Bürgerreporter berichten aus: Heuchelheim | Überall | Ort wählen...

Mögliche Tornadobildung über dem Dilltal bei Katzenfurt

Zwei tornadoverdächtige Strukturen
Zwei tornadoverdächtige Strukturen
Heuchelheim | Am Donnerstag Abend konnte der Verfasser zusammen mit einer Bekannten der GZ eine tornadoverdächtige Wolke über dem Lahndillkreis beobachten.
Zeitpunkt war ca. zwischen 19:55 und 20:05 MESZ.
Der Beobachterstandort befand sich in ca. 800 Meter westlich der Burg Greifenstein. Der entstandene Rüssel bildete sich in ca. 8 bis 10 km Entfernung in ESE-licher Richtung.
Ein Bodenkontakt des eindrucksvollen Wirbels konnte nicht erkannt werden. Der Trichter reichte aber tief hinab.
Wir konnten den Vorgang von Anfang an genau mitverfolgen, wie sich dieser Wirbel - linksseitig ist sogar ein zweiter dünner Schlauch zu sehen - vor unseren erstaunten Blicken urplötzlich herausbildete.
Man erkennt auch eine leicht spiralförmige Struktur im Bereich beider Wirbel, so daß zumindest eine tornadoähnliche Entwicklung im Gange war.
Möglicherweise lagen einige, die für Tornados wichtige Entstehungs-Faktoren, wie z.B. Labilität und Windscherung knapp unterhalb der Grenzwerte.
Es ist davon auszugehen, das dieses Schauspiel gewiss noch mehr Leute gesehen haben, die am Donnerstag Abend in der Region zwischen Wetzlar und Herborn unterwegs gewesen sind. Vielleicht meldet sich ja Jemand hier bei der GZ.

Zwei tornadoverdächtige Strukturen
Zwei tornadoverdächtige... 
Eine ausgeprägte Trichterwolke über dem Dilltal
Eine ausgeprägte... 
Gut zu sehen: Wirbelnde Wolkenformen
Gut zu sehen: Wirbelnde... 

Mehr über

Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

Otmar Busse
928
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 05.07.2020 um 13:08 Uhr
Faszinierende Bilder von diesem Schauspiel am Himmel.
Beim Nachlesen über Tornados erfährt man, dass sie die schnellsten Winde sind und bis zu 500km/h erreichen können. So gesehen weicht die Faszination einer gewissen Beängstigung - wenn sie sich hier so entwicklen könnten. Das weiß aber ich nicht.
Friedel Steinmueller
3.843
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 05.07.2020 um 19:28 Uhr
@Herr Busse!
Danke für die Stellungnahme!
Oft verbindet man das Wort "Tornado" mit den USA, woher die meisten Menschen diese Wirbelstürme her kennen.
Doch sie gibt es auch in vielen anderen Teilen der Erde.
Besonders dort wo extreme Luftmassen sich in die Quere kommen.
Das ist über Nordamerika, und in weiten Teilen Asiens der Fall.
Tornados werden in Stärkeklassen angegeben F 0 bis F 5.
F steht für Fujita. Und nach dieser Skala erreichen die heftigsten Wirbelstürme nahe 500 km/h auf eng konzentriertem Areal.

In Deutschland wurden auch schon solche Tornados dokumentiert.
Die meisten bewegen sich zwischen F 0 und F 2, einige erreichen F 3.
Ab F 4 kommt es zur vollständigen Zerstörung fester Bauwerke.
Ein F 4er Tornado wurde zuletzt am 10. Juli 1968 beobachtet. Er zog von den Vogesen kommend über den Rheingraben und abschliessend über die Stadt Pforzheim und richtete unfassbare Zerstörungen an. Einige Menschen verloren dabei ihr Leben und es gab hunderte Verletzte.
Umliegende Wälder wurden total zersplittert.

Der Tornado der am 12. August 2008 durch Giessen fegte hatte Stärke F 1 und erreichte Windgeschwindigkeiten von rund 150 km/h.
Otmar Busse
928
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 06.07.2020 um 08:59 Uhr
Vielen Dank für die sehr interessanten Erleuterungen.
Friedel Steinmueller
3.843
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 14.07.2020 um 01:40 Uhr
Am 12. Juli letzten Jahres hatte sich am südöstlichen Ortsrand von Naunheim ein Tornado gebildet. Dieser konnte von Heuchelheim aus beobachtet werden und ich habe diesen Tornado sogar von hier zuhause aus sehen können.
Das war ein fast unglaubliches Erlebnis. ich erahnte schon genau was sich da in der Ferne abspielte. Aber erst Tage später erfuhr ich das es sich tatsächlich um einen Tornado handelte.
Er zog glücklicherweise durch freies Feld und verschonte somit die Ortschaft.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Friedel Steinmueller

von:  Friedel Steinmueller

offline
Interessensgebiet: Heuchelheim
Friedel Steinmueller
3.843
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Zerstörte Waldung nach dem schweren Gewittersturm
Vor 17 Jahren: Schweres Unwetter in der Dünsbergregion
Am 8. August 2003, ein Freitag, wurde der Raum Biebertal am...
Suchbild: Wer findet "Neowise?"
"Neowise" am Montag Abend
Gestern Abend klarte der Himmel zumindest zeitweise gut auf und der...

Veröffentlicht in der Gruppe

Wetterextreme weltweit

Wetterextreme weltweit
Mitglieder: 8
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Zwei tornadoverdächtige Strukturen
Mögliche Tornadobildung über dem Dilltal bei Katzenfurt
Am Donnerstag Abend konnte der Verfasser zusammen mit einer Bekannten...
Wenn das Wetter das "Drehbuch" für Fotos schreibt...
Am Samstag, den 02.05.2020 sorgte ein Mix aus Sonne und Schauerwolken...
Weiter Gruppe des Beitrags:

Weitere Beiträge aus der Region

Die sportliche Bia!
Die Pflegestelle schwärmt von Bia! Sie ist eine flotte Maus,...
Püppchen Chantilly!
Das zarte Kätzchen ist im April geboren. So zierlich sie ist, so keck...
Schildpattmädchen Noa!
Noa ist Ende 2018 geboren. Sie ist eine zierliche, sehr brave Katze!...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.