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Tiere der Lahnaue- Die Hornisse

Heuchelheim | Hallo, jetzt sind wir dran. Wir Hornissen gehören zu den Faltenwespen. Wir sind die großen unter den Wespen. Die Arbeiterinnen sind zwischen 25 und 30 mm groß und die Königin sogar 35 mm. Einige Menschen haben deswegen auch Angst vor uns. Das müsst ihr nicht. Wir sind friedliche Insektenfresser. Euer Marmeladenbrot oder der Kuchen sind für uns nicht interessant. Die Wespen, die davon angelockt werden, lassen uns dann schon mal näher kommen. Wir gehen einem Streit mit euch aus dem Weg. Wird unsere Flugbahn von euch versperrt, suchen wir einen anderen Weg. Wir stechen nur, wenn ihr unserem Staat zu Nahe kommt oder uns quetscht. Wir bilden wie die gemeine Wespe Staaten. Alles beginnt mit der Königin. Sie sucht sich im April bis Mai eine geeignete Höhle für unser Nest. Das ist normalerweise in einer Baumhöhle. Aber alte Obstbäume mit solchen Höhlen gibt es ja kaum noch. Auf den Bildern seht ihr uns in einem alten Mäuse Bau. Wir mögen aber auch Vogelnistkästen, Rollladenkästen oder Geräteschuppen in eurem Garten. Die Königin baut uns ein Nest aus geraspeltem Holz und Spucke. Unser Nest bekommt ein Dach. In
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der Mitte des Daches baut die Königin einen Stiel, an dem sie die Waben anbaut. Die Waben sind nach unten hin offen. So können Kot und Futterreste einfach nach unten fallen. Sobald die Waben fertig gebaut sind, legt die Königin ein Ei in die Wabe. Bis die Arbeiterinnen schlüpfen kümmert sich unsere Königin um den Nestbau und die Versorgung der ersten Larven. Die Entwicklungszeit vom Ablegen des Eis bis zum Ausfliegen der Arbeiterin dauert etwa 30 bis 50 Tage. Die jungen Arbeiterinnen bauen das Nest dann weiter aus. Es werden Wabenteller angebaut und zur Isolation umschlossen. Wird es im Nest zu warm fächeln Arbeiterinnen Luft und tragen Wasser ein. Die Königin fliegt in diesem Stadium nicht mehr aus. Sie produziert Eier. Wird unser Volk für die Höhle zu groß, ziehen wir um. Wir erweitern die Höhle nicht. Unsere Untermieter, die Hornissenkäfer müssen dann sehen, wo sie ihr Futter herbekommen. Sie fressen unsere Reste und unsere Toten. Im August beginnen wir die Waben größer zu bauen. Jetzt werden die neuen Königinnen und die Drohnen herangezogen. Im Herbst gibt es dann die Hornissen Hochzeit. Haben die Drohnen ihre Pflicht getan und die Jungköniginnen befruchtet, sterben sie.
Auch wir Arbeiterinnen und die alte Königin sterben im Herbst. Nur die Jungköniginnen suchen sich ein Winterquartier im Totholz. Wir brauchen also dringen tote Bäume und die Baumhöhlen um zu überleben. In der Lahnaue gibt es welche, aber die sind oft schon besetzt. Wir Hornissen sind eine gefährdete Art und besonders geschützt. Ihr könnt uns mit Nisthilfen und einem Totholz Bereich im Garten helfen. Vielleicht habt ihr ja auch einen alten Baum mit Höhle, den ihr stehen lassen könnt. Wir tun euch nichts, wenn ihr uns nichts tut. Wir regulieren die Zahl der gemeinen Wespe in eurem Garten, wenn ihr uns lasst.

https://www.youtube.com/watch?v=fD9brpkcby8

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
37.712
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.08.2019 um 11:44 Uhr
Ein sehr interessanter Artikel. Ich stehe mit diesen Tieren auf "Kriegsfuß"! Wir hatten ein Hornissennest am Dach. Nachts werde ich wach , weil mich eine Hornisse verstochen hat. Das Nest wurde fachmännisch anderweitig neu aufgehängt. Ich mache einen großen Bogen, wenn ich eine sehe.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 03.08.2019 um 12:09 Uhr
Ich habe gute Erfahrungen mit Hornissen. Bei uns gab es ein Nest in einem
hohlen Brett von unserem Balkon.
Wenn ich dort saß, kam mir schon ab und zu mal eine Hornisse ganz nahe.
Da ich mich ruhig verhielt, hat sie mich gar nicht beachtet.
In diesem Jahr hatten wir viel weniger Ärger mit Wespen.
Warum wir im nächsten Jahr keine Hornissen mehr hatten, weiß ich nicht.
Aber dieses Jahr sind sie wieder da, und wir freuen uns darüber.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 03.08.2019 um 12:09 Uhr
Ich habe gute Erfahrungen mit Hornissen. Bei uns gab es ein Nest in einem
hohlen Brett von unserem Balkon.
Wenn ich dort saß, kam mir schon ab und zu mal eine Hornisse ganz nahe.
Da ich mich ruhig verhielt, hat sie mich gar nicht beachtet.
In diesem Jahr hatten wir viel weniger Ärger mit Wespen.
Warum wir im nächsten Jahr keine Hornissen mehr hatten, weiß ich nicht.
Aber dieses Jahr sind sie wieder da, und wir freuen uns darüber.
Nicole Freeman
10.384
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 04.08.2019 um 17:14 Uhr
H. Peter Herold
28.413
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.08.2019 um 13:36 Uhr
Danke für den Link
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von:  Nicole Freeman

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Nicole Freeman
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