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Neues von der wilden Ecke- Wo sind all die Schmetterlinge hin?

In der wilden Ecke sind jetzt viele gelbe Blüten zu sehen
In der wilden Ecke sind jetzt viele gelbe Blüten zu sehen
Heuchelheim | Wenn man sich über einen längeren Zeitraum einen bestimmten Bereich der Natur anschaut, kann man feststellen, dass es durchaus Veränderungen gibt. Dieses Jahr finde ich sehr wenige Schmetterlinge. Kohlweißling und kleiner Fuchs, Distelfalter, Admiral und ab und zu ein Dickkopffalter, mehr habe ich beim besten Willen nicht finden können. Bei den Nachtfaltern ist es ähnlich. Woran liegt das? Viele Menschen legen bereits kleine Blühstreifen für Insekten an. Die Falter sollten kein Problem haben Nektar zu finden. Warum gibt es dieses Jahr so wenig Schmetterlinge? Haben die Raupen nicht genügend Futterpflanzen oder ist es die Trockenheit? Falterfutterpflanzen wie die Brennnessel und Distel, Hopfenklee und Hornklee blühen derzeit in der wilden Ecke. Die gelben Blüten des Johanniskrauts zieht auch viele Insekten an. Besonders die Wanzen sind häufig zu sehen. Sei es die Feuerwanze, die sich an der Malve stärkt oder die Streifenwanzen am Giersch und die Lederwanzen an der Distel. Es gibt sehr viele verschiedene Wanzen in der wilden Ecke. Der Waldziest scheint noch vor der Blüte zu vertrocknen. Auch die Malve kämpft ums überleben. Wann kommt der Regen?

In der wilden Ecke sind jetzt viele gelbe Blüten zu sehen
Färberkamille
Johanniskraut
Hopfenklee
Feuerwanze auf fast vertrockneter Malve
Stinkender Storchenschnabel
Streifenwanzen
Kornrade
Lederwanze
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
38.388
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 27.06.2020 um 18:26 Uhr
Auch wir haben im Garten trotz all unserer Blütenpracht keine Schmetterlinge. Vielleicht finden die Raupen keine Nahrung oder fallen dem Einsatz von Pestiziden zum Opfer.
H. Peter Herold
28.926
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.06.2020 um 19:21 Uhr
Hier sehe ich dieses Jahr mehr als 2019
Wolfgang Heuser
8.361
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 28.06.2020 um 09:42 Uhr
Ich denke auch das es in diesem Jahr bis jetzt weniger Schmetterlinge hat. Das wird sich dann im August bei der nächsten Insektenzählung vom NABU so zeigen! Zumindest bei der letzten Zählung im Juni konnte ich so gut wie keinen Schmetterling melden. Im Moment kann ich den Kleinen Fuchs, Dickkopffalter und ab und zu mal einen Kaisermantel sehen!
Ilse Toth
38.388
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 28.06.2020 um 12:11 Uhr
Drei weiße Schmetterlinge sind in unserem Garten! :-(
Otmar Busse
928
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 02.07.2020 um 13:09 Uhr
Schauen wir uns die Wiesen an. Auch sie haben sich verändert. Sie sind grün, viel mehr aber auch nicht.
Früher konnte man Wiesenblumensträuße pflücken und die Säume der Äcker waren blumenbunte Ränder. Heute sind selbst diese für Schmetterlinge so wichtigen Lebensräume größtenteils verschwunden. Dünge- und Spritzmittel werden verweht und landen auf diesen sensiblen Bereichen und selbst angrenzende Naturschutzgebiete bleiben nicht immer verschont.
Dieses Dilemma können auch angelegte Blühstreifen nicht 100%ig ersetzen - zumal die angebotenen Samenmischungen häufig auch nicht das halten, was sie versprechen.
H. Peter Herold
28.926
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.07.2020 um 14:47 Uhr
Die Menschheit schafft sich ab
Nicole Freeman
10.714
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 04.07.2020 um 06:42 Uhr
viele samenmischungen beschreiben sich mit wildpflanzenmischung. schaut man genauer hin muss man feststellen, dass es zwar wildpflanzen sind, aber eben nicht unsere wildpflanzen. damit sind die meisten blüten für unsere schmetterlinge und viele wildbienen nicht nutzbar. besonders die wildbienen sind oft sehr spezialisiert wenn es um die futterpflanzen geht. futterpflanzen sind dann schon das nächste. oft wird brennnessel und distel im garten nicht gewünscht. auch die heimischen süßgräser lässt man schön kurz. damit haben die schmetterlinge wenig futter. einfach mal beim nabu auf die seite gehen. da bekommt man tolle tipps für den insektenfreundlichen garten.
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