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Und sie sind wieder Unsichtbar

Heuchelheim | In der Corona-Krise sprechen viele von den Helden des Alltags. Da wird für die Kassierer und die Pfleger sowie Ärzte geklatscht. Man hat erkannt wie wichtig diese Jobs für die Allgemeinheit sind. Wer wird wieder vergessen? Die Unsichtbaren, die Reinigungskräfte!
Wer sorgt für desinfizierte Türgriffe und Toiletten? Wer sorgt für die Entleerung der Mülleimer? Die Reinigungskräfte werden wieder einmal vergessen. Ich sage einmal ein dickes Danke, an die, die für uns das Krankenhaus, das Alten und Pflegeheim sauber halten und bei den älteren Menschen im Privathaushalt die Lappen schwingen. Danke an die, die sich um die Toilettenanlagen im Supermarkt und Ämtern kümmern. Viele Reinigungskräfte haben bereits eine Änderungskündigung bekommen, denn die Reinigungskraft in den geschlossenen Betrieben werden nicht mehr gebraucht. Einige Reinigungsfirmen greifen zur Änderungskündigung mit Arbeitszeiten wo der Weg zur Arbeit schon länger ist, obwohl sie die Möglichkeit der Kurzarbeit hätten. Viele werden auch einfach entlassen mit der Bitte, sich nach Corona wieder um die Stelle zu bewerben. Wie ist sowas möglich? Nun, viele Reinigungskräfte arbeiten in diesem Bereich, weil sie aufgrund von fehlenden Deutschkenntnissen kaum was anderes finden. Viele sind nur als Hilfskräfte angestellt. Das Reinigungsgeschäft war schon vor Corona unsichtbar. Jetzt, wo wir diese Menschen, diese Helden des Alltags brauchen, sehen wir sie immer noch nicht. Ein Dank an die Unsichtbaren helfenden Hände!

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Kommentare zum Beitrag

Hans Lind
1.687
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 27.03.2020 um 11:07 Uhr
Ich gebe auch einen Dank an die hefente Hände
Klaus Viehmann
1.364
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 27.03.2020 um 11:17 Uhr
Nicole, danke für diese Zeilen, es gibt noch viel mehr die im Hintergrund für uns alle in dieser schweren Zeit gutes tun.
H. Peter Herold
28.858
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.03.2020 um 20:09 Uhr
Da hast du eine Lanze für Vergessene gefällt
Friedel Steinmueller
3.823
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 28.03.2020 um 08:39 Uhr
Danke Nicole, für diese nachdenklich stimmenden Ausführungen!
Und leider werden diese Menschen fast immer unterschätzt und finden daher weder Erwähnung noch die Anerkennung, die sie verdient hätten!
Elke Jandrasits
1.340
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 28.03.2020 um 12:27 Uhr
Vielen Dank für diesen Beitrag, ich schließe mich an!

Nicht zuletzt ist für Reinigungskräfte oft auch gar keine oder nur unzureichende Schutzkleidung vorhanden, so dass sie auch ohne Coronavirus einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
Ilse Toth
38.238
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 29.03.2020 um 16:07 Uhr
Danke Nicole für Deine Zeilen! Es sollte uns nachdenklich stimmen.
Michael Beltz
7.740
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.04.2020 um 11:24 Uhr
Sehr schön dieser Beitrag! All den genannten Helfern sollte jedoch nicht nur Beifall geklatscht werden, vielmehr sollte ihnen Anerkennung durch ansprechende Bezahlung zuteil werden.
Stefan Walther
4.778
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.04.2020 um 22:23 Uhr
Richtig, und was fordert die Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Münchener städtischen Kliniken, auch im Namen der
Beschäftigten:
Hört endlich auf zu klatschen, sondern hängt Transparente und Schilder für unsere Forderungen aus Euren Fenstern und Balkonen!
Wir fordern:
Erschwerniszulagen für alle Beschäftigten in den Krankenhäusern von mindestens 500 Euro!
Rücknahme aller Privatisierungen im Gesundheitswesen!
Privatisierung ist Raub und Mord!
H. Peter Herold
28.858
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.04.2020 um 11:55 Uhr
Du willst dass meine Versicherung nicht mehr da ist! Damit machst du einig Arbeitsplätze kaputt :-(
Es wäre vernünftiger, dass jeder Versicherte bei der GKV genau wie bei den Privaten einen Beitrag zahlen würde. Damit wäre die Ungleichheit besser geregelt.
Stefan Walther
4.778
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.04.2020 um 14:36 Uhr
???
Hier geht es jetzt erstmal um die Privatisierung von Krankenhäusern, massiven Stellenabbau, Reduzierung der Bettenzahlen, Kürzung von Löhnen und Gehältern, Situation vor allem in privaten Alters- und Pflegeheimen usw. usf. - und zu was das im Endeffekt dann führt.
Ja, über Sinn und Unsinn der PKV, über deren Abschaffung usw., auch darüber sollte man diskutieren, aber darum geht es hier nicht... und wieso sollten die PKV-Beschäftigten nicht in der GKV beschäftigt werden können? Aha, und in der GKV sollte jeder einen Beitrag zahlen, also unabhängig vom monatlichen Einkommen? Mal abegesehen davon, dass die Unternehmer eigentlich den vollen Beitrag zur Sozialversicherung zahlen müssten, sehe ich deine Forderung Peter als weiteren Schritt in eine soziale Ungerechtigkeit...
Nicole Freeman
10.706
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 04.04.2020 um 10:01 Uhr
danke für die lieben kommentare. es geht hier wirklich nicht um das abschaffen der privaten krankenversicherung. es geht um das miteinander. um wertschätzung der geleisteten arbeit.
H. Peter Herold
28.858
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.04.2020 um 10:46 Uhr
Stefan du kannst für dich recht haben, aber warum sollen Arbeitgeber alles bezahlen? Es is eine Binsenweisheit. Nur was .an selber bezahlt schätzt man auch. Und warum sollen in der GKV nicht die Mitversicherten einen Solidaritätsbeitrag von etwa 1 Euro pro Person bezahlen. Das sehe ich als Soziale Gerechtigkeit. Der Einzelne soll ruhig füt.alle anderen auch Verantwortung tragen. Nur gemeinsam sind wir stark.
Michael Beltz
7.740
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 04.04.2020 um 11:06 Uhr
Die armen "Arbeitgeber" sollen nicht leiden, Peter. Stefan hat doch richtig beschrieben worum es hier geht. Privatisisreung von Krankenhäusern und die damit verherenden Folgen. "Nur gemeinsam sind wir stark" Ja Peter, die Deutsche Volksgemeinschaft wächst zusammen.


Dank nochmals an Nicole, die dazu beigetragen hat, eine spannende Diskussion loszutreten
H. Peter Herold
28.858
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.04.2020 um 19:23 Uhr
Es ist euch doch klar was es bedeutet. Wenn alles nur noch Staat ist, dann bezahlen die Bürger die Zeche über höhere Steuern und Abgaben. Denn weder Kommune oder Staat haben Geld.
Kurt Wirth
2.938
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.04.2020 um 07:50 Uhr
Das verstehe ich nicht, Peter. Bei jedem neuen Renten(änderungs)bescheid kann ich lesen, wieviel mir an Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen wird, für die Gesetzliche Krankenversicherung. Und während meiner gesamten Arbeitszeit konnte ich jeden Monat auf meiner Gehaltsabrechnung lesen, wieviel mir an Kranken- und Pflegeversicherung für die GKV abgezogen wurde (egal ob ich da gerade pflichtversichert oder freiwillig versichert war). Wieso forderst Du da noch, daß jeder einen Beitrag zahlen soll?
H. Peter Herold
28.858
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.04.2020 um 10:15 Uhr
Du verstehst nicht was ich meine. Bei der PKV zahlt jedes Familienmitglied seinen eigenen Beitrag und nicht wenig. Bei der GKV zahlt nur der, der arbeitet. Mitversicherte Familienangehörige, egal wie viele, zahlen nichts. Hier könnte ein Solidarbeitrag von 1 € würde zeigen, wie wertvoll die Versicherung ist
Kurt Wirth
2.938
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.04.2020 um 21:03 Uhr
Wie sollen z.B. Kinder etwas bezahlen? Oder sonst jemand, der nicht arbeitet? Das zahlen immer andere, die Frage ist nur, wie viel.
Stefan Walther
4.778
Stefan Walther aus Linden schrieb am 06.04.2020 um 22:04 Uhr
Schade dass die Kommentare jetzt in diese Richtung, weg vom Beitrag, gehen. So ist es halt manchmal, dann muss man wohl drauf eingehen!?
- es zahlen immer die Steuerzahler Peter, nur mit dem Unterschied, dass die Privatisierung zu noch fataleren Folgen für die Allgemeinheit und vor allem für Patienten und Beschäftigte geführt haben ( die Einzelheiten sind bekannt man braucht sie nicht ständig zu wiederholen )
- richtig ist dass es auch in der PKV Ungerechtigkeiten gibt, so manche können sich ihren PKV Beitrag z.B. im Alter kaum noch leisten ( auch wenn es mittlerweile einen Grundbetrag gibt ), oder auch Familien mit relativ niedrigem Einkommen ( z.B. kleine Selbständige )
- nur, ist das ein Grund dafür solche Ungerechtigkeiten auch auf die GKV zu übertragen ( zusätzlicher Beitrag für Familienversicherte )?
- die PKV ist so überflüssig wie ein Kropf, profitieren tun in erster Linie die Besserverdienenden, die gegenüber der GKV - auf Kosten der Solidargemeinschaft - weniger zahlen und in der Regel dazu noch höhere Leistungen erhalten
H. Peter Herold
28.858
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.04.2020 um 00:12 Uhr
Deine letzten Sätze sind bewusst falsch und das weißt du.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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