eine selbstauskunft und du darfst dich Jäger nennen. eine sauerei meines erachtens!

https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-selbstauskunft-reicht-fuer-einen-jagdschein-in-niedersachsen-_arid,1923901.html
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.10.2020 um 19:38 Uhr
Am Anfang etwas polemisch. Das mit dem Jagdschein werde ich prüfen
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2020 um 07:18 Uhr
meinst du jetzt etwa auch das ich den weser kurier beeinflusst habe. wird lachhaft.
im bericht ging es auch nicht um wölfe in hessen sondern um die probleme mit denen sich die schäfer auseinandersetzten müssen, wenn sie in gut besuchten bereichen landschaftspflege betreiben.
probleme die wir in hessen nicht kleinreden dürfen. der wolf ist da das kleinste problem.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 17.10.2020 um 07:26 Uhr
https://www.nwzonline.de/wesermarsch/wirtschaft/26-schafe-auf-flucht-ertrunken_a_6,0,1422609725.html

bestes beispiel, überschrift wolf ?
erst im text weit unten ließt man streunende hunde sind das problem. oberflächliche menschen lesen in einem bericht nur die ersten zeilen. der rest wird zusammengereimt, aus dem fragezeichen wird so schnell ein ausrufezeichen.
Ilse Toth
39.129
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2020 um 14:07 Uhr
Nicht nur Hunde, Nicole! Auch Menschen, die Gatterschafe erschrecken, Tüten knallen lassen. Wenn Schafe in Panik geraten, werden die Lämmer überrannt und tot getreten.
Ich kann mich erinnern, dass vor Jahren ein Schäfer in Wieseck immer die tot geborenen Lämmer einfach liegen gelassen hat. Die wurden dann von den Rabenkrähen angepickt und übel zugerichtet. Dann ging die Hetze auf die Rabenkrähen los. Diese haben sich aber nur als Aasfresser betätigt. Es gibt in allen Kreise verantwortungsbewusste und radikale Menschen. Und was ist da leichter, als das stumme Tier zu verdächtigen oder zu "dezimieren"! Die Welt wird unter unseren Füßen vernichtet! Und da jammern wir wegen der Wölfe?
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2020 um 15:47 Uhr
Unter diesem link: https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-selbstauskunft-reicht-fuer-einen-jagdschein-in-niedersachsen-_arid,1923901.html

Bekomme ich nichts. Kann mich also dazu nicht äußern
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2020 um 15:54 Uhr
26 Schafe ertrinken auf der Flucht – vorm Wolf?

So lautet die Überschrift. Also Wolf mit ? ganz oben. Da muss ich nicht erst bis zum Ende lesen.

"Den Wolf als Trophäe möchte man bevor es zu einer echten Jägerprüfung kommen muss. In Niedersachsen reicht eine selbstauskunft und du darfst dich Jäger nennen. eine sauerei meines erachtens!"

Starke Behauptung. Da würde ich schon gerne Beweise sehen.
Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 19.10.2020 um 16:16 Uhr
den link habe ich gestellt. wenn du den bericht lesen würdest, würdest du erkennen das es keine wölfe waren sondern hunde!
genau das ist es was mich so ärgert. es wird nur die überschrift gelesen

polizeieinsatz- vater hängt familie auf.

nein es starb niemand- es war ruhestörung da der vater die familienfotos an einem sonntag morgen an der wand aufgehängt hat und dabei den hammer nutzte.
H. Peter Herold
29.356
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.10.2020 um 16:19 Uhr
Es war doch eindeutig eine Frage gestellt und dann wurde klargestellt.
Jounalistisch voll in Ordnung. Die BILD machte doch genauso
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Nicole Freeman
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