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Die Bürgerinitiative Schützt die Lahnaue und Naturfreunde erwandern den Süden der Lahnaue

Heuchelheim | Am Sonntag, 24.03.2019 traf man sich zur Naturkundlichen Frühjahresbegehung 2019 im Süden der Lahnaue. Obwohl der Termin kurzfristig angekündigt war, haben sich viele Interessierte eingefunden. Was hat die Lahnaue in Heuchelheim zu bieten? Einfach gesagt viel echte Auenlandschaft. Heuchelheim hat durch seine Lage schon immer mit Hochwasser zu kämpfen. Der Kropbach und der Bieberbach fließen durch den Ort und münden im Süden der Lahnaue, noch keinen Kilometer voneinander entfernt in die Lahn. Vielleicht ist es gerade dieser Tatsache zu verdanken das in Heuchelheim die Natur, als Helfer gegen Hochwasser gesehen wird. Das Naturschutz auch Hochwasserschutz bedeuten kann wurde auf der Begehung deutlich. Gestartet wurde am Möbelhaus Roller. Nach der Begrüßung durch Otmar Busse und Nicole Freeman wurde die Wilde Ecke vorgestellt. Ein Projekt, das ein Stück Betriebsgelände für Insekten bereithält. Erst im Frühling 2018 hat die Marktleitung mit Hilfe des Nabu Heuchelheim - Kinzenbach die Aufteilung der Fläche besprochen. Verwildert aber mit Ordnung. Eine Idee, die man im heimischen Garten oder im Betrieb umsetzen
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Naturschutz (272)Lahnaue (149)
kann. Vorbei an der Grillhütte wurde der Heßler angesteuert. Hier wurde etwas über die Geschichte der Lahnaue und der Bürgerinitiative Schützt die Lahnaue erläutert. Der Heßler ist ein europäisches Schutzgebiet, das vielen Vögeln und Libellen sowie Fröschen und Kröten eine weitgehend sichere Kinderstube bietet. Typisch für eine Auenlandschaft sind die Feuchtwiesen. Diese schließen sich dem Heßler gleich an. Am Silbersee wurde deutlich gemacht, wie gefährdet die Landschaft ist. Das Wunder der schweren leeren Verpackungen und die Hinterlassenschaften der Partygesellschaft waren bereits um diese Jahreszeit zu sehen. Der Weg führte zur noch begradigten Kropbach zur Lahn. Hier wurde erläutert das im Jahr 2000 die Mündung der Kropbach verlegt wurde, der Bach wieder in die Aue geleitet wird und so eine große Flutfläche für den Hochwasserschutz bereitsteht. Auf dem alten Gelände des Kieswerkes entsteht ein kleiner Urwald. Ich nenne den Auenwald gerne Heuchelheims kleiner Amazonas. Deutlich war die Begeisterung für genau diesen Bereich zu spüren. Die Fischtreppe und die Bootsrutsche der Lahn waren aufgrund des hohen Wasserstandes kaum sichtbar. Kurz vor der Landstraße wurde auf die extensiv genutzte Wiesenfläche auf der anderen Seite der Lahn hingewiesen. Hier konnte man den Dutenhofener Storch und zahlreiche Gänse beobachten. Der nächste Haltepunkt war dann die Reptilienkinderstube auf dem Gelände des alten Klärwerkes. Die Idee dazu hatte der Nabu Heuchelheim-Kinzenbach, die Gemeinde Heuchelheim hatte das passende Gelände. Auch diese Idee ist für den heimischen Garten geeignet. Der Spaziergang wurde abgekürzt, denn der Himmel wurde deutlich dunkel. Bei den Kleintierzüchtern konnte man ein großes Insektenhotel bestaunen. Durch den Auenwald vorbei am Heßler ging es wieder zurück zum Roller. Das nächste Großprojekt wird wohl auf dem Betriebsgelände der Firma Schunk sein. Hier wird beim Bau von neuen Hallen auch gleich die Kropbach renaturiert und ein Rückhaltebecken gebaut. Naturschutz funktioniert nur, wenn man zusammen Arbeitet, wenn die Politik, Betriebe, Landwirte und Vereine sich zusammen setzen und Projekte erarbeiten. Wichtig ist dann aber auch die Pflege der Gelände und ein schonender Umgang mit den empfindlichen Ökosystemen. Mit den Händen in der Tasche kann man nicht nach den Sternen greifen. Da fragt man automatisch-Wie viel Tourismus kann die Lahnaue vertragen?

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Kommentare zum Beitrag

Otmar Busse
706
Otmar Busse aus Lahnau schrieb am 25.03.2019 um 09:58 Uhr
Sehr schöner Artikel.
Ja, die Begeisterung für dieses ausgesprochen kostbare Refugium war nicht zu verbergen und nicht wenige der Teilnehmer waren von "Heuchelheims kleinem Amazonas" beeindruckt.
Der Satz ... " Naturschutz funktioniert nur, wenn man zusammen arbeitet, wenn die Politik, Betriebe, Landwirte und Vereine sich zusammen setzen und Projekte erarbeiten." ... ist Hinweis und Aufgabe zugleich. Aufgabe, diesen "runden Tisch" auch in den anderen Gemeinden der Lahnauanrainer ins Leben zu rufen.
Danke Nicole, wir haben viele Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause genommen.
H. Peter Herold
27.591
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.03.2019 um 10:58 Uhr
Ein anschaulicher Beitrag
Nicole Freeman
9.728
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 25.03.2019 um 14:52 Uhr
danke, es hat mir viel spass gemacht. Ich war am anfang doch sehr aufgeregt, da ich noch nie eine gruppe durch die aue geführt habe.
Bettina Kunz
1.091
Bettina Kunz aus Lahnau schrieb am 25.03.2019 um 15:12 Uhr
Danke für die schöne Führung.
Wolfgang Heuser
7.586
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 29.03.2019 um 18:46 Uhr
Sehr gut, wenn solche Flächen erhalten werden können, es müssen natürlich Aktive da sein, welche sich damit beschäftigen! Ein guter Beitrag über diese Aktion.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Nicole Freeman

von:  Nicole Freeman

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Interessensgebiet: Heuchelheim
Nicole Freeman
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