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Wanderung durch die bunte und lebensfrohe Lahnaue

Heuchelheim | Ein Sonntagspaziergang in der Lahnaue kann sehr entspannend sein. Auf geht es zur Fotosafari. Bereits an der Brücke über den Biberbach bekommt man erste tolle Motive. In den Feldern des Biobauern leuchten Mohn und Kamille sowie Kornblume, Flockenblume und die Wicken. Viele Bienen und Hummeln fliegen in diesen Feldern. Knapp über dem Getreide fliegen die Schwalben, Bachstelzen und Schafstelzen sowie einige Feldlerchen. Sie sind auf Insektenjagd. Wir gehen dem befestigten Weg weiter und kommen an den Feldern eines konventionellen Landwirtes vorbei. Hier herrscht Stille. Kein Summen und Brummen der Insekten, keine Schwalbe auf Futtersuche. Hier wächst das was wachsen soll, Getreide und mehr nicht. Es gibt in diesen Feldern keinen Platz für Insekten. Nur der Wind weht über die Halme und bildet ein Meer der leichten Wogen. Dieser Kontrast macht Nachdenklich. Der Weg führt weiter in die weiten Wiesen der Aue. Hier blühen viele Wildblumen und Kräuter. Einige Schmetterlinge flattern an die Blüten von Hornklee, Labkraut, Flockenblume und Margerite. Neben den bunten Nilgänsen tummeln sich einige Graugansfamilien
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Spaziergang (118)Lahnaue (172)
im hohen Gras. Falken stehen im Rüttelflug in der Luft und halten Ausschau auf Mäuse und ähnlicher Beute. Wir kommen zu einem der vielen Seen. Auf der Bank sitzt ein junges Paar, das die friedliche Stimmung des Sees in sich aufnimmt. Sie umarmen sich und man kann die Liebe und Zufriedenheit der beiden deutlich sehen. Auf dem Wasser ist reger Betrieb. Kormoran, Haubentaucher, Blässhuhn, Graugans, Kanadagans, Reiher und Enten sowie die Schwäne bevölkern den See. Wir gehen weiter zum Storchennest. Hier kann man einen Storch im Nest sehen. Der Partner scheint auf Beutezug zu sein. Unser Weg führt uns nun in Richtung Lahn. Obstbäume und Weiden, sowie einige Heckenrosen säumen den Weg. Hier kann man noch die Nester der Gespinstmotten sehen. An einigen Nestern sind noch Raupen. Wir lauschen einen Moment der Vögel und genießen die Sonnenstrahlen auf unserem Gesicht. Jedoch muss man in diesem Bereich immer auf Radfahrer achten. Kurz vor der Lahnbrücke befinden sich noch kleine Teiche. Unser Blick streift über die Wasseroberfläche. Ein Radfahrer wirft uns die Worte,, Achtung Krokodile,, entgegen. Nein, Krokodile sind hier nicht, aber die Schildkröten haben wir entdeckt. Wir gehen den Weg weiter, zum Südufer des Dutenhofener Sees. Hier wird es wieder etwas ruhiger. In der Abenddämmerung glitzert das Wasser wunderschön. Langsam geht es wieder Richtung Heuchelheim. Langsam bemerken wir, dass wir doch eine gute Strecke zurück gelegt haben. Der Sonntagspaziergang hat etwas länger gedauert als wir gedacht haben, aber wir konnten entschleunigen und die Ruhe und den Frieden der Aue in uns Aufnehmen. So ein Spaziergang zeigt einem wie wichtig es ist diesen Lebensraum zu erhalten und zu schützen. Ich wünsche eine schöne Woche.

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Kommentare zum Beitrag

Klaus Viehmann
1.378
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 08.06.2020 um 13:05 Uhr
Hallo Nicole, herzlichen Dank für die Mitnahme in Wort und Bild durch unsere schöne Lahnaue. Wer mit offenen Augen durch die Lahnaue geht, der merkt den Unterschied zwischen herkömmlicher Landwirtschaft und den Bauern die auf Insektizide und Pestizide verzichten. Was mich so ärgert ist, dass die Landwirte neben ihren Äckern, die Wegraine und die Wiesenwege schon im März April nidermulchen und so vielen Bodenbrüter die Lebensgrundlage nehmen.
H. Peter Herold
28.930
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.06.2020 um 15:39 Uhr
Sind selber Dchuld.wenn sie so mit der Natur umgehen.
H. Peter Herold
28.930
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.06.2020 um 14:39 Uhr
Müsste natürlich Schuld sein.
Andrea Mey
10.925
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 09.06.2020 um 15:36 Uhr
Ein schöner Spaziergang in der Natur ist Balsam für die Seele!
Schöne Bilder von Dir, liebe Nicole!
Nicole Freeman
10.717
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 10.06.2020 um 06:23 Uhr
danke, die graugänse und die schildkröten waren weit weg und daher sind die bilder verwackelt. aber zur dokumentation reit es.
Lothar Jäger
361
Lothar Jäger aus Reiskirchen schrieb am 15.06.2020 um 18:54 Uhr
Ich freue mich immer wieder über Deine interessanten Berichte aus der heimischen Natur.
Hoffentlich haben auch einige von den sogenannten Landschaftspflegern den Bericht gelesen ;
die außerdem noch behaupten sie würden die Bevölkerung ernähren. Raps und Mais; und die Kartoffeln kommen aus Marokko oder Ägypten. Sie werden den Rest der Insekten und Wildvögel zusammen mit der Landwirtschaftsministerin schon kleinkriegen.
H. Peter Herold
28.930
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.06.2020 um 17:55 Uhr
Raps für Biosprit und Mais um Vergasen
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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